Tag Donnerstag, 2. Juli 2026
06:54 Uhr Tesla-Absatz weckt Fantasie Die Neuzulassungen von Tesla sind im Juni in mehreren europäischen Ländern deutlich gestiegen. In Frankreich haben sich die Zulassungen mit 105 Prozent mehr als verdoppelt, wie aus Daten von Branchenverbänden und Ministerien hervorging. In Schweden gab es ein Plus von 56 Prozent, in Italien und Portugal von jeweils 43 Prozent sowie in Dänemark von 39 Prozent. In Spanien fiel das Wachstum mit 5,6 Prozent geringer aus. Ene Ausnahme bildete Norwegen, wo die Neuzulassungen des US-Elektroautobauers um 43 Prozent einbrachen. Die Zahlen deuten auf eine Erholung des Absatzes in Europa hin, bevor Tesla in Kürze seine weltweiten Auslieferungszahlen für das zweite Quartal vorlegt. Analysten erwarten hierbei einen Anstieg um fünf Prozent. Die Tesla-Aktie lag im US-Handel im Verlauf 1,1 Prozent im Plus. 06:35 Uhr Niedrigere Sojaölpreise belasten Palmöl Palmöl gibt nach und folgt damit den gefallenen Sojaölpreisen. Niedrigere Rohölpreise könnten ebenfalls belasten, da nachgebende Energiepreise die Attraktivität von Palmöl als Rohstoff für Biokraftstoff verringern. Allerdings könnte die jüngste Schwäche des Ringgit für etwas Unterstützung sorgen, was malaysisches Palmöl für Käufer aus Übersee wettbewerbsfähiger macht. Das erklärtiert PhillipCapital. PhillipCapital erwartet, dass die Preise bei 4.700 Ringgit pro Tonne auf einen Widerstand stoßen und bei 4.433 Ringgit pro Tonne eine Unterstützung finden werden. Der an der Bursa Malaysia Derivatives gehandelte Kontrakt mit Lieferung im September notiert um 11 Ringgit niedriger bei 4.546 Ringgit pro Tonne. 06:20 Uhr Panzerbauer bläst Börsengang ab Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS schiebt seinen Börsengang angesichts der Kursverluste bei Rüstungsaktien auf die lange Bank. Die Aktionäre hätten das Unternehmen informiert, sie wollten die Börsenpläne erst wieder aufnehmen, wenn sich das Marktumfeld für Rüstungsaktien in Europa wieder verbessere, teilte KNDS mit. KNDS hatte eigentlich noch vor der Sommerpause an die Börsen in Paris und Frankfurt gehen wollen. Die Vorbereitungen seien praktisch abgeschlossen, in den Gesprächen mit Investoren habe sich gezeigt, dass diese auch an die langfristige Strategie von KNDS glaubten, erklärte der Konzern. Die Branche war an der Börse allerdings unter Druck geraten, der größte Rivale Rheinmetall hatte in den vergangenen Tagen massiv an Wert verloren. Die "Financial Times" hatte berichtet, dass wichtige Investoren gegenüber KNDS erklärt hätten, sie sähen die Bewertung des Unternehmens beim Börsengang nur bei rund zwölf Milliarden Euro. Banker hatten zuvor 15 Milliarden Euro für realistisch gehalten. 06:00 Uhr Fed-Chef Warsh muss ganz genau hinschauen Der Dax ist mit einem Aufschlag in die zweite Jahreshälfte gestartet. Der deutsche Börsenleitindex, der im Dienstagsgeschäft bereits 1,5 Prozent zulegen konnte, zog zur gestrigen Wochenmitte immerhin 0,2 Prozent an. Das wichtigere dabei: Der Dax eroberte die psychologisch wichtige 25.000er-Marke zurück, schloss mit einem Stand von 25.040 Zählern. Dabei half etwa eine Beruhigung der geopolitischen Lage. Stützend wirkten zudem Gewinne im Rüstungssektor. Heute steht dann endlich das konjunkturelle Wochenhighlight an: die US-Arbeitsmarktdaten. So dürfte sich der Jobaufbau im Juni spürbar abgeschwächt haben. Einzelheiten werden im Arbeitsmarktbericht erwartet, der um 14.30 Uhr MESZ veröffentlicht wird. Experten erwarten ein Stellenplus von nur noch 110.000, nach 172.000 im Mai. Die US-Notenbank hat diese Kennzahl genau im Blick, da sie für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen soll. Angesichts des vom Iran-Krieg ausgelösten Inflationsschubs in den USA rechnen viele Anleger damit, dass die Fed die Zinsen unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh im Laufe des Jahres anheben wird. Unternehmensseitig rückt Alphabet in den Fokus, denn der Europäische Gerichtshof entscheidet (9.30 Uhr MESZ) über die Klage der Google-Mutter gegen eine milliardenschwere EU-Kartellstrafe. Die Wettbewerbshüter hatten dem US-Konzern vorgeworfen, mit seinem mobilen Betriebssystem Android Konkurrenten behindert zu haben. Eine niedrigere Instanz hatte die ursprüngliche Strafe von 4,34 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf 4,1 Milliarden Euro gesenkt. Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.