Tagesgeld: Renault Bank zahlt 4,1 Prozent - bis 250.000 Euro
Auch andere Institute erhöhen
Autobank zahlt 4,1 Prozent auf Tagesgeld
Von t-online, mat
07.09.2026 - 14:44 UhrLesedauer: 3 Min.
Der Kampf um Tagesgeldkunden geht weiter. Nun mischt die Renault Bank mit einem neuen Angebot den Markt auf – doch dieses hat einen Haken.
In der Bankenbranche ist der Wettbewerb um Tagesgeldkunden in vollem Gange. Nachdem Mitte August das ambitionierte Fintech Revolut mit einem Zinssatz von 4,25 Prozent pro Jahr auf Tagesgeld ein Ausrufezeichen setzte, zieht mit der Renault Bank eine Autobank nach. Auch wenn der Zinssatz mit 4,1 Prozent unter dem Angebot von Revolut rangiert, kann die Autobank mit ihrem Angebot den Konkurrenten in mehrerlei Hinsicht ausstechen.
Während sowohl Revolut als auch die Renault Bank ihren Aktionszins jeweils für vier Monate zahlen, wird bei der Autobank ein deutlich höherer Betrag verzinst. So hat Revolut sein Angebot auf einen Anlagebetrag in Höhe von 25.000 Euro begrenzt. Die Renault Bank zeigt sich im Hinblick auf den Maximalbetrag deutlich großzügiger: Bis zu 250.000 Euro pro Kunde werden mit dem Aktionszins von 4,1 Prozent verzinst, jeder weitere Euro hingegen nur mit einem Prozent.
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Während Revolut nach einer Schonfrist den Aktionszins zudem von einer bestimmten Anzahl an Zahlungen mit der Revolut-Karte abhängig macht, gibt es solche Bedingungen bei der Renault Bank nicht.
Anschlusszins beachten
Allerdings gilt auch bei der Autobank wie bei allen anderen Aktionsangeboten: Nach dem Ablauf des Aktionszeitraums gibt es für Sparer den Bestandskundenzins, der in der Regel deutlich niedriger ausfällt. Bei der Renault Bank liegt dieser bei derzeit 2,0 Prozent, also bei nicht einmal der Hälfte des Aktionsangebots. Zudem ist der Bestandskundenzins nicht garantiert, sondern variabel – er kann also jederzeit von der Bank angepasst werden.
Wer auch danach hohe Zinsen kassieren will, muss sein Geld zu einer anderen Bank transferieren. Zwar lässt sich der Zinsertrag durch regelmäßiges Zinshopping merklich steigern, allerdings ist der ständige Wechsel für den Sparer stets auch mit einem gewissen Aufwand verbunden.
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Wer diesen scheut, kann hingegen auf längerfristige Angebote setzen. So zahlt die Bank of Scotland derzeit einen Zinssatz von 3,0 Prozent für ein ganzes Jahr, der Neobroker Scalable bietet unbegrenzt einen Zins in Höhe von 2,6 Prozent – dieser ist allerdings variabel.
Zwei weitere Autobanken erhöhen Tagesgeldzinsen
Auch zwei andere Autobanken haben in den vergangenen Wochen ihre Tagesgeldzinsen nach oben angepasst. Die Stellantis Direktbank zahlt mittlerweile für vier Monate garantiert 3,62 Prozent pro Jahr auf Guthaben bis zu 100.000 Euro, zuvor lag der Zinssatz bei 3,52 Prozent. Bei der ebenfalls zum Konzern gehörenden Opel-Direktbank gibt es 3,52 Prozent (zuvor: 3,42 Prozent) aufs Tagesgeld, jedoch nur für drei Monate.
Den längsten Aktionszins unter den Autobanken zahlt derweil die VW Bank. Zwar liegt der Zins mit 3,1 Prozent unter den Angeboten der Konkurrenz von Stellantis und Renault, dafür zahlen die Wolfsburger diesen für sechs Monate.
Wer nach einem attraktiv verzinsten Tagesgeldkonto sucht, sollte stets mehr als die Höhe des Aktionszinses im Blick haben. Neben Maximalbeträgen und dem regulären Bestandskundenzins ist auch die Einlagensicherung ein wichtiges Kriterium. Innerhalb der Europäischen Union sind Guthaben bis zu 100.000 Euro je Kunde und Bank gesetzlich geschützt. Wer sein Geld indes bei ausländischen Instituten anlegt, sollte darauf achten, welches Sicherungssystem für die Bank gilt und wie verlässlich es ist.