Tatverdächtiger mit psychischer Erkrankung
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Großbrand am Kehlsteinhaus: Tatverdächtiger mit regionalem Bezug – Politischer Hintergrund möglich
Von: Thomas Bösl, Felix Graf, Heidi Geyer, Corinna Irl
Berchtesgaden – Der verheerende Brand am geschichtsträchtigen Kehlsteinhaus hält die Einsatzkräfte auch am Samstag (24. Oktober) in Atem. Ein Tatverdächtiger wurde inzwischen gefasst.
Feuerwehr weiterhin am Kehlsteinhaus im Einsatz
Update, 19.32 Uhr:
Auch am Samstagabend sind Einsatzkräfte der Feuerwehr am Kehlsteinhaus vor Ort. Nach dem verheerenden Brand am Freitagabend waren die Floriansjünger die Nacht hindurch im Einsatz. Die Ermittlungen haben die Brandfahnder der Kripo Traunstein unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein übernommen.
Zusammenfassende Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd
Update, 16.45 Uhr:
Am Freitagabend (23. Oktober) erging gegen 21.15 Uhr ein Brandalarm aus dem Kehlsteinhaus am Obersalzberg in Berchtesgaden an die Integrierte Leitstelle (ILS) in Traunstein. Die umgehend alarmierten Freiwilligen Feuerwehren stellten bereits auf Anfahrt fest, dass das Gebäude in Vollbrand stand.
Die Anfahrt zum exponiert gelegenen Brandort, wie auch die folgenden Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Rund 200 Rettungs- und Einsatzkräfte von Feuerwehren aus sechs Gemeinden, der Kreisbrandinspektion, dem Bayerischen Roten Kreuz, der Bergwacht und der Polizei waren die ganze Nacht über im Einsatz. Die Nachlöscharbeiten dauern derzeit immer noch an. Bisherigen Erkenntnissen zufolge kamen bei dem Brand keine Menschen zu Schaden.
Unter Einsatzleitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd erfolgten die ersten Maßnahmen durch die örtlich zuständige Polizeiinspektion Berchtesgaden. Noch am Abend übernahmen die Brandfahnder der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein, unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, die Ermittlungen zur Brandursache. Ein gefahrloses Betreten des Brandobjekts ist den Ermittlern bislang aus Gründen der Eigensicherung nicht möglich. Die Untersuchungen werden in den kommenden Tagen unter Hinzuziehung eines Sachverständigen des Bayerischen Landekriminalamts fortgeführt.
Kurz nach Brandausbruch wurde von Einsatzkräften der Feuerwehr eine verdächtige Person im Umfeld des Brandortes festgestellt und gegen 21.45 Uhr vorläufig festgenommen. Die Verdachtsmomente wegen eines vorsätzlichen Brandstiftungsdelikts gegen den 33 Jahre alten Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit, der seinen Wohnsitz in Berlin hat, erhärteten sich im Laufe des heutigen Tages, sodass gegen ihn ein dringender Tatverdacht bestand. Da in einem beauftragten Kurzgutachten eines psychiatrischen Sachverständigen eine psychische Erkrankung des Beschuldigten diagnostiziert wurde, stellte die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Der Ermittlungsrichter folgte dem Antrag und erließ einen Unterbringungshaftbefehl wegen eines Brandstiftungsdelikts. Der 33-Jährige wurde von den Ermittlern der Kriminalpolizei danach unmittelbar in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht.
Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei zu den Hintergründen und dem Motiv der Tat dauern an. Der Bereich um die Einsatzörtlichkeit ist weiterhin gesperrt. Derzeit besteht eine Flugverbotszone für Drohnen. Wanderer und Bergsteiger werden gebeten, die Region großräumig zu meiden. (Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd)
Schaden in Millionenhöhe – Wiederaufbau wird lange dauern
Update, 15.10 Uhr:
Der Großbrand am Kehlsteinhaus am Obersalzberg hat nach ersten Einschätzungen einen Schaden in Millionenhöhe verursacht. „Der Schaden geht sicher in die Millionen“, sagte Bartl Wimmer, Vorsitzender des Zweckverbands Bergerlebnis Berchtesgaden. Brandsachverständige sollen nun das genaue Ausmaß der Schäden ermitteln, wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erklärte.
Das Gebäude sei gut versichert, hatte Herrmann bereits zuvor betont. Mögliche Ansprüche gegenüber der Versicherung würden bereits geprüft. Der Wiederaufbau werde einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Innenminister kündigte jedoch an, nach einer vernünftigen Lösung suchen zu wollen.
Der Freistaat Bayern ist Eigentümer des Kehlsteinhauses. Wegen der historisch schwierigen Bedeutung des Ortes sollen auch Historiker in den weiteren Prozess einbezogen werden. Das Gebäude war am späten Freitagabend bei einem Brand fast vollständig zerstört worden. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus.
Tatverdächtiger wohl psychisch krank – Politisches Motiv möglich
Update, 15.05 Uhr:
Der mutmaßliche Verursacher des Großbrandes am Kehlsteinhaus ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Traunstein psychisch krank. Ein psychiatrisches Kurzgutachten über den 33-jährigen Deutschen habe entsprechende Hinweise ergeben, sagte Staatsanwalt Rainer Vietze bei einer Pressekonferenz in Berchtesgaden.
Der Mann, der gebürtig aus dem Berchtesgadener Land kommt, wurde am Samstag (24. Oktober) einem Untersuchungsrichter in Rosenheim vorgeführt. Ziel sei es, eine Unterbringung in einer forensischen Einrichtung für psychisch kranke Straftäter zu erwirken. Es müsse von zumindest verminderter Schuldfähigkeit ausgegangen werden, erklärte Vietze. Ob ein politisches Motiv hinter der mutmaßlichen Tat steckt, werde ebenfalls geprüft. Die Ermittlungen dazu stünden allerdings noch ganz am Anfang.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dankte der Polizei für ihr Eingreifen am Obersalzberg. Der mutmaßliche Brandstifter war den Einsatzkräften auf einem Motorrad auf der engen und steilen Kehlsteinstraße entgegengekommen. Es sei nicht einfach gewesen, den Mann zu stellen.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) soll der 33-Jährige zudem versucht haben, mit seinem Motorrad zu flüchten. Das historisch bedeutende Kehlsteinhaus war am späten Freitagabend (23. Oktober) in Brand geraten und fast vollständig niedergebrannt. Die Ermittler gehen dem Verdacht der Brandstiftung nach.
Die Pressekonferenz zum Brand im Kehlsteinhaus im Liveticker
Update, 13.45 Uhr:
Herrmann geht von Wiederaufbau aus - Verdächtiger verletzt
Update, 12.24 Uhr:
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) geht nach dem Großbrand am Kehlsteinhaus von einem Wiederaufbau des historisch bedeutenden Gebäudes aus. „Wir werden da kaum eine Ruine stehen lassen können“, sagte er am Rande des CSU-Parteitags in München der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Das Kehlsteinhaus gehört dem Freistaat Bayern und fällt in die Zuständigkeit von Herrmanns Ministerium. Die Berchtesgadener Landesstiftung hat das Nießbrauchsrecht übertragen bekommen. Der nach dem Brand festgenommene Tatverdächtige stammt laut Herrmann aus der Region. Er sei verletzt worden und befinde sich derzeit im Krankenhaus.
Mutmaßlicher Verursacher wohl gefasst
Update, 12.04 Uhr:
Nach dem Großbrand am Kehlsteinhaus gehen die Ermittlungsbehörden davon aus, den mutmaßlichen Verursacher gefasst zu haben. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Ermittlerkreisen erfuhr, gibt es deutliche Hinweise darauf, dass ein Motorradfahrer das Feuer gelegt haben könnte. Der Mann war nach Ausbruch des Brandes im Umfeld des historischen Gebäudes festgenommen worden.
Bayerns Innenminister Herrmann kommt nach Berchtesgaden
Update, 11.42 Uhr:
Bezüglich des Brandes am Kehlsteinhaus wurde nun durch das Polizeipräsidium Oberbayern Süd eine Pressekonferenz anberaumt. Dabei wird neben Vertretern des Landratsamtes, der Feuerwehr, sowie Staatsanwaltschaft und Polizei auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann anwesend sein. Die Pressekonferenz findet um 14 Uhr im AlpenCongress in Berchtesgaden statt.
Flugverbotszone für Drohnen eingerichtet
Update, 11.15 Uhr:
Neue Informationen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zum Brand am Kehlsteinhaus. So dauern die Löscharbeiten weiterhin an. Die Kriminalpolizei Traunstein ermittelt unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen des Verdachts der Brandstiftung. Zudem wurde im Bereich des Brandes eine Flugverbotszone für Drohnen eingerichtet. Wanderer und Bergsteiger werden gebeten, die Region um das Kehlsteinhaus großräumig zu meiden.
Ausmaß des Brandes bei Tageslicht sichtbar
Update, 10.28 Uhr:
Das volle Ausmaß der Brandkatastrophe über Berchtesgaden wird bei Tageslicht sichtbar. Das zur Zeit des Nationalsozialismus errichtete Kehlsteinhaus – im englischsprachigen Raum als „Eagles Nest“ (Adlerhorst) weltbekannt – ist nach dpa-Informationen durch die Flammen weitgehend zerstört worden. Zugleich zeichnet sich bei der Ursachenforschung eine brisante Wende ab: Die Polizei hält eine Brandstiftung als Auslöser für das Flammeninferno mittlerweile ausdrücklich für möglich.
Im Fokus der Traunsteiner Kriminalpolizei steht weiterhin eine Person, die noch während des Einsatzes am Freitagabend vorläufig festgenommen worden war. Nach Informationen von BGLand24.de soll er einem Haftrichter vorgeführt werden. Ob und in welchem Ausmaß dieser Verdächtige mit dem Ausbruch des Feuers in Verbindung steht, ist Gegenstand kriminalpolizeilicher Überprüfungen. Ein glücklicher Umstand verhinderte unterdessen Schlimmeres für Besucher und Personal: Das beliebte Ausflugslokal hatte am Freitag planmäßig nicht geöffnet. Auch deshalb kamen nach bisherigen behördlichen Erkenntnissen keine Menschen zu Schaden.
Löscharbeiten dauern am Vormittag an
Die Brandbekämpfung auf dem 1.838 Meter hohen Berggipfel zog sich bis in den Samstagvormittag hinein. Da die Einsatzkräfte das Trümmerfeld wegen der giftigen Gase und anhaltenden Glutnester auch am Morgen ausschließlich mit schwerem Atemschutz betreten konnten, gestaltete sich die finale Absuche des Gebäudes mühsam und zeitintensiv. Um Gefahren für Unbeteiligte auszuschließen und den Rettungskräften freie Bahn zu schaffen, sperrten die Behörden das Areal rund um das Bergplateau weiträumig ab.
Das 1.838 Meter hoch gelegene Haus am Obersalzberg ist schwer zu erreichen - normalerweise wird das Haus mit Bahnbussen der sogenanten Kehlsteinline erschlossen. Laut Deutscher Bahn dauert die Auffahrt 20 Minuten und verläuft durch fünf Tunnels. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt.
Große Bestürzung in der Region
Update, 10.15 Uhr:
Der Brand am Kehlsteinhaus sorgt in der Region für Bestürzung. „Ich kann es gar nicht fassen“, sagt Landrat Michael Koller. Am Abend erreichte ihn die Nachricht vom Feuer. Koller, der in Berchtesgaden wohnt, fuhr direkt auf den Obersalzberg. Die Abfahrtsstelle liegt auf rund 1.000 Metern, 800 Meter unterhalb des Kehlsteinhauses. „Für unsere Region ist es unbestritten eines der wichtigsten Aushängeschilder“, sagt er. „Und es ist das bekannteste.“
Mehr zum Thema lest ihr in unserem Plus-Artikel: Feuer-Inferno am Kehlsteinhaus: Tourismuschef kämpft mit Tränen – „Es ist unfassbar“
Verdächtiger soll heute Haftrichter vorgeführt werden
Update, 9.24 Uhr:
Wie BGLand24.de aus Polizeikreisen erfuhr, soll der Tatverdächtige heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Zudem soll ein Brandmittelspürhund auf der Suche nach der Ursache des Brandes eingesetzt werden.
Flammen am Kehlsteinhaus lodern weiter
Update, 8.10 Uhr:
Die Brandbekämpfung am Kehlsteinhaus zieht sich bis in den Samstag hinein. Wie ein Polizeibeamter am Morgen gegenüber der Nachrichtenagentur dpa bestätigte, stand die bekannte Berggaststätte gegen 7 Uhr noch immer in Teilen in Flammen. Die Löscharbeiten der Feuerwehren gestalten sich in der exponierten Höhenlage weiterhin als kräftezehrend. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd teilte mit, dass die ersten Einheiten der Rettungskräfte am Freitagabend um 21.52 Uhr am Einsatzort eingetroffen waren und bereits zu diesem Zeitpunkt einen ausgedehnten Großbrand vorgefunden hatten. Rund 200 Einsatzkräfte seien derzeit im Einsatz.
Der Zustand des Gebäudes und die starke Rauchentwicklung zwingen die Einsatzkräfte unverändert dazu, ausschließlich mit schwerem Atemschutz vorzugehen. Die Hoffnung auf Entwarnung bei den Personenschäden hat sich unterdessen gefestigt: Die Polizei geht nach aktuellem Stand fest davon aus, dass niemand verletzt wurde, da sich zum Zeitpunkt des Feuers keine Menschen mehr in den Räumlichkeiten aufhielten.
Tatverdächtiger in Gewahrsam – Kripo prüft Zusammenhang
Die Kriminalpolizeiinspektion Traunstein führt die Ermittlungen zur Ursache des verheerenden Feuers mit Hochdruck fort. Im Fokus steht dabei eine verdächtige Person, die am späten Vorabend im Nahbereich des Brandorts vorläufig festgenommen worden war. Ob die Person tatsächlich für den Ausbruch des Feuers verantwortlich ist oder ob andere Ursachen infrage kommen, ist Gegenstand laufender Vernehmungen und kriminaltechnischer Untersuchungen, wie die Polizei am frühen Samstagmorgen betonte.
Für das Ausflugsziel bedeutet das Brandunglück einen abrupten Saisonabbruch. Nach Informationen auf der offiziellen Internetseite des Zweckverbandes Bergerlebnis Berchtesgaden hätte das Kehlsteinhaus in der laufenden Saison eigentlich noch bis einschließlich Sonntag, den 8. November, für den regulären Publikumsverkehr geöffnet bleiben sollen.
Historisches Denkmal: Vom NS-Repräsentationsbau zur Berggaststätte
Das auf 1.834 Metern Höhe thronende Kehlsteinhaus blickt auf eine vielschichtige und belastete Geschichte zurück. Das Bauwerk wurde in den Jahren 1937 und 1938 während der Zeit des Nationalsozialismus errichtet und lag damals im hermetisch abgeriegelten, für die Öffentlichkeit streng gesperrten Führungs- und Wohnareal am Obersalzberg. Seit 1952 wird das Gebäude als alpine Berggaststätte geführt, ergänzt durch eine historische Dauerausstellung, die sich kritisch mit den Ursprüngen und der Funktion des Bauwerks auseinandersetzt.
Wie der Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden dokumentiert, sollte das Bauwerk damals als sogenanntes „Teehaus“ in erster Linie als politischer Repräsentationsort abseits des öffentlichen Blicks dienen. Zwar empfing Adolf Hitler dort vereinzelt internationale Diplomaten und Staatsgäste, die eigentliche politische Bedeutung des Kehlsteinhauses blieb jedoch gering. Vielmehr diente das hoch über dem Tal gelegene Gebäude der am Obersalzberg versammelten NS-Spitze vor allem als Rückzugsort zur Erholung sowie für interne private Festlichkeiten.
Pressemeldung der Polizei
Update, 6.01 Uhr:
Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd:
Am Freitagabend (23. Oktober) gegen 21.15 Uhr erging ein Brandalarm des Kehlsteinhauses am Obersalzberg in Berchtesgaden an die Integrierte Leitstelle Traunstein. Die umgehend alarmierten Feuerwehren konnten auf Anfahrt bereits deutlich sichtbare Flammen im Kehlsteinhaus wahrnehmen – vor Ort wurde der Vollbrand des Gebäudes festgestellt.
Die Anfahrt zum Kehlsteinhaus mit den Löschzügen gestaltete sich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten schwierig. Das nähere Umfeld des Kehlsteinhauses sowie das Gebäude selbst kann nur mit schwerer Atemschutzausstattung betreten werden. Die aufwendigen Löscharbeiten der Feuerwehr dauern weiter an. Bislang konnten keine Personen im Kehlsteinhaus festgestellt werden – durch den Brand wurde zum derzeitigen Zeitpunkt niemand verletzt.
Die ersten Maßnahmen vor Ort erfolgten durch die örtlich zuständige Polizeiinspektion Berchtesgaden. Noch am späten Abend hat die Kriminalpolizei Traunstein die Ermittlungen zur Brandursache, unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, übernommen. Kurz nach Brandausbruch geriet eine verdächtige Person in den Fokus der Ermittler. Diese wurde vorläufig festgenommen. Ob die Person in Zusammenhang mit dem Brand steht, ist derzeit Gegenstand der kriminalpolizeilichen Untersuchungen. Die Ermittlungen dauern weiter an.
Aktuell befinden sich ca. 200 Rettungs- und Einsatzkräfte von Feuerwehren aus sechs Gemeinden, Kreisbrandinspektion, BRK, Bergwacht sowie Polizei im Einsatz. (Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd)
Polizei nimmt Tatverdächtigen fest
Update, 0.31 Uhr
Die Löscharbeiten am Kehlsteinhaus laufen auch nach Mitternacht auf Hochtouren. Das erklärt Lisa Maier, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, unserer Reporterin gegenüber vor Ort. Nach der Alarmierung waren zahlreiche Einsatzkräfte ausgerückt, mittlerweile sind es rund 150 Kräfte.
Die Kriminalpolizei Traunstein hat die Ermittlungen übernommen. Dies sei bei solchen großen Bränden üblich. Im Laufe der Ermittlungen habe eine tatverdächtige Person festgenommen werden können. Maier: „Ob diese Person in Zusammenhang mit dem Brand steht, ist derzeit Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.“
Die Löscharbeiten laufen weiter auf Hochtouren. Derzeit gehe man nicht davon aus, dass sich Personen im Gebäude befunden hätten. Einsatzkräfte begeben sich unter schwerer Schutzausstattung in das Kehlsteinhaus, um nach möglichen Personen zu suchen. Laut der Pressesprecherin steht das Gebäude vollständig in Flammen. Der Schaden dürfte ersten Schätzungen zufolge beträchtlich sein.
Auch der Landrat des Berchtesgadener Landes, Michael Koller, war vor Ort am Parkplatz am Obersalzberg. Das berichtet unsere Reporterin von der Einsatzstelle.
Kreisbrandmeister Walch nennt erste Details
Update, 0.01 Uhr
Kreisbrandmeister Sebastian Walch gab im Gespräch mit unserer Reporterin vor Ort weitere Details zu dem Einsatz bekannt. Demnach ging die Alarmierung gegen 21.16 Uhr ein. Es rückten die Feuerwehren aus Berchtesgaden, Marktschellenberg, Königssee und Schönau aus. Später wurden die Feuerwehren Ramsau und Bischofswiesen nachalarmiert.
Die Flammen am Kehlsteinhaus lodern laut Walch noch immer. Derzeit (Stand 23.50 Uhr) wird eine zweite Wasserversorgung hergestellt.
Unsere Reporterin vor Ort berichtet von einer Vielzahl an Einsatzkräften, unter anderem auch mehreren Streifenwagen am Ort des Geschehens. Etwas mehr als 100 Feuerwehrleute sind im Einsatz, wie Kreisbrandmeister Walch erklärte.
+++ Freitag, 23. Oktober +++
Einsatz am Kehlsteinhaus dauert an
Update, 23.46 Uhr
Weiterhin sind die Rettungskräfte am Kehlsteinhaus im Einsatz. Es sind zahlreiche Kräfte aus umliegenden Orten an den Bekämpfungen des Brandes beteiligt.
Rettungskräfte bekämpfen Flammen
Update, 23.18 Uhr
Der Einsatz am Kehlsteinhaus in Berchtesgaden dauert weiterhin an. Das erklärte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gegenüber BGLand24.de. Bisher gebe es keine neuen Erkenntnisse, heißt es.
Derweil wird von vor Ort berichtet, dass das Kehlsteinhaus hinter massiven Nebelschwaden verschwindet. Vom Tal aus sei es demnach kaum sichtbar. Auch auf der Webcam ist das Haus kaum noch zu erkennen. Zudem regnet es in Strömen.
Noch immer ist die Ursache für den Brand an dem beliebten Ausflugsziel im Berchtesgadener Land unklar.
Flammen weithin sichtbar
Update, 22.38 Uhr
In Berchtesgaden wüten am Freitagabend (23. Oktober) Flammen an einem beliebten Ausflugsziel. Das Kehlsteinhaus, das hoch über Berchtesgaden thront, steht in Flammen. Am Abend war hier ein Feuer ausgebrochen. Die Polizei spricht von einem Großbrand.
Auf der Webcam des Kehlsteinhauses ist das Feuer deutlich sichtbar. Das Gebäude steht offenbar in Vollbrand. Einsatzkräfte haben eine schwierige Anfahrt zum Kehlsteinhaus. Die Löschmaßnahmen laufen.
Infos zum Kehlsteinhaus
Geschichte & Origin: Es wurde 1937–1938 von den Nationalsozialisten als Repräsentationsgebäude erbaut.
Lage & Anreise: Das Kehlsteinhaus thront auf 1.834 m Höhe im Berchtesgadener Land. Besucher gelangen mit Spezialbussen über die steile Kehlsteinstraße und schließlich über einen 124 m langen Tunnel sowie einen luxuriösen Messing-Aufzug im Berginneren nach oben.
Aussicht & Natur: Auf dem Gipfel bietet sich ein spektakulärer 360-Grad-Panoramablick auf den Königssee, den Watzmann und bis nach Salzburg.
Heutige Nutzung: Es wird als Berggaststätte betrieben und durch Dokumentationstafeln als historischer Erinnerungsort genutzt.
Brand am Kehlsteinhaus
Erstmeldung, 22.10 Uhr
Am Kehlsteinhaus ist am Freitagabend (23. Oktober) ein Feuer ausgebrochen. Das berichtet die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in einer Meldung. Über die Integrierte Leitstelle wurde der Polizei Berchtesgaden ein Feueralarm mitgeteilt. Mit den Löschzügen ist die Anfahrt zum Kehlsteinhaus schwierig. Gegen 21.52 Uhr konnte durch die Rettungskräfte ein Großbrand festgestellt werden.