Technologie: Deutschlands jüngste Professorin klärt über KI-Mythen auf
Würzburg. Schon immer war Alicia von Schenk etwas früher dran als andere. Mit vier Jahren wurde sie eingeschult, mit 15 schrieb sie ein 1,0-Abitur. Dann studierte sie Mathematik und Ökonomie in Frankfurt und Heidelberg, promovierte in VWL zu den Auswirkungen von KI, mit summa cum laude, Bestnote. Und wurde mit gerade mal 30 Jahren Professorin – obwohl das Erstberufungsalter in Deutschland im Schnitt bei fast 44 Jahren liegt. Heute leitet von Schenk an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg den Lehrstuhl für „Economics of AI and Human Behavior" – einen der wenigen in Deutschland mit explizitem Fokus auf die ökonomischen und verhaltensbezogenen Effekte von KI. Die bundesweit wohl jüngste Professorin gilt als Wunderkind. Wie hat von Schenk es geschafft, so früh so erfolgreich zu werden? Und wie blickt sie auf den KI-Boom? Trotz riesigem Hype gibt es nicht die eine KI, sagt von Schenk. KI sei ein Sammelbegriff für viele verschiedene Technologien – von recht simplen, rein statistischen Tools über große generative Sprachmodelle wie ChatGPT hin zu hochkomplexen neuronalen Netzen des maschinellen Lernens. „All das nennen wir KI“, sagt sie. „Das ist mir zu undifferenziert.“