DAX +1,15 % 25.704,02 Pkt 18:00:00 MDAX +0,45 % 30.425,40 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,05 % 6.167,81 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,22 % 52.475,10 Pkt 22:18:52 S&P 500 +0,88 % 7.743,98 Pkt 22:18:42 Nasdaq +1,45 % 26.549,85 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,10 % 64.659,47 Pkt 07:30:01 Gold -0,25 % 4.041,40 USD 07:48:15 Silber -1,32 % 52,75 USD 07:48:16 Brent -4,37 % 110,28 USD 07:48:12 WTI -1,35 % 101,39 USD 07:48:18 Bitcoin -1,74 % 79.849,48 USD 07:58:15 EUR/USD +0,09 % 1,11400 USD 07:57:42 EUR/GBP +0,08 % 0,83680 GBP 07:58:19 EUR/CHF +0,08 % 0,92300 CHF 07:58:19 EUR/JPY -0,01 % 175,779 JPY 07:58:19

Technikgeschichte: Der 900-Mark-Flop, aus dem später Sky wurde

Wirtschaft

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Heute ist digitales Fernsehen selbstverständlich. Jeder Smart-TV bringt die nötige Technik direkt mit. Als das Digitalfernsehen im Juli 1996 in Deutschland startete, war das noch ganz anders. Damals lockten die Anbieter mit mehr Programmen, besserem Ton und einer höheren Bildqualität. Gleichzeitig ging mit DF1 das erste digitale Pay-TV-Angebot Deutschlands auf Sendung. Der große Erfolg blieb jedoch zunächst aus. Der Zugang war teuer, die Technik kompliziert und viele Zuschauer sahen kaum einen Vorteil gegenüber ihrem bisherigen Fernseher.

Eine Idee ihrer Zeit voraus

Hinter DF1 stand Medienunternehmer Leo Kirch. Die Plattform konnte zunächst nur per Satellit empfangen werden und erreichte erst später auch Teile des Kabelnetzes. Das größte Hindernis war jedoch die Hardware. In den Wohnzimmern standen überwiegend Röhrenfernseher, die für analogen Empfang entwickelt worden waren. Wer digital fernsehen wollte, benötigte deshalb zusätzlich einen Receiver.

DF1 setzte dabei auf die d-box von Nokia . Das Gerät kostete knapp 900 D-Mark. „Das war für viele Haushalte schlicht zu teuer“, erklärte die Pressestelle auf Nachfrage. Hinzu kam ein weiteres Problem: Die bessere Bild- und Tonqualität ließ sich auf den damals verbreiteten kleineren Fernsehern oft kaum erkennen. Viele Zuschauer hatten daher wenig Grund, in die neue Technik zu investieren.

DF1 wurde zum Verlustgeschäft

Die Folgen bekam DF1 schnell zu spüren. Das erste digitale Pay-TV-Angebot Deutschlands blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück und schrieb Verluste. 1999 wurde die Plattform mit Premiere zusammengelegt. Daraus entstand Premiere World, aus dem später Sky hervorging.

Auch die öffentlich-rechtlichen Sender standen vor gewaltigen Aufgaben. Laut ARD musste nicht nur das Publikum von der neuen Technik überzeugt werden. Gleichzeitig mussten Sender ihre gesamte Produktions- und Sendetechnik auf digitale Prozesse umstellen. Erst als größere und günstigere Flachbildschirme verfügbar wurden, gewann das Digitalfernsehen zunehmend an Attraktivität. Nun konnten Zuschauer die Qualitätsunterschiede tatsächlich erkennen. Gleichzeitig sanken die Kosten für den Einstieg.

Heute folgt der nächste Umbruch

Die Digitalisierung brachte nicht nur bessere Empfangsmöglichkeiten. Weil digitale Bild- und Tonsignale komprimiert werden können, lassen sich mehrere Programme über dieselbe Übertragungskapazität verbreiten. Dadurch konnten ARD und andere Sender ihr Angebot erheblich ausbauen. Die ARD spricht in diesem Zusammenhang von einer „historischen Tragweite“ für Technik und Programmvielfalt.

Inzwischen spricht kaum noch jemand von Digitalfernsehen, weil die Technik längst zum Standard geworden ist. Über Satellit, Kabel oder Antenne gelangen digitale Programme in die Haushalte. Auch elektronische Programmführer und Untertitel verbreiteten sich erst durch die Digitalisierung.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren