Tankrabatt: ADAC meldet mittags höhere Preise an der Zapfsäule trotz Tankrabatts
Trotz der Einführung des neuen Tankrabatts haben die Mineralölkonzerne nach Angaben des ADAC wie üblich zur Mittagszeit die Preise angehoben. Die Unternehmen hätten um 12 Uhr die »Möglichkeit zur Preisanpassung zwar wie gewohnt für deutliche Aufschläge« genutzt, teilte der Autoklub mit. Doch seien die Preise im Vergleich zum Zeitraum des vorangegangenen Tages niedriger ausgefallen.
Im Schnitt hätten Verbraucher um 12.15 Uhr je nach Kraftstoffart zwischen 14 und 15 Cent pro Liter weniger gezahlt als am Mittwoch, hieß es in der ADAC-Mitteilung. Im bundesweiten Durchschnitt seien die Preise für Benzin der Sorte Super E10 zwischen 11.45 und 12.15 Uhr von 2,052 auf 2,253 Euro gestiegen. Bei Diesel habe sich der Liter von 2,197 auf 2,393 Euro verteuert.
Sorte Super E10 am Morgen oft unter zwei Euro
Vielerorts war die Sorte E10 noch am Morgen und am Vormittag für weniger als zwei Euro angeboten worden, wie aus der Spritpreis-App des ADAC hervorging. Hier gab es aber regionale Unterschiede: In München, Stuttgart oder Leipzig gab es sehr viele solcher Angebote, in Berlin waren es zahlreiche, in Hamburg und Köln nur wenige.
»Trotz eines leicht sinkenden Ölpreises sieht der ADAC in dieser Entwicklung die Senkung der Energiesteuer zumindest weitgehend abgebildet – diese wird aktuell zu einem großen Teil an Verbraucher weitergegeben«, meldete der ADAC weiter. Der Autoclub forderte die Mineralölkonzerne dazu auf, zeitnah die volle Energiesteuersenkung von rund 17 Cent weiterzureichen.
Mancherorts lange Schlangen vor Tankstellen
Der zweite Tankrabatt in diesem Jahr gilt seit Mitternacht. Die Absenkung der Energiesteuern gilt bis zum 31. Dezember und soll für eine Entlastung von 16,7 Cent pro Liter Benzin oder Diesel sorgen. Der Tankrabatt wird den Staat rund 2,5 Milliarden Euro kosten, die von Bund und Ländern je zur Hälfte getragen werden. Es gibt keine direkte Verpflichtung der Tankstellen, die Preise zu senken.