DAX -0,94 % 26.091,33 Pkt 18:00:00 MDAX -1,65 % 31.822,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,37 % 6.444,46 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,15 % 53.539,33 Pkt 18:23:13 S&P 500 -0,13 % 7.735,21 Pkt 18:23:03 Nasdaq -0,77 % 26.439,77 Pkt 18:23:12 Nikkei -3,16 % 65.326,42 Pkt 08:45:03 Gold +4,37 % 4.556,60 USD 18:13:12 Silber +3,27 % 66,04 USD 18:13:10 Brent +1,52 % 92,40 USD 18:12:56 WTI +0,59 % 85,44 USD 18:13:10 Bitcoin +6,17 % 68.672,99 USD 18:23:11 EUR/USD +0,76 % 1,16710 USD 18:22:54 EUR/GBP +0,30 % 0,85740 GBP 18:23:13 EUR/CHF -0,69 % 0,93240 CHF 18:23:13 EUR/JPY +0,17 % 184,841 JPY 18:23:13

Telefonische Krankschreibung: DIW warnt vor mehr Fehlzeiten durch neue Regeln für Krankschreibungen

Nation

Durch strengere Regeln für Krankschreibungen rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nicht mit einer spürbaren Senkung des Krankenstands in Deutschland. Eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag könne stattdessen zu mehr Praxisbesuchen führen und Ansteckungsrisiken in Wartezimmern erhöhen, sagte der DIW-Ökonom Daniel Graeber. »Sollte dies dazu führen, dass Menschen trotz leichter Infekte an den Arbeitsplatz gehen, könnten Ansteckungen am Arbeitsplatz am Ende zu mehr Fehltagen führen, als wenn diese Beschäftigten einfach zu Hause geblieben wären«, warnte Graeber. Einen kausalen Zusammenhang zwischen den hohen Krankenständen der vergangenen Jahre und der seit Ende 2023 möglichen telefonischen Krankschreibung sieht Graeber nicht. Analysen auf Basis von Daten der Krankenkasse Barmer gäben keine Hinweise auf einen Anstieg der Arbeitsunfähigkeitsfälle durch Telefon- oder Video-Krankschreibungen. Hausärzte lehnen Pläne der Koalition ab Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband kritisierte die Pläne zur erschwerten Krankschreibung als »reine Symbolpolitik«. Die Bundesvorsitzende des Verbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, sagte der Rheinischen Post, die geplanten Änderungen würden weder den Krankenstand senken noch Missbrauch verhindern. Ginge es wirklich darum, Betrug zu bekämpfen, müsse man den »Wildwuchs« bei Videosprechstundenanbietern begrenzen, die teils aggressiv mit schnellen Krankschreibungen werben würden. »Wenn irgendwo großes Missbrauchspotenzial liegt, dann bei anonymen Plattformen, die damit Profit machen und ihre Kunden nicht einmal kennen. Dort ist Betrug Tür und Tor geöffnet und nicht in unseren Praxen!«, sagte Buhlinger-Göpfarth. Die telefonische Krankschreibung berge dagegen nicht mehr Missbrauchspotenzial als ein Praxisbesuch, da sie daran gebunden sei, dass die Praxis die Patientinnen und Patienten kenne.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren