DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 64.323,00 USD 08:09:33 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Iran-Krieg aktuell: Teheran erhält Vorschläge für Wiederaufnahme der Verhandlungen

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Startseite Politik Iran-Krieg aktuell: Teheran erhält Vorschläge für Wiederaufnahme der Verhandlungen Von: Felix Busjaeger, Franziska Schwarz, Stephanie Munk, Teresa Toth, Katja Thorwarth Uns auf Google folgen Iran-Krieg aktuell: Revolutionsgarden melden Sprengung von Tankern. Rubio appelliert wegen des Hormus-Konflikts. Der News-Ticker. Update, 14:56 Uhr: Der Iran hat angesichts der neuen militärischen Eskalation mit den USA eigenen Angaben zufolge Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten. Außenamtssprecher Ismail Baghai bestätigte eine entsprechende Frage in Teheran, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Der Iran werde sich jedoch weiter entschlossen verteidigen, sagte der Sprecher. „Ich betone erneut, dass der diplomatische Apparat seine Aufgaben gemeinsam und im Einklang mit den Verteidigern des Vaterlandes in den Streitkräften weiterverfolgt. Die über Vermittler vorgebrachten Vorschläge wurden uns mitgeteilt und sind bei uns eingegangen“, sagte Baghai. Update, 8:31 Uhr: Kuwaits Armee hat neue iranische Drohnenangriffe gemeldet. Die Luftabwehrsysteme würden „feindliche Angriffe“ abfangen, erklärte die Armee im Onlinedienst X. Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor erklärt, sie hätten Einrichtungen des US-Militärs in Kuwait angegriffen. In Bahrains Hauptstadt Manama waren am Morgen Explosionen zu hören, wie AFP-Journalisten berichteten. Das Innenministerium des Golfstaates rief die Menschen auf, Ruhe zu bewahren und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben. Die USA hatten zuvor die neunte Nacht in Folge Angriffe auf den Iran ausgeführt. Eskalation im Iran-Krieg: USA und Teheran tauschen scharfe Drohungen aus Update, 7:45 Uhr: Im Konflikt um die Straße von Hormus haben sich beide Seiten mit jüngsten Äußerungen unnachgiebig gezeigt. Während die USA weitere Schritte gegen den Iran ankündigten, drohten die Revolutionsgarden in Teheran mit anhaltender Destabilisierung der Meerenge. „Diese Passage wird weder für den Transport von petrochemischen Produkten noch für auch nur einen einzigen Tropfen Öl und Gas sicher sein“, erklärten die Revolutionsgarden laut Reuters. Sie stoppten laut Staatsmedien zwei Öltanker im Bereich der Straße von Hormus. Die Schiffe seien laut Tasnim „explodiert“. Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) hatte zuvor erklärt, in der Straße von Hormus brenne ein Schiff. Die Brandursache sei vorerst unklar. Außenminister Marco Rubio betonte zugleich, Washington bleibe offen für eine diplomatische Lösung. Zwei US-Soldaten bei iranischem Angriff getötet Update, 7:14 Uhr: US-Präsident Donald Trump sagte zu den jüngsten US-Angriffen, der Iran sei „wieder sehr hart getroffen“ worden. Die Angriffe seien „zu Ehren“ der „wahrscheinlich drei großartigen Patrioten“ erfolgt. Am Freitag (17. Juli) waren bei iranischen Angriffen auf Ziele in Jordanien zwei US-Soldaten getötet worden. Ein dritter Militärangehöriger wurde zunächst vermisst. Am Sonntag erklärten die US-Streitkräfte, vor Ort seien sterbliche Überreste gefunden worden, die nun identifiziert werden sollten. Rubio verlangt Beitrag anderer Staaten im Hormus-Konflikt Update, 6:22 Uhr: US-Außenminister Marco Rubio hat andere Länder aufgefordert, mehr Druck auf den Iran in der Straße-von-Hormus-Krise auszuüben. Die USA würden zwar „weiterhin tun, was nötig ist, um die weltweite Schifffahrt zu schützen“, sagte Rubio – doch andere Staaten müssten durch „Ausrüstung oder Finanzmittel“ ihren Teil beitragen. Rubio warnte, dass zumindest Teile der iranischen Führung die strategisch wichtige Meerenge als „Druckmittel gegenüber der Welt“ einsetzen wollten. Die Führung in Teheran hält die Wasserstraße wegen des Iran-Kriegs de facto geschlossen – Schiffe wurden dort immer wieder angegriffen. Iran-Krieg aktuell: Revolutionsgarden melden Sprengung von Tankern Update, 20. Juli, 5:05 Uhr: Iranische Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben zwei Öltanker in der Straße von Hormus gesprengt und manövrierunfähig gemacht. Die Garden werfen dem US-Militär vor, die Besatzungen zur Nutzung dieser Route aufgefordert zu haben – solange die amerikanische Aggression in der Region andauere, sei die Meerenge weder für petrochemische Produkte noch für „einen einzigen Tropfen Öl und Gas“ sicher, erklärten sie laut Reuters. Das US-Militär müsse sich auf eine „Strafaktion“ einstellen. Angaben zu den betroffenen Schiffen, ihren Flaggen oder möglichen Opfern machten die Garden nicht. Reuters konnte den Vorfall zunächst nicht unabhängig überprüfen. Iran-Krieg aktuell: Scharfe Kritik an Trump nach Tod von US-Soldaten Update, 21:23 Uhr: Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat mitgeteilt, dass am 18. Juli im Nordirak ein US-Soldat bei einer kontrollierten Detonation von Blindgängern einer abgeschossenen iranischen Einweg-Kampfdrohne getötet worden sei. Der Vorfall ereignet sich nach Angaben aus dem Militär, nachdem bei einem iranischen Angriff auf Jordanien zwei US-Soldaten getötet worden waren und ein weiterer als vermisst galt. „Nach einer gründlichen Suche hat das US-Militär heute Vormittag an dem Fundort nicht identifizierte Überreste entdeckt. Die Untersuchung zur Identifizierung der Überreste ist im Gange.“ Iran-Krieg aktuell: Scharfe Kritik an Trumps Kriegsführung Update, 20:45 Uhr: Demokratische Mitglieder des US-Kongresses haben nach dem Tod zweier weiterer US-Soldaten scharfe Kritik an der Kriegsführung von Präsident Donald Trump im Iran geübt. Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Mark Warner, sagte CBS News, es sei in vielerlei Hinsicht bemerkenswert, dass die USA nicht mehr Todesopfer zu beklagen hätten. „Wir haben buchstäblich Hunderte Schwerverletzte“, betonte Warner und verwies auf 16 bislang im Iran-Krieg gefallene US-Soldaten. Das passiere, „wenn man einen Krieg aus eigener Entscheidung beginnt“. Warner gehört als Vizechef des Geheimdienstausschusses dem kleinen Kreis hochrangiger Kongressmitglieder an, der sogenannten „Gang of Eight“, denen die US-Regierung in bestimmten Situationen Geheimdienst-Briefings erteilt. Er könne eindeutig sagen, dass „keine unmittelbare Bedrohung durch den Iran bestand“, sagte Warner und warf Trump vor, den Krieg ohne Plan begonnen zu haben. Bereits am Samstag, als das US-Militär erstmals seit März wieder den Tod von zwei Soldaten infolge iranischen Beschusses gemeldet hatte, reagierten mehrere Demokraten mit Kritik an Trump. „Das ist der Preis für Präsident Trumps unnötigen Krieg“, schrieb die Abgeordnete Nikki Budzinski auf X. Ihr Parteikollege Herbert Conaway forderte Trump auf, den Krieg zu beenden. „Genug ist genug“, schrieb er auf X. Update, 19:50 Uhr: Das iranische Militär erklärt, Marine-Luftabwehrsysteme hätten im Süden des Landes eine US-Drohne vom Typ LUCAS abgefangen und abgeschossen. Die iranische Nachrichtenagentur IRNA veröffentlichte dazu ein Foto, das eine beschädigte Drohne zeigen soll. US-Streitkräfte nutzen die LUCAS („Low-cost Uncrewed Combat Attack System“)-Drohnen nach Angaben aus den USA seit Anfang dieses Jahres im Iran. Nach iranischen Angriffen in Richtung Jordanien teilte die israelische Armee mit, es seien „mehrere Abfangraketen gestartet“ worden, um „die Möglichkeit von Schrapnell-Niedergängen auf israelischem Gebiet auszuschließen“. „Fragmente einer Abfangrakete wurden identifiziert, die in einem offenen Gebiet nahe der Stadt Eilat niedergegangen sind“, hieß es weiter; es habe keine Verletzten und keine Schäden gegeben. Zuvor waren im Süden Israels Alarme ausgelöst worden – als Reaktion auf iranische Angriffe in Richtung Akaba im benachbarten Jordanien. USA verlegen Kampfjets wegen jünster Kämpfe Update, 17:41 Uhr: Die USA verlegen Medienberichten zufolge inmitten des eskalierenden Iran-Kriegs weitere Kampfflugzeuge in den Nahen Osten. Das Wall Street Journal berichtet, betroffen seien unter anderem Kampfjets vom Typ F-16 vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel; zudem würden F-35-Jets vom von den USA genutzten Stützpunkt RAF Lakenheath in Großbritannien verlegt. Auch Tankflugzeuge befänden sich demnach auf dem Weg in die Region. Auch die New York Times berichtet unter Berufung auf US-Beamte über die Verlegungen; die Entscheidung sei demnach bereits getroffen worden, bevor am Freitag laut US-Militär erstmals seit Monaten wieder zwei US-Soldaten durch iranischen Beschuss getötet wurden. Der Iran-Krieg eskaliert seit Anfang des Monats im Streit um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Straße von Hormus erneut. Die USA greifen seit Tagen wieder Ziele im Iran an, Teheran führt Vergeltungsangriffe in der Region durch. Dass Washington nun den Berichten zufolge weitere Kampfflugzeuge verlegt, kann als Hinweis auf Vorbereitungen für eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe verstanden werden. Update, 16:45 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat die Republikaner dazu aufgerufen, den Iran in ein geplantes Sanktionspaket gegen Russland aufzunehmen. „WICHTIG!!!“, schrieb Trump dazu in einem Beitrag auf der Plattform Truth Social. „Das wollte Lindsey tun“, ergänzte er mit Verweis auf den kürzlich verstorbenen Senator Lindsey Graham, der sich nach Angaben aus dem Senat maßgeblich für das Gesetzesvorhaben zu neuen Russland-Sanktionen eingesetzt hatte. Im US-Senat wird seit mehr als einem Jahr über das Paket verhandelt; vor wenigen Tagen legten Senatoren beider großer Parteien einen überarbeiteten Entwurf vor. Dieser sieht demnach Zölle von bis zu 100 Prozent vor, die sich gegen die größten Abnehmer von russischem Öl und Gas richten sollen, darunter China und Indien. Ausnahmen seien für Länder vorgesehen, die weniger als 15 Prozent des von Russland exportierten Erdgases kaufen und „bedeutende Maßnahmen“ ergreifen, um diese Käufe zu reduzieren. Graham hatte kurz vor seinem Tod bei einem Besuch in Kiew Unterstützung des Weißen Hauses für das Sanktionspaket angekündigt. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine begann vor mehr als vier Jahren auf Befehl von Präsident Wladimir Putin. Iran-Krieg aktuell: Israel meldete iranische Angriffe in Jordanien Update, 16:06 Uhr: Der Iran hat nach Informationen der israelischen Armee Jordaniens Küstenstadt Akaba am Roten Meer angegriffen. Die israelische Armee habe Raketenbeschuss aus dem Iran auf die Stadt beobachtet, die nur wenige Kilometer von der Grenze zu Israel entfernt liegt, teilte die Armee mit. Es sei möglich, dass Auswirkungen des Angriffs auch auf israelischem Gebiet bemerkbar würden. Jordaniens Streitkräfte fingen nach eigenen Angaben drei iranische Raketen ab. Eine vierte sei in abgelegenem Gebiet niedergegangen, berichtete die Nachrichtenagentur Petra. Opfer oder Schäden habe es nicht gegeben. In mehreren Teilen Jordaniens ertönten Warnsirenen. Über dem Gebiet Akaba war zu sehen und zu hören, wie die Flugabwehr Raketen abfing, wie aus Videos in sozialen Medien hervorging. Update, 14:46 Uhr: Teheran wirft den USA einen Bombenangriff auf das Kernkraftwerk Darkhovin vor, und bezichtigt sie des Völkerrechtsbruchs. Die Atomenergiebehörde des Landes sprach laut Al Jazeera von einem „aggressiven und barbarischen Akt“ Washingtons und bezeichnete das im Bau befindliche Kraftwerk als Symbol nationaler Stärke. Die Behörde warf dem „terroristischen und kriminellen US-Regime“ vor, durch den Angriff auf die Nuklearanlage Irans „Würde und wissenschaftliche Selbstständigkeit“ gezielt zu beschädigen. Iran-Krieg aktuell: Tod zweier US-Soldaten in Jordanien Update, 12:53 Uhr: Die US-Botschaft in Jordanien hat amerikanische Staatsbürger eindringlich gewarnt, den Hafen und den Flughafen der Stadt Akaba zu meiden. Anlass ist laut Al Jazeera eine „specific and credible threat“ – eine konkrete und glaubwürdige Bedrohungslage. Der Sicherheitshinweis folgt auf einen iranischen Angriff auf eine Militäranlage in Jordanien, bei dem im Zuge des Iran-Kriegs zwei US-Soldaten getötet, ein weiterer vermisst und mehrere verletzt wurden. Iran-Krieg aktuell: Infrastruktur massiv beschädigt Update, 10:32 Uhr: Im Iran-Krieg haben US-Angriffe die Infrastruktur im Süden des Landes massiv getroffen. Brücken, Bahnstrecken, Tunnel, Flughäfen und Straßen wurden zerstört, wie Al Jazeera berichtet. Krankenhäuser wurden demnach evakuiert, Schulprüfungen verschoben. Die Zerstörung der zivilen Infrastruktur schränke die Bewegungsfreiheit von Menschen, Waren und Versorgungsgütern erheblich ein. Die USA versuchen, den Süden des Landes vom Rest Irans zu isolieren, so Al Jazeera. Iran-Krieg aktuell: Nach Tod zweier Soldaten wieder US-Angriffe Update, 9:49 Uhr: Im Iran-Krieg haben die USA erneut militärische Ziele im Iran bombardiert und dabei nach US-Angaben Einrichtungen zur Bedrohung der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus ins Visier genommen. Es war die achte Nacht mit US-Luftangriffen in Folge, nachdem eine Mitte Juni vereinbarte Waffenruhe gescheitert war. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Mehr gab es einen Angriff nahe der Stadt Sirik an der Straße von Hormus sowie – laut Tasnim – auf ein Ziel bei Schadegan nahe dem Persischen Golf. Opfer oder Infrastrukturschäden seien dabei nicht gemeldet worden, berichtet Reuters. Iran-Krieg aktuell: Trump nimmt „Rache“ an getöteten Soldaten Update, 19. Juli, 7:40 Uhr: Nach dem Tod zweier US-Soldaten durch den Iran und nächtelanger Bombardements der USA im Iran-Krieg schwören beide Seiten Rache. Es droht eine gefährliche Eskalationsspirale. Das US-Militär griff in der achten Nacht in Folge Ziele im Iran an, wie das Regionalkommando Centcom auf X mitteilte. Das zielte unter anderem darauf ab, die iranischen Revolutionsgarden, „schnell zu bestrafen“. Irans oberster Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei drohte zuvor seinerseits mit Racheakten. Chamenei, der sich bisher noch nie öffentlich gezeigt hat, ließ in einer Erklärung mitteilen: „Da der amerikanische Feind nun auf Kriegstreiberei, die Übernahme noch schwererer Kosten und eine noch größere Schande aus ist, soll er wissen, dass das geliebte iranische Volk und die Widerstandsfront unvergessliche Lektionen für ihn bereithalten“, hieß es. Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi sagte laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars, man habe das Mitte Juni mit den USA vereinbarte Rahmenabkommen ausgesetzt und fühle sich nicht mehr daran gebunden. Trump sagte dazu nach Angaben von NewsNation, das sei ihm „völlig egal“. Vereinbart im Abkommen war, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal zur Beendigung des Krieges auszuhandeln. Im Iran-Krieg droht neue Eskalation: USA melden zwei getötete Soldaten Update vom 18. Juli, 19:22 Uhr: Die USA und der Iran setzen ihre gegenseitigen Angriffe unvermindert fort. Bereits in der siebten Nacht in Folge griff das US-Militär Ziele im Iran an, Teheran schlägt mit Vergeltungsangriffen auf US-Einrichtungen in der Region zurück. Nun gibt es erste bestätigte amerikanische Todesopfer: Laut dem US-Zentralkommando sind bei einem iranischen Drohnenangriff auf einen US-Stützpunkt in Jordanien zwei US-Soldaten ums Leben gekommen, ein weiterer wird aktuell vermisst. Die Revolutionsgarden reklamierten nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens Raketenangriffe auf den jordanischen Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak – dabei seien unter anderem Schutzbunker für US-Kampfflugzeuge ins Visier genommen worden. Wie ZDF und Deutschlandfunk berichten, meldeten iranische Staatsmedien zudem, dass bei dem Angriff mindestens zwei US-Kampfflugzeuge und drei weitere Flugzeuge zerstört worden seien. Angriffe im Iran-Krieg gehen weiter Erstmeldung: Wochenlang hatten die USA und der Iran um einen Waffenstillstand verhandelt und US-Präsident Donald Trump stets einen kurz vor Vollendung stehenden „Deal“ behauptet. Am 17. Juni schließlich war ein Rahmenabkommen vereinbart worden, das neben einer Feuerpause die Aufhebung der US-Blockade sowie eine „sichere und unentgeltliche Fahrt von Handelsschiffen“ durch die Straße von Hormus vorsah. Doch all dies ist Makulatur, denn der Konflikt um die Schifffahrtsstraße ist längst wieder außer Kontrolle geraten. Es ist bereits die siebte Nacht, in der das US-Militär den Iran angreift, nach US-Angaben militärische Infrastruktur; iranische Medien berichten hingegen erneut von Angriffen auf zivile Einrichtungen. So meldet der iranische Staatssender Irib Detonationen in der Umgebung von Sirik nahe der Straße von Hormus sowie der Küstenstadt Bandar Abbas. Laut der Nachrichtenagentur Fars gab es in der Provinz Hormusgan auch Angriffe auf Brücken, wobei von mindestens drei toten Zivilisten und acht weiteren Verletzten die Rede ist. Teheran holt im Iran-Krieg zu Gegenschlägen aus und droht seinen Feinden Derweil holte Teheran zu Vergeltungsschlägen aus, wobei die Golfstaaten Kuwait und Bahrain unter Beschuss gerieten. Es gab zudem Berichte über Explosionen in Saudi-Arabien sowie in Jordanien. Zudem vermeldete der iranische Sender Press TV unter Berufung auf die Revolutionsgarden den Abschuss einer US-Drohne im Bereich der Stadt Buschehr. Außerdem stünden zwei Öltanker im Süden der Hormus-Straße in Brand. Das US-Militärkommando Centcom weist dies zurück. Iran droht nun mit weiterer Vergeltung, wie etwa Außenamtssprecher Ismail Baghai. Der schrieb auf X, das iranische Volk sei jetzt noch entschlossener, seine Feinde die „verbrecherische Aggression bitter bereuen zu lassen“. Mohsen Rezaei, Berater des obersten Führers des Irans, warnte, sein Land werde in eine „Phase umfassender Offensiv- und Zerstörungsoperationen“ eintreten, sollten die US-Angriffe noch zwei oder drei Tage andauern. Der Iran werde sich dann nicht mehr länger auf Vergeltungsmaßnahmen beschränken, zitierte der arabische Sender Al Jazeera aus einem Interview mit Irib. Das Wall Street Journal berichtete, das US-Militär greife inzwischen eine größere Bandbreite an Zielen in der Islamischen Republik an und verlege Kampfflugzeuge aus Europa in den Nahen Osten. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals Axios informierte die US-Regierung Israel darüber, im Vorfeld einer möglichen Ausweitung der Militäreinsätze gegen den Iran Dutzende weiterer Tankflugzeuge in das Land zu entsenden. Das Portal berief sich auf drei US-amerikanische und israelische Regierungsbeamte. Experte sieht rapide Verschärfung der Eskalation im Iran-Krieg Wie es heißt, wollten die USA durch Angriffe auf Ziele im Landesinneren den Druck erhöhen und ein Ende der iranischen Angriffe auf die Schifffahrt erzwingen, schreibt das Wall Street Journal. Der Iran reagiere darauf mit umfassenderen Gegenangriffen. „Diese Eskalation verschärft sich rapide und gerät außer Kontrolle“, sagte Saeid Golkar, Experte für iranische Sicherheitsfragen an der University of Tennessee, der Zeitung. Es bestehe die Gefahr, „dass wir in einen totalen Krieg zurückfallen, auch wenn keine der beiden Seiten dies will“. Zudem wächst die Sorge, dass andere Parteien in den Krieg eintreten könnten. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen warnte Saudi-Arabien: Man sei bereit, das Prinzip „Belagerung gegen Belagerung, Flughafen gegen Flughafen und Hafen gegen Hafen“ anzuwenden, zitierte die jemenitische Nachrichtenagentur Saba den Verteidigungsminister der Miliz, Mohammed al-Atafi. Er bezog sich offenbar auf einen Luftangriff zu Wochenbeginn auf den Flughafen der Hauptstadt Sanaa, für den die Miliz das Königreich verantwortlich macht. Trump hält Rede zur Lage der Nation – doch Iran-Krieg spielte keine Rolle Inmitten dieser eskalierenden Lage hielt Trump am Donnerstagabend eine Rede zur Lage der Nation, doch der Krieg im Iran blieb weitestgehend unerwähnt. Stattdessen versuchte er es mit einem Ablenkungsmanöver und sprach von vergangenen und zukünftigen Wahlmanipulationen. Doch den US-Amerikanern werden die jüngsten Eskalationen nicht entgehen, die sich abermals auf noch höhere Spritpreise und Lebenshaltungskosten auswirken dürften. (Quellen: dpa, AFP, eigene Recherche) (ktho)

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