Technologie: Siemens-CEO Busch schwört Top-Management auf neue Strategie ein
München. Wenige Wochen nach dem Start der „One Tech Company“-Struktur hat Siemens-Chef Roland Busch die obersten Führungskräfte auf die neue Strategie eingeschworen. Siemens habe gute Voraussetzungen, im Zeitalter der industriellen KI eine zentrale Rolle zu spielen und seine Geschäfte in den kommenden Jahren zu skalieren, sagte Busch laut Teilnehmern auf der „Siemens Business Conference“ (SBC).
„Industrielle KI ist eine Jahrhundertchance, auch für Siemens“, sagte Busch demnach. „Und die nutzen wir.“ Mit „One Tech“ könne der Konzern die Technologie jetzt noch schneller in die Breite bringen und neue Märkte erschließen „für mehr und profitables Wachstum“.
Der Auftritt des Vorstandsvorsitzenden auf der Führungskräftetagung war in diesem Jahr intern mit Spannung erwartet worden. So sind noch viele Fragen zur „One Tech Company“ offen. „Teilweise ist die Struktur noch immer komplex“, sagte ein Insider. Die Transformation werde in den kommenden Monaten weitergehen. „Da ist noch nichts in Stein gemeißelt.“
Vor allem aber hatte die Führung vielen der mehr als 300 Topmanager, die zur SBC im Norden von München gekommen waren, im Zuge der neuen Struktur den Cheftitel gestrichen. Um zu demonstrieren, dass die Zeit von abgetrennten Reichen und Silos im neuen integrierten Technologiekonzern vorüber ist, schaffte der Konzern unter anderem Hunderte CEO- und CFO-Titel zum 1. Oktober ab.