Tegut zieht sich bis Ende 2026 aus Deutschland zurück - erste Folgen schon jetzt spürbar
Im März 2026 hatte die Schweizer Genossenschaft Migros Zürich (GMZ), die Tegut im Jahr 2013 übernommen hatte, mitgeteilt, sich aus Deutschland zurückzuziehen und die Supermarktkette zu verkaufen. Bereits damals hieß es, dass Edeka voraussichtlich Tegut-Standorte übernehmen wolle. Allerdings fehlte noch die Zustimmung des Bundeskartellamts. Jetzt ist laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wohl klar: Der Lebensmittelhändler Edeka darf voraussichtlich nicht so viele Filialen übernehmen wie geplant. Nach vorläufiger Einschätzung des Bundeskartellamts könnte der Wettbewerb beeinträchtigt werden, weil Edeka in einigen Regionen eine zu starke Marktstellung bekäme. Das teilte ein Sprecher der Behörde auf dpa-Nachfrage mit. Konkret äußerten die Behörden bei 38 Filialen Bedenken. Nach Informationen der dpa bietet Edeka jetzt an, auf den Kauf von neun der umstrittenen Standorte zu verzichten. Wie die Nachrichtenagentur berichtet, hat das Kartellamt die Frist für das Hauptprüfverfahren um einen Monat auf den 23. September verlängert. Sollten 38 Tegut-Supermärkte aus dem Paket herausfallen, wären laut Unternehmenskreisen etwa 1.100 Arbeitsplätze gefährdet. Die meisten der betreffenden Filialen liegen der dpa zufolge in Hessen und Bayern. Auch andere deutsche Handelsketten haben einen Blick auf Tegut geworfen. Die Rewe-Gruppe möchte bis zu 40 Filialen übernehmen. Das Prüfverfahren dauert noch an. Die Smart-Store-Kette Tante Enso erhielt im Juni bereits die Freigabe vom Bundeskartellamt für 36 Supermärkte. Ende von Tegut in Deutschland steht bevor: Folgen schon jetzt für Kundschaft spürbar Davon unabhängig, sind schon jetzt Folgen für Kundinnen und Kunden spürbar. Wie Tegut gegenüber dem Online-Magazin giga.de erklärte, können Produkte bereits jetzt nicht mehr verfügbar sein. Weiter heißt es, das Unternehmen sei nach eigenen Angaben aber „bemüht, die betroffenen Eigenmarken so lange wie möglich und in einem möglichst breiten Sortiment in den Filialen anzubieten“. Demnach sollen sich Veränderungen für die Kundschaft schrittweise und nicht abrupt bemerkbar machen. Klar ist giga.de zufolge damit: Die Tegut-Eigenmarken werden nicht weiterleben - auch nicht unter anderem Namen.