Telefonbetrüger nutzen neue Methode
Die Methoden von Kriminellen sind so raffiniert geworden, dass niemand mehr vor Betrug gefeit ist. Wir klären über gängige und neue Maschen auf.
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Telefonbetrüger nutzen neue Methode für Fernzugriff auf Bankkarten
Update vom 28. September: Eine neue Betrugsmasche, die momentan in Österreich kursiert, nutzt eine gefälschte Sicherheits-App, um Bankkarten über die NFC-Funktion von Smartphones auszulesen und aus der Ferne zu missbrauchen. Die Erste Bank und Sparkassen in Österreich warnen aktuell vor dieser Methode, die derzeit vor allem auf Android-Geräten zum Einsatz kommt, wie "Mimikama" berichtet.
Die Kriminellen geben sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus und behaupten, es habe einen unberechtigten Zugriff auf das Konto gegeben oder eine verdächtige Transaktion sei aufgefallen. Anschließend fordern sie die Opfer auf, über eine WhatsApp-Nachricht eine bestimmte Sicherheits-App zu installieren. Nach der Installation sollen Betroffene die NFC-Funktion – also die Nahfeldkommunikation, mit der kontaktloses Bezahlen funktioniert – aktivieren und ihre Bankkarte ans Smartphone halten. Häufig wird zusätzlich nach der Karten-PIN gefragt.
Das Perfide an dieser Masche: Die Karte bleibt physisch beim Opfer, kann aber trotzdem missbraucht werden. Die Schadsoftware leitet die Kommunikation zwischen Karte und Smartphone in Echtzeit an ein entferntes Bezahlterminal oder einen Bankomaten weiter. Die so erfassten Daten werden anschließend für betrügerische Transaktionen verwendet. Das Sicherheitsunternehmen Group-IB dokumentierte 2026 einen ähnlichen Ablauf mit der Schadsoftware "WindRelay" in Tschechien, der Slowakei und Slowenien.
Folgende Warnsignale sollten misstrauisch machen:
Anrufe, die vor angeblichen Sicherheitsproblemen oder verdächtigen Transaktionen warnen
Aufforderungen, eine per WhatsApp zugesandte App zu installieren
Anfragen, die Bankkarte an das Smartphone zu halten
Fragen nach der Karten-PIN am Telefon oder in einer App
Die Erste Bank und Sparkassen in Österreich stellen ausdrücklich klar: Sie fordern niemals telefonisch dazu auf, eine zugesandte Sicherheits-App zu installieren, die Karte an ein Smartphone zu halten oder die Karten-PIN preiszugeben. Alle derartigen Aufforderungen sind betrügerisch – wer ihnen folgt, riskiert einen Missbrauch der Karte und finanzielle Schäden. (red)
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Vorsicht: Neue WhatsApp-Betrugsmasche macht die Runde
Update vom 25. September: Eine Nachricht, ein Link, ein QR-Code – und schon haben Kriminelle Zugriff auf das eigene WhatApp-Konto. Aktuell warnt die Polizei Zwickau vor einer neuen Betrugsmasche, bei der Angreifer Konten übernehmen und anschließend deren Kontakte um Geld bitten.
Seit Mitte August seien allein im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion zwölf Betrugsdelikte bekanntgeworden, die nach diesem Schema abgelaufen sind. Die Täter erbeuteten dabei jeweils zwischen 500 und 615 Euro.
Wie die Masche funktioniert
Und so läuft der Betrug im Detail ab: Man erhält eine Nachricht, in der darum gebeten wird, an einer Abstimmung oder Umfrage für Sportler teilzunehmen oder jemanden bei einer Abstimmung zu unterstützen. Um teilzunehmen, soll ein Link aufgerufen und ein QR-Code gescannt werden. Auf diesem Weg verknüpfen die Täter aber eines ihrer Geräte mit dem Account des Opfers. So eine Verknüpfungsmöglichkeit per QR-Code ist regulär von WhatsApp vorgesehen. Man sollte sie aber natürlich nur nutzen, wenn man sie selbst angestoßen hat.
Haben die Täter dann über das verknüpfte Gerät Zugriff auf das Konto des Opfers, können sie in seinem Namen dessen Kontakte anschreiben. Unter verschiedensten Vorwänden bitten sie anschließend um Geld. Für die Empfänger erscheinen die Nachrichten natürlich besonders glaubwürdig.
Was zu tun ist
Wurde das eigene WhatsApp-Konto übernommen, sollte man alle Kontakte schnellstmöglich über einen anderen Kommunikationsweg warnen, damit die Betrüger mit ihrer Masche erst gar keine Chance haben.
Alle, die Opfer einer Kontenübernahme oder eines Zahlungsbetrugs geworden sind, sollten die Nachrichten und Telefonnummern der Betrüger beziehungsweise die Zahlungsdaten und Belege sichern und dann die Polizei informieren.
Vorsichtsmaßnahmen der Polizei
Immer über einen anderen Kommunikationskanal Rücksprache zu halten, wenn unerwartete Geldforderungen kommen - selbst bei Familie, Freunden oder Bekannten.
Keine unbekannten QR-Codes scannen und keinen Links folgen, ohne deren Herkunft und Zweck überprüft zu haben.
Keine Verknüpfung eines unbekannten Geräts mit dem eigenen WhatsApp-Konto bestätigen.
Niemals Verifizierungs- oder Sicherheitscodes weitergeben.
Im Einstellungsmenü von WhatsApp regelmäßig die mit dem eigenen Konto verknüpften Geräte prüfen und unbekannte Verknüpfungen entfernen.
(dpa/bearbeitet von ali)
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Falsche Ärzte erbeuten sechsstellige Summe – Warnung vor perfider Masche
Update vom 23. September: Ein aktueller Betrugsfall dokumentiert eine fiese Masche. Mit der Geschichte von einem angeblich notwendigen Medikament für seine Frau haben Betrüger einen mehr als 90 Jahre alten Mann in München um eine mittlere sechsstellige Summe in bar gebracht.
Seine Ehefrau befand sich zum Zeitpunkt des Anrufs tatsächlich in einem Krankenhaus, teilte die Polizei mit. Ob die Betrüger davon wussten oder dies Zufall war, konnten die Beamten auf Nachfrage zunächst nicht sagen.
So lief der aktuelle Fall
Eine Anruferin gab sich als Oberärztin eines Krankenhauses aus, ein weiterer Anrufer als Professor. Sie behaupteten, für die Frau des Seniors gebe es ein spezielles Medikament aus der Schweiz. Dafür müsse er zunächst einen hohen Geldbetrag bezahlen, den später die Krankenversicherung erstatte.
Nachdem der Mann angegeben hatte, Bargeld zu Hause zu haben, kam eine Frau zu seiner Wohnung und nahm das Geld entgegen.
Erst im Anschluss bemerkte der Senior den Betrug und verständigte einen Bekannten, der wiederum die Polizei alarmierte. Die Kriminalpolizei ermittelt und sucht nach Zeugen.
Vergangene Woche hatte bereits die Polizei Münster vor der Masche gewarnt, bei der die Täter anrufen, sich als Ärztin oder Arzt ausgeben und eine Krankheit bei Familienmitgliedern vortäuschen. Die Täter behaupteten, ein teures Medikament aus dem In- oder Ausland kaufen zu müssen, um den Angehörigen helfen zu können, so die Polizei. Ziel sei es, nach dem Telefonat Wertgegenstände oder Bargeld bei den Angerufenen abzuholen. "Das Perfide: Die Täter bauen im Telefonat einen enormen zeitlichen und emotionalen Druck auf und untermauern die Situation mit glaubwürdigen Krankenhausgeräuschen im Hintergrund", erklärt die Polizei Münster.
Wer einen solchen Anruf erhält, sollte stets misstrauisch sein, selbst bei bekannten Rufnummern. Die Polizei rät: "Legen Sie auf und nehmen Sie selbst umgehend Kontakt mit Ihren Angehörigen auf. Gewähren Sie niemandem Zugriff auf Ihr Konto, händigen Sie kein Schmuck und kein Bargeld aus." Zudem sollte man keine persönlichen Informationen herausgeben, wie etwa Telefonnummern, Adressen, Bankdaten oder Ähnliches. Im Zweifelsfall solle man die Polizei informieren. (dpa/bearbeitet von sbi)
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Falsche Rentenversicherungs-Mail: Betrüger versprechen Rückerstattung
Update vom 20. September: Aktuell erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher betrügerische E-Mails, die angeblich von der Deutschen Rentenversicherung stammen. Die Nachrichten tragen den Betreff "Beitragserstattung zur Auszahlung freigegeben" und versprechen eine Rückerstattung in Höhe von exakt 387,44 Euro.
Wie die Verbraucherzentrale NRW warnt, handelt es sich dabei um Phishing – also den Versuch, persönliche Daten durch gefälschte Nachrichten zu stehlen.
Die Kriminellen behaupten in den E-Mails, im Abrechnungszeitraum 2024/2025 seien zu hohe Rentenversicherungsbeiträge gezahlt worden. Für die angebliche Auszahlung sollen Empfänger ihre Bankverbindung über einen Link zu einem vermeintlich "gesicherten Online-Portal" bestätigen. Zusätzlich setzen die Betrüger ihre Opfer unter Zeitdruck: Die Rückerstattung müsse innerhalb von 30 Tagen beantragt werden, andernfalls erlösche der Anspruch unwiderruflich.
Auch die unpersönliche Anrede und die unseriöse Absenderadresse entlarven die Nachricht als Fälschung.
Daran erkennst du den Betrug
Unpersönliche Anrede ohne namentliche Nennung
Unseriöse E-Mail-Absenderadresse, die nicht zur offiziellen Domain der Deutschen Rentenversicherung gehört
Aufforderung zur Bestätigung der Bankverbindung über einen Link
Verweis auf ein angeblich "gesichertes Online-Portal"
Künstlicher Zeitdruck durch eine 30-Tage-Frist
Androhung des Verfalls des Anspruchs bei Nichteinhaltung der Frist
Experten raten dringend davon ab, auf Links in solchen E-Mails zu klicken oder Bankdaten preiszugeben. Am besten ist es, die verdächtige Nachricht unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben. Wer tatsächlich Informationen zu seinem Rentenkonto benötigt, sollte ausschließlich die offizielle Website der Deutschen Rentenversicherung nutzen, indem die Adresse manuell in die Browserzeile eingegeben wird. Im Zweifelsfall können Betroffene ihre Rentenversicherung oder ihre Bank über die bekannten Telefonnummern kontaktieren.
Die Masche mit angeblichen Steuerrückerstattungen ist nicht neu. Allerdings variieren die Mails. Die nicht gerundete Summe von 387,44 Euro soll im aktuellen Fall Seriosität vortäuschen und wirkt deutlich glaubwürdiger als offensichtlich erfundene Zahlen. (red)
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Betrüger geben sich als Octopus Energy aus
Update vom 19. September: Kunden des Energieanbieters Octopus Energy werden derzeit verstärkt Ziel einer Betrugsmasche. Wie das Unternehmen selbst warnt, geben sich Kriminelle am Telefon als Mitarbeiter von Octopus Energy aus und versuchen, persönliche Daten zu erschleichen.
Durch geschickte Gesprächsführung sammeln sie sensible Informationen wie IBAN, Zählernummer oder die sogenannte Marktlokations-ID (MaLo-ID) – eine eindeutige Kennziffer für jeden Strom- oder Gaszähler. Anschließend schließen sie im Namen der Betroffenen neue Energieverträge ab, wodurch bestehende Verträge beim echten Anbieter gekündigt werden.
Octopus Energy betont ausdrücklich, dass das Unternehmen niemals unaufgefordert telefonisch Kontakt aufnimmt, um Verträge abzuschließen oder persönliche Daten abzufragen. Echte Anrufe erfolgen ausschließlich von der Nummer 0800 400 80 10 – niemals von unterdrückten oder mobilen Rufnummern.
Folgende Warnsignale deuten auf betrügerische Absichten hin:
unaufgeforderte Anrufe mit Aufforderung zum Vertragsabschluss oder zur Datenweitergabe
Anrufer nutzen unterdrückte oder mobile Telefonnummern statt der offiziellen Hotline
Druck und Zeitnot werden aufgebaut, um schnelle Entscheidungen zu erzwingen
Abfrage sensibler Bankdaten wie IBAN am Telefon
Octopus Energy rät Betroffenen, bei verdächtigen Anrufen sofort aufzulegen und keinesfalls persönliche Informationen preiszugeben. Wer unsicher ist, ob ein Anruf tatsächlich von Octopus Energy stammt, sollte direkt beim Kundenservice unter der offiziellen Nummer 0800 400 80 10 nachfragen oder eine E-Mail an hallo@octopusenergy.de senden. Wurde versehentlich ein ungewollter Vertrag abgeschlossen, besteht innerhalb von 14 Tagen ein Widerrufsrecht. (red)
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Gefälschte Maut-Mails: Betrüger geben sich als österreichische Autobahngesellschaft aus
Update vom 18. September: Autofahrerinnen und Autofahrer erhalten derzeit vermehrt gefälschte E-Mails, die angeblich von der österreichischen Autobahngesellschaft Asfinag stammen. Die Kriminellen behaupten darin, die Empfänger hätten das österreichische Autobahn- und Schnellstraßennetz ohne gültige Vignette genutzt. Wie die Asfinag und der ADAC mitteilen, handelt es sich um eine Phishing-Attacke, die auf den Diebstahl von Kreditkartendaten abzielt.
Die betrügerischen Nachrichten fordern die Empfänger auf, nachträglich eine 10-Tages-Vignette für 12,36 Euro zu erwerben – angeblich, um eine Geldstrafe von bis zu 3.000 Euro zu vermeiden. Über einen Button mit der Aufschrift "Ersatzmaut jetzt bezahlen" sollen Betroffene zur Zahlung geleitet werden. Dahinter verbirgt sich jedoch ein Phishing-Link, der zu einer gefälschten Website führt.
Wer auf den Link klickt und dort Daten eingibt, riskiert erheblichen finanziellen Schaden: Die Täter können mit den ergaunerten Kreditkarteninformationen unberechtigte Abbuchungen vornehmen, die weit über den genannten Betrag hinausgehen. Die Masche beschränkt sich nicht nur auf Vignetten – auch bei anderen behördlichen Dokumenten wie Führungszeugnissen oder Wunschkennzeichen kopieren Kriminelle zunehmend offizielle Portale.
Die Asfinag nennt mehrere Merkmale, an denen sich die betrügerischen Nachrichten identifizieren lassen:
Der geforderte Betrag von 12,36 Euro ist untypisch für offizielle Asfinag-Vorgänge.
Die Absenderadressen entsprechen bei genauer Prüfung nicht den echten Adressen der Autobahngesellschaft.
Seriöse Unternehmen fordern niemals zur Eingabe von Kreditkartendaten über E-Mail-Links auf.
Die E-Mails setzen Empfänger durch Androhung hoher Strafen unter Zeitdruck.
Wer eine verdächtige Nachricht erhält, sollte keinesfalls auf enthaltene Buttons oder Links klicken. Den offiziellen Asfinag-Mautshop erreichen Nutzerinnen und Nutzer ausschließlich durch direkte Eingabe der Adresse im Browser.
Wer bereits Kreditkartendaten auf einer gefälschten Seite eingegeben hat, sollte umgehend seine Bank oder das Kreditkarteninstitut kontaktieren und die Karte sperren lassen. Zudem empfiehlt es sich, alle Kontobewegungen genau zu prüfen und bei der Polizei Anzeige zu erstatten. (red)
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Fake-Shops locken mit günstiger Trachtenmode – Verbraucherzentrale warnt
Update vom 12. September: Kurz vor dem Beginn des Oktoberfests in München (19. September) häufen sich betrügerische Online-Shops, die mit verlockend günstigen Dirndln und Lederhosen werben. Viele dieser Angebote stammen von Fake-Shops, die Kundinnen und Kunden um ihr Geld bringen wollen. Wie die Verbraucherzentrale Bayern mitteilt, locken Betrüger mit professionell gestalteten Webseiten und hochwertigen Produktfotos, kassieren nach der Bestellung das Geld – und liefern entweder minderwertige Billigware oder verschwinden spurlos, ohne überhaupt etwas zu versenden.
So erkennen Sie betrügerische Trachten-Shops
Die Verbraucherzentrale Bayern nennt mehrere Warnsignale, die auf Fake-Shops hindeuten:
Unrealistisch niedrige Preise für hochwertige Trachtenmode
Fehlende oder unvollständige Angaben zum Impressum und zu Kontaktmöglichkeiten
Ausschließlich Vorkasse als Zahlungsoption – sichere Bezahlmethoden wie PayPal-Käuferschutz oder Kauf auf Rechnung fehlen
Unprofessionelle Texte mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern
Neu registrierte Domains, die erst seit kurzem existieren
Verbraucherinnen und Verbraucher sollten vor einer Bestellung gründlich recherchieren: Kundenbewertungen auf unabhängigen Plattformen prüfen, das Impressum genau kontrollieren und bei Zweifeln lieber auf etablierte Händler zurückgreifen. Wer bereits Opfer eines Fake-Shops geworden ist, sollte umgehend seine Bank kontaktieren, Screenshots als Beweismittel sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten. (red)
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Kunden, aufgepasst: Gefälschter Lidl-Shop lockt mit Schnäppchen
Update vom 11. September: Kriminelle täuschen Verbraucher mit einer nachgebauten Lidl-Webseite. Die Fake-Seite bietet Garten-, Haushalts- und weitere Produkte zu auffällig günstigen Preisen an und zielt darauf ab, persönliche Daten und Zahlungsinformationen abzugreifen.
Wie das Verbraucherportal "Mimikama" berichtet, nutzt die betrügerische Seite das Original-Logo des Discounters, ist jedoch an der gefälschten Webadresse zu erkennen: Statt der offiziellen Lidl-Domain lautet die Adresse beispielsweise "mnsvyavp.shop". Die Betrüger setzen auf einen ungewöhnlichen Produktmix und kennzeichnen Artikel teilweise als B-Ware, um die unrealistisch niedrigen Preise zu rechtfertigen.
Die gefälschte Seite zeigt sogar ein "Trusted Store"-Siegel, das Seriosität vortäuschen soll, aber keinerlei verlässlichen Nachweis darstellt. Wer auf dieser Seite bestellt oder Daten eingibt, übermittelt diese direkt an die Kriminellen. Das Verbraucherportal weist darauf hin, dass bereits seit über einem Jahr vermehrt vor solchen Lidl-Fake-Shops gewarnt wird.
So erkennst du den gefälschten Shop
ungewöhnliche Webadresse ohne offizielle Lidl-Domain (lidl.de, lidl.at etc.)
auffällig niedrige Preise
Seitentitel wird als "Lidl-B" angezeigt
unüblicher Produktmix aus wenigen, wahllos zusammengestellten Artikeln
Vertrauenssiegel ohne echte Zertifizierung
Experten raten dringend davon ab, auf derartigen Seiten Bestellungen aufzugeben oder persönliche Informationen preiszugeben. Verbraucher sollten Lidl ausschließlich über die offizielle Website oder die Original-App des Unternehmens besuchen. Wer bereits Daten eingegeben hat, sollte umgehend Passwörter ändern und seine Bank informieren. (red)
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Neue Betrugsmasche: Kriminelle lassen Opfer Bankkarte zerschneiden – und heben dann Geld ab
Update vom 10. September: Das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit und die Verbraucherorganisation Mimikama warnen aktuell vor einer Betrugsmasche: Der Betrug beginnt demnach mit einer gefälschten SMS, die vor verdächtigen Transaktionen warnt. Wer die angegebene Nummer anruft, wird gedrängt, die eigene Bankkarte zu zerschneiden – der Chip soll dabei aber unbeschädigt bleiben. Die Betrüger erfragen auch die PIN.
Später holen die Täter dann die vermeintlich unbrauchbaren Kartenteile ab, fügen sie wieder zusammen und heben Geld ab. In einem Fall in der Schweiz erbeuteten sie über 10.000 Franken. Der Trick funktioniert, weil der Chip das Herzstück der Karte ist. Solange er intakt bleibt, kann die Karte an Geldautomaten verwendet werden.
Wichtig: Echte Banken holen niemals Karten oder Kartenteile ab und fragen auch nie nach der PIN. Bei Verdacht sofort auflegen und die Bank über die offizielle Nummer kontaktieren. (red)
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Schon Hunderte Euro erbeutet – Europapark warnt vor Fakeshops
Update vom 9. September: Der Europa-Park in Rust warnt: Kriminelle locken Besucher mit gefälschten Eintrittskarten und Hotelbuchungen in die Falle. Die betrügerischen Angebote werden über täuschend echt wirkende Webseiten verbreitet, die dem offiziellen Ticketshop des Freizeitparks zum Verwechseln ähnlich sehen.
Wie der SWR berichtet, wurden dem Polizeipräsidium Offenburg in den vergangenen zwölf Monaten 24 Fälle gemeldet. Der höchste bekannte Einzelschaden liegt bei rund 700 Euro. Die Polizei geht zudem von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus, da Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland anreisen. Der Europa-Park hat die Betrugsversuche bestätigt und Anzeige erstattet.
Die Betrüger bieten nicht nur gefälschte Eintrittskarten an, sondern auch Buchungen für die Wasserwelt Rulantica, Hotels und weitere Angebote des Resorts. Die Bezahlung erfolgt stets per Vorkasse. Ist das Geld einmal überwiesen, sehen Geschädigte es selten wieder: Laut Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erhält lediglich ein niedriger einstelliger Prozentsatz der Opfer das Geld zurück.
So prüft man auf betrügerische Angebote
Webadresse genau prüfen: Betrüger verwenden URLs, die der offiziellen Seite sehr ähneln – oft mit kleinen Abweichungen in Schreibweise oder Endung.
Zahlungsmethoden beachten: Wenn nur Vorkasse per Banküberweisung möglich ist und Kreditkarte oder Kauf auf Rechnung fehlen, ist höchste Vorsicht geboten.
Unrealistische Rabatte hinterfragen: Ungewöhnlich günstige Tickets oder Sonderangebote, die auf der offiziellen Seite nicht existieren, deuten auf Betrug hin.
Impressum kontrollieren: Seriöse Shops weisen vollständige Anbieterangaben und Handelsregistereinträge aus.
Fakeshop-Finder nutzen: Die Verbraucherzentrale bietet ein Tool an, das verdächtige Seiten nach dem Ampelprinzip bewertet.
Der Europa-Park empfiehlt, Tickets und Buchungen ausschließlich über die offiziellen Kanäle oder autorisierte Vertriebspartner abzuwickeln. Wer bereits auf einen Fake-Shop hereingefallen ist, sollte umgehend die eigene Bank kontaktieren – in manchen Fällen lassen sich Überweisungen noch stoppen. Parallel dazu empfiehlt sich eine Strafanzeige, die unkompliziert online erstattet werden kann. (red)
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Fake-Captchas im Netz: Bundesamt warnt vor perfider Hacker-Masche
Update vom 8. September: Wer beim Öffnen von Webseiten auf "Bestätigen Sie, dass Sie ein Mensch sind"-Captchas stößt, sollte nach dem Setzen des Häkchens zur Bestätigung vorsichtig sein. Wird nach dieser Aktion ganz normal Zugang zur Seite gewährt, ist alles in Ordnung – es handelt sich wirklich um eine Seite, die sich mithilfe von Captchas vor Bots schützen möchte.
Erscheinen aber stattdessen weitere Anweisungen zum Ausführen von Tastenkombinationen in Verbindung mit Windows-Terminal- oder PowerShell-Fenstern? Dann ist man auf einer gefährlichen, manipulierten Webseite gelandet, die Schadsoftware auf den Rechner schleusen will, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Dann gilt: sofort abbrechen und den Browser schließen. Denn mit großer Wahrscheinlichkeit ist man auf einer kompromittierten Webseite gelandet oder mittels Phishing oder Social Engineering gezielt dorthin gelockt worden.
Dieses Vorgehen von Hackern ist Teil von Angriffen, die als Terminalfix oder Clickfix bezeichnet werden und die Hacker auch in das IT-Landesnetz der Berliner Verwaltung geführt haben. Den Hackern hat dabei wahrscheinlich eine solche Fake-Captcha-Abfrage Tür und Tor geöffnet. Vor dem BSI hatte Ende August auch schon Microsoft vor diesen Angriffsmethoden gewarnt, die erstmals 2024 aufgetaucht waren.
Dass man es mit einem gefälschten Captcha zu tun hat, wird klar, sobald Anweisungen auftauchen, die zur angeblichen weiteren Verifikation das Ausführen diverser Tastenkombinationen fordern.
Im Detail funktioniert der Angriff so:
Mit dem Setzen des Häkchens ist ein bösartiger Befehl in den Zwischenspeicher kopiert worden.
Im zweiten Banner wird man dazu aufgefordert, per Tastenkombination ein Windows-Eingabefeld zu öffnen.
Mit einer weiteren Tastenkombi fügt man dann nichtsahnend den gefährlichen Befehl aus der Zwischenablage in das Eingabefeld ein und führt ihn dann aus.
Danach haben die Angreifer auf dem Rechner und gegebenenfalls in verbundenen Netzwerken quasi freie Hand, können Schadsoftware installieren oder auch Daten abgreifen.
Da viele Schadprogramme tiefgreifende Änderungen am System vornehmen, die nicht einfach rückgängig gemacht werden können, sollten Betroffene nach einer tatsächlichen Infektion mit der Malware aus dem Angriff sicherheitshalber den ganzen Rechner neu aufsetzen.
Was das im Detail bedeutet:
Das Betriebssystem ganz neu installieren und die eigenen Daten möglichst von Backups auf externen Datenträgern wieder auf den Computer spielen.
Gibt es keine oder keine aktuelle Datensicherung auf externen Datenträgern, müssen die eigenen Daten vor dem Neuaufsetzen des Rechners erst einmal gesichert werden.
Zusätzlich sollten sicherheitshalber alle Passwörter von Onlinekonten geändert werden, zuallererst die der E-Mail-Accounts.
(dpa/bearbeitet von mak)
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Fahrrad-Schnäppchen im Netz: Fake-Shops nutzen Ausverkaufssaison für Betrug
Update vom 7. September: Wie das Verbraucherportal Watchlist Internet warnt, streuen betrügerische Online-Shops derzeit massenhaft vermeintliche Schnäppchen-Angebote für Fahrräder im Netz. Die gefälschten Verkaufsplattformen sind oft professionell gestaltet und verfügen über ein täuschend echtes Impressum. Die Betrüger unterbieten die Preise echter Händler teilweise um 15 Prozent und mehr – wer bestellt und bezahlt, erhält jedoch keine Ware.
Der wichtigste Hinweis auf einen möglichen Fake-Shop ist ein auffällig niedriger Preis. Ein weiteres Warnsignal: Bei Fake-Shops bleibt im Bestellprozess am Ende nur noch die Banküberweisung als Option übrig – alle anderen zuvor angezeigten Zahlungsmöglichkeiten verschwinden plötzlich.
Wer bereits Geld überwiesen hat, sollte umgehend seine Bank kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten – entweder bei einer örtlichen Dienststelle oder über die Onlinewache des jeweiligen Bundeslandes.
So entlarven Sie betrügerische Fahrrad-Shops
den Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentralen nutzen – das Tool analysiert Webseiten und gibt eine Risikoeinschätzung ab
die Internetadresse in eine Suchmaschine eingeben und nach Warnungen anderer Nutzer suchen
die angegebene Geschäftsadresse bei einem Kartendienst prüfen – existiert die Firma dort tatsächlich?
telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufnehmen – bei Fake-Shops ist oft niemand erreichbar
auf sichere Zahlungsarten bestehen – niemals per Vorkasse überweisen
(red)
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"Emotionale Inszenierung": Verbraucherschützer warnen vor unseriösen Onlineshops
Update vom 4. September: Wer im Internet nach Produkten aus der Region sucht, sollte genau hinsehen. Laut Verbraucherzentrale Niedersachsen fallen derzeit viele unseriöse Onlineshops auf, die versuchen, das gute Image von regionalen Familienbetrieben auszunutzen. Die Onlineshops geben sich als Traditionsbetriebe aus, werben mit Regionalität und hochwertiger Ware und behaupten, dass sie aufgrund einer Geschäftsaufgabe Rabatte von bis zu 80 Prozent anbieten.
Kathrin Bartsch erkennt da ein immer gleiches Muster. Die Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen erklärt: "Eine emotionale Inszenierung soll Vertrauen aufbauen, die angeblich befristete Rabattaktion zum schnellen Kauf animieren." Doch die Qualität der Ware überzeuge in der Regel nicht. Wollten Verbraucher dann ihr Widerrufsrecht nutzen, machten hohe Rücksendekosten diese Option wertlos, so die Verbraucherschützerin.
Kombinationen aus Vornamen und Stadt als Adresse
In den konkreten Fällen steht in der Adressleiste meist ein Vorname, kombiniert mit einer deutschen Stadt. Die URL lautet dann etwa: "anna-berlin.de", "emma-frankfurt.de" oder "stefanberlin.de".
Die Regionalität sei aber nur vorgetäuscht. Denn: Wer ans Ende dieser Internetseiten scrollt, entdeckt laut Verbraucherzentrale, dass sich der Firmensitz im Ausland befindet, etwa im US-Bundesstaat Wyoming oder in Hongkong. Adressen zur Rücksendung befänden sich oft in Fernost. Häufig seien die Kontaktangaben nur unvollständig.
Wer sich nicht sicher ist, ob es sich um einen seriösen Onlineshop handelt, kann etwa auf Folgendes achten:
Impressum: Wo befindet sich der Firmensitz?
Rücksendeadressen: Sind die Angaben vollständig?
Bewertungen: Sind sie unabhängig, gibt es auf anderen Internetseiten etwa Feedback zu diesem Anbieter?
Vorsichtig sollten Verbraucher in diesen Fällen sein:
bei übertriebenen Werbeversprechen
bei nur kurz gültigen Rabatten und Angeboten, die zum Kauf drängen
bei emotionalen Geschichten, etwa zur Firmenaufgabe
bei Internetseiten, die erst seit wenigen Wochen existieren
bei Internetseiten, auf denen mit Siegeln geworben wird
Tipp: Wer sich unsicher ist, kann die Shop-URL im Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale eingeben. Springt die Ampel dann auf Rot oder Gelb, sollten Verbraucher sich eine Bestellung gut überlegen, raten die Verbraucherschützer. Zudem kann man unter Siegelklarheit.de überprüfen, ob es das auf der jeweiligen Seite angegebene Siegel überhaupt gibt und was es bedeutet. (dpa/bearbeitet von mak)
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ARD warnt vor Betrugsmasche im Namen von ARD-Mitarbeitern
Update vom 3. September: Kriminelle missbrauchen derzeit die Namen echter ARD-Mitarbeiter, um Autorinnen und Autoren gezielt anzuschreiben. Die Täter geben vor, Kulturredakteure verschiedener ARD-Anstalten zu sein, und behaupten, sie würden gerade einen Beitrag zur Frankfurter Buchmesse vorbereiten. Sobald Betroffene auf die vermeintlich seriöse Anfrage antworten, folgt eine zweite Nachricht – mit einer Zahlungsaufforderung für die angebliche redaktionelle Leistung.
Wie die ARD auf LinkedIn mitteilt, liegen dem Sender bereits mehrere solcher Fälle vor. Die betrügerischen E-Mails werden fast ausnahmslos von privaten Postfächern bei Anbietern wie Gmail oder Yahoo verschickt – ein deutliches Warnsignal, denn echte ARD-Redakteure nutzen für dienstliche Korrespondenz ausschließlich offizielle Adressen ihrer jeweiligen Anstalt.
Ein weiteres Alarmzeichen: Für redaktionelle Berichterstattung verlangt die ARD grundsätzlich kein Geld von Autorinnen oder Autoren. Wer eine solche Zahlungsaufforderung erhält, sollte daher umgehend misstrauisch werden.
Im Zweifelsfall empfiehlt die ARD, direkt bei der offiziellen Pressestelle der entsprechenden Anstalt anzurufen und die Echtheit der Anfrage zu prüfen. Verdächtige Nachrichten sollten beim jeweiligen E-Mail-Anbieter als Spam oder Betrug gemeldet werden. Keinesfalls sollten Empfänger Geld überweisen, persönliche Daten preisgeben oder auf Links und Anhänge klicken – diese können Schadsoftware enthalten. (red)
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Steuerzahler, aufgepasst: Betrüger versenden falsche Elster-Mails
Update vom 2. September: Aktuell versuchen Betrüger, Steuerzahlerinnen und Steuerzahler mit gefälschten E-Mails im Namen der Steuerverwaltungsplattform Elster in die Falle zu locken. Die Verbraucherzentrale warnt vor dieser Phishing-Masche.
Die betrügerischen Nachrichten tragen den Betreff "Zahlungsaufforderung zu Ihrer Steuererklärung 2025" und behaupten, es bestehe eine offene Nachzahlung in Höhe von 729 Euro. Als Begründung nennen die Kriminellen angebliche Abweichungen zwischen den Angaben in der Steuererklärung und den amtlichen Berechnungsgrundlagen.
Die Empfänger werden aufgefordert, den Betrag über ein verlinktes "Elster-Zahlungsportal" zu begleichen – dort sollen auch weitere Informationen zur Berechnung einsehbar sein. Die Zahlung müsse bis zum 7. September 2026 erfolgen, andernfalls würden zusätzliche Kosten entstehen.
So erkennen Sie die Betrugsmasche:
unseriöse Absenderadresse, die nicht von offiziellen Elster-Servern stammt
fehlende persönliche Anrede
Aufforderung zur Zahlung über einen in der E-Mail enthaltenen Link
konkrete Zahlungsfrist zur Erzeugung von Handlungsdruck
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, solche betrügerischen Nachrichten komplett zu ignorieren und unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben.
Wer tatsächlich eine Steuererklärung über Elster eingereicht hat, sollte mögliche Nachzahlungen ausschließlich direkt über das offizielle Elster-Konto oder bei der zuständigen Finanzbehörde überprüfen. Keinesfalls sollten Links in verdächtigen E-Mails angeklickt oder persönliche Daten über solche Nachrichten preisgegeben werden. (red)
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Die Betrugsmaschen der vergangenen Monate
Die Betrugsmaschen von Juli und August
Die Betrugsmaschen von Mai und Juni
Die Betrugsmaschen von März und April
Die Betrugsmaschen von Januar und Februar
Verwendete Quellen
Material der dpa und AFP
Watchlist Internet
Phishing-Radar der Verbraucherzentrale
Transparenzhinweis
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