„Tempo, Tempo, Tempo“ - Taiwans Wirtschaftswunder zieht deutsche Firmen mit
Taipeh, Tokio. So schnell wie bei keiner anderen Industrienation wächst Taiwans Wirtschaft. Im ersten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr um rund 14 Prozent zu und stellte damit selbst den Nachbarn China in den Schatten. Für das laufende Gesamtjahr erwartet die Regierung ein Wachstum von 9,6 Prozent, etwa doppelt so viel, wie Peking anstrebt. Von der enormen Wirtschaftskraft des Landes können auch deutsche Unternehmen profitieren. Schon im vergangenen Jahr wuchs der Handel mit Taiwan laut dem Deutschen Wirtschaftsbüro Taipei, informell Auslandshandelskammer Taiwan genannt, um sechs Prozent. Bürochefin Eva Langerbeck sagt: „Besonders stark haben Maschinen und elektronische Ausrüstung für die boomende Chip- und Elektronikindustrie performt.“ So gibt es bereits einige Erfolgsbeispiele für deutsche Unternehmen wie etwa der Technologiekonzern Zeiss, die gelernt haben, sich an die herausfordernden Kunden-Anforderungen vor Ort anzupassen. Denn selbst taiwanische Firmen setzt die gebotene Schnelligkeit im Land unter Stress. Doch die Marktdynamik sorgt für lukrative Geschäfte – auch über die Internationalisierung der Kundschaft und bessere Einblicke in globale Trends.