Telekommunikation: Deutsche Telekom erhofft sich Milliarden-Einsparungen durch KI
Frankfurt. Die Deutsche Telekom will durch den verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) kräftig sparen. Im kommenden Jahr würden die Kosten im Vergleich zu 2023 voraussichtlich um 1,1 Milliarden Euro sinken, teilte der Bonner Konzern am Montag mit. Bis 2030 werde die Ersparnis auf 2,5 Milliarden Euro steigen. Die Ausgaben für die Nutzung dieser Technologie seien bei dieser Berechnung allerdings nicht berücksichtigt.
Gleichzeitig prognostizierte die Telekom ein kräftiges Wachstum ihres KI-Geschäfts. Die entsprechenden Umsätze außerhalb der USA würden bis 2030 auf rund 800 Millionen von derzeit etwa 250 Millionen Euro anwachsen.
„KI verändert die Telekom von Grund auf“, sagte Konzernchef Tim Höttges. „Sie macht unsere Netze besser und eröffnet neue Geschäftsmodelle, vom KI-Assistenten im Telefonat bis zur souveränen Infrastruktur für Europas Industrie.“ Die Deutsche Telekom betreibt unter anderem ein KI-Rechenzentrum in München. Sie entwickelt darüber hinaus eigenen Angaben zufolge eine Plattform für den Mittelstand, um wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren.
Ein digitaler Assistent soll künftig Gespräche in Echtzeit übersetzen, ihre Inhalte zusammenfassen oder Fragen dazu beantworten können. Intern helfe die KI, drohende Belastungsspitzen oder Störungen im Netz frühzeitig zu erkennen, hieß es weiter. Sie unterstütze zudem die Software-Entwicklung und entlaste den Kundendienst. Die Telekom will einen Teil der Einsparungen in den Ausbau ihres Glasfasernetzes stecken.