Tatverdächtiger nach Scheunenbrand in U-Haft
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Feuer auf Bauernhof in Kirchanschöring: Mann (24) nach Großbrand festgenommen
Von: Martina Hunger
Lampoding/Kirchanschöring – Nach einem nächtlichen Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Lampodinger Straße in Kirchanschöring sitzt ein 24-jähriger Tatverdächtiger wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung in Untersuchungshaft.
Update, 16.13 Uhr – Kreisfeuerwehrverband Traunstein mit weiteren Details
Am frühen Freitagmorgen (18. September) war gegen 1.30 Uhr bei der Integrierten Leitstelle Traunstein der Notruf eingegangen. Zunächst wurde der Brand eines Wohngebäudes mit Menschenleben in Gefahr gemeldet, wie der Kreisfeuerwehrverband Traunstein mitteilt. Aufgrund mehrerer Notrufe erhöhte die Leitstelle das Einsatzstichwort rasch auf „B 4 – Brand Landwirtschaft“. Als der Kommandant der Feuerwehr Kirchanschöring, Martin Perschl, an der Einsatzstelle eintraf, stand die landwirtschaftlich genutzte Scheune bereits in Vollbrand.
Rund 130 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren kämpften in der Folge über Stunden gegen die Flammen. Um das direkt angrenzende Wohnhaus zu schützen, bauten die Kräfte mit Unterstützung der Drehleiter der Feuerwehr Waging am See eine sogenannte Riegelstellung auf und setzten mehrere C- und ein B-Rohr ein. So konnte ein Übergreifen des Feuers auf das Wohngebäude verhindert werden. Zur besseren Koordination wurde die Einsatzstelle in vier Abschnitte eingeteilt – zwei für die Brandbekämpfung, einen für die Atemschutz-Sammelstelle und einen eigenen Abschnitt für die Wasserversorgung.
Insgesamt gingen 15 Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung vor. Das Löschwasser wurde laut Angaben der Feuerwehr über eine Zisterne, einen Löschweiher und zwei Hydranten bereitgestellt; dafür mussten vier Förderleitungen aufgebaut werden. Zusätzlich kam die Drohne der Feuerwehr Fridolfing zum Einsatz, deren Luftbilder die Einsatzleitung bei der Lagebeurteilung und Koordination unterstützten.
In der brennenden Scheune befanden sich mehrere Pkw und landwirtschaftliche Maschinen, die durch das Feuer zerstört wurden. Zudem waren dort Pferde untergebracht: Ein Tier konnte gerettet werden, ein weiteres lief zunächst aus dem Gefahrenbereich davon und konnte später wieder eingefangen werden. Für ein Pferd kam jedoch jede Hilfe zu spät, es verendete infolge des Brandes.
Hoher Sachschaden und ein verendetes Tier
Vier Personen wurden bei dem Feuer verletzt. Eine 26-jährige Frau erlitt mittelschwere Verletzungen, ein 29-jähriger Mann wurde leicht verletzt; beide kamen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus. Zwei weitere Betroffene konnten laut Rettungsdienst vor Ort ambulant versorgt werden. Während des Einsatzes wurde die Kreisstraße TS 25 im Bereich der Einsatzstelle gesperrt.
Langwierige Nachlöscharbeiten
Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Freitagvormittag und -mittag hinein. In den Vormittagsstunden wurde die Drehleiter aus Waging am See erneut angefordert, um verbliebene Glutnester per Wärmebildkamera aufzuspüren und zu bekämpfen. In den Mittagsstunden mussten Kräfte der Feuerwehr Kirchanschöring nochmals ausrücken, um weitere Nachlöscharbeiten durchzuführen und den Dachstuhl des Brandobjekts schrittweise abzutragen. Diese Maßnahmen dauerten laut Kreisfeuerwehrverband noch an.
Einsatzleiter Martin Perschl zog gegenüber der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes ein positives Fazit: „Aufgrund des zügigen Eingreifens der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte konnte ein größerer Schaden vom Wohnhaus abgewandt werden. Die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte funktionierte einwandfrei.“
Im Einsatz standen nach Verbandsangaben die Feuerwehren Kirchanschöring, Lampoding, Petting, Fridolfing, Waging am See und Traunstein mit rund 130 Kräften. Unterstützt wurden sie von Kreisbrandrat Christof Grundner, Kreisbrandmeister Hans Heinrich und dem Fach-Kreisbrandmeister Atemschutz, Stefan Thurner. Außerdem waren Polizei, drei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, der Einsatzleiter Rettungsdienst, zwei Fahrzeuge der Schnelleinsatzgruppe Transport aus Teisendorf und Tittmoning sowie ein Fachberater des THW vor Ort.
Tatverdächtiger in U-Haf
Die Brandursache und die genaue Schadenshöhe sind Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei Traunstein. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wird der Sachschaden derzeit auf einen hohen sechsstelligen Eurobetrag geschätzt. Im Zuge der ersten Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf ein vorsätzliches Brandstiftungsdelikt. Ein 24-jähriger Mann aus dem Landkreis Traunstein wurde daraufhin vorläufig festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein erließ ein Richter Haftbefehl wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung; der Mann wurde in Untersuchungshaft genommen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Update, 14.32 Uhr – Tatverdächtiger nach Brand festgenommen
Beim Feuer am frühen Freitagmorgen (18. September) wurden nach aktuellem Ermittlungsstand zwei Menschen verletzt, ein Pferd verendete, und es entstand ein hoher Sachschaden, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte.
Gegen 1.30 Uhr war demnach bei der Integrierten Leitstelle Traunstein die Meldung über den Brand in Kirchanschöring, Landkreis Traunstein, eingegangen. Als die alarmierten Feuerwehren eintrafen, stand eine Scheune bereits in Vollbrand. Durch das schnelle und professionelle Eingreifen der Einsatzkräfte konnte eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindert und der Brand schließlich gelöscht werden.
Laut Angaben der Polizei wurden eine 26-jährige Frau mittelschwer und ein 29-jähriger Mann leicht verletzt. Beide kamen in ein nahegelegenes Krankenhaus. In der betroffenen Scheune befanden sich zwei Pferde: Eines der Tiere konnte rechtzeitig gerettet werden, das zweite verendete infolge des Feuers. Ein in der Scheune abgestellter Traktor wurde vollständig zerstört. Der Sachschaden wird auf einen hohen sechsstelligen Eurobetrag geschätzt.
Die ersten Maßnahmen übernahm die örtlich zuständige Polizeiinspektion Freilassing. Noch in der Nacht zog der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein die Ermittlungen an sich. Im Zuge der ersten Untersuchungen ergaben sich Hinweise auf ein vorsätzliches Brandstiftungsdelikt, wie die Kriminalpolizei berichtet.
Festnahme und Untersuchungshaftbefehl
Als sich der Verdacht gegen einen 24-jährigen Deutschen aus dem Landkreis Traunstein erhärtete, wurde der Mann unweit des Brandortes vorläufig festgenommen. Auf Antrag der sachleitenden Staatsanwaltschaft Traunstein wurde der Beschuldigte am Freitag dem zuständigen Richter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. Der Richter folgte dem Antrag und erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Der Mann wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Die genauen Hintergründe und das mögliche Motiv der Tat sind laut Polizei nun Gegenstand weiterer kriminalpolizeilicher Ermittlungen. Diese werden durch das Kommissariat 1 der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein geführt, unterstützt von Spezialisten der Spurensicherung. Dabei wird auch geprüft, ob ein Zusammenhang mit ähnlich gelagerten Fällen in der Region bestehen könnte. Die Ermittlungen dauern an.
Erstmeldung:
Ein Großbrand hat in der Nacht auf Freitag (18. September) einen umfangreichen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in Lampoding ausgelöst. Gegen 1.20 Uhr wurden die Einsatzkräfte zunächst zu einem Brand in einem Wohnhaus mit Menschenleben in Gefahr alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte zeigte sich allerdings, dass die unmittelbar an das Wohngebäude angrenzende Stallung bereits lichterloh in Flammen stand. Wegen der Lage wurde die Alarmstufe auf B4 erhöht.
Feuerwehr verhindert weitgehend Übergreifen auf Wohnhaus
Für die Einsatzkräfte hatte zunächst höchste Priorität, das angrenzende Wohngebäude zu schützen. Mit mehreren C-Rohren bekämpften die Feuerwehren die Flammen und konnten verhindern, dass der Brand in größerem Umfang auf das Haus übergriff.
Nach intensiven Löscharbeiten gelang es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Stallung wurde jedoch schwer getroffen. Darin befanden sich unter anderem mehrere Autos und Traktoren, die durch den Brand vollständig zerstört wurden. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, war zunächst noch nicht bekannt.
Zwei Bewohner kommen verletzt ins Krankenhaus
Insgesamt mussten vier Personen vom Rettungsdienst betreut werden. Zwei Bewohner wurden mit Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Nach den Informationen von vor Ort erlitten sie teilweise Verbrennungen und Rauchgasvergiftungen. Zwei weitere Personen blieben unverletzt und konnten am Einsatzort bleiben.
Der Rettungsdienst war mit drei Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug und dem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Hinzu kamen zwei Fahrzeuge der Schnelleinsatzgruppe Transport aus Teisendorf und Tittmoning.
Rund 120 Feuerwehrkräfte im Einsatz
Das Ausmaß des Brandes machte einen Großeinsatz erforderlich. Rund 120 Feuerwehrkräfte aus Kirchanschöring, Lampoding, Petting, Tettenhausen, Waging am See, Fridolfing und Traunstein rückten an. Unterstützt wurden sie von Vertretern der Kreisbrandinspektion sowie einem Fachberater des Technischen Hilfswerks.