Tennis: Alexander Zverev erreicht erstmals Finale von Wimbledon
Tennisprofi Alexander Zverev hat zum ersten Mal das Endspiel von Wimbledon erreicht. Der French-Open-Sieger aus Hamburg gewann sein Halbfinale gegen den britischen Außenseiter Arthur Fery mit 7:6 (7:0), 6:2, 6:4. Zu Beginn feuerte das Publikum Fery frenetisch an und hielt sich auch nicht zurück, als dem Deutschen ein Doppelfehler unterlief. Sein Break zum 3:1 gab Zverev wieder her, die Zuschauer brüllten und sprangen in der Anfangsphase des ersten Satzes von ihren Sitzen auf. Die Schiedsrichterin bat, »wenn möglich« nicht während der Ballwechsel laut zu werden. Es ging im ersten Satz in den Tiebreak, den Zverev zu null für sich entschied. Die Zuschauer verloren angesichts der Deutlichkeit in diesem entscheidenden Moment deutlich an Enthusiasmus. Nach den anfänglichen Problemen überzeugte Zverev dann mit seinen Aufschlägen ebenso wie an der Grundlinie und dominierte das Match gegen den britischen Überraschungshalbfinalisten ab dem zweiten Satz. Finale gegen Jannik Sinner »99,999 Prozent wollten, dass Arthur gewinnt. Aber es war eine tolle Atmosphäre, ein faires Publikum, ich habe jede Sekunde genossen«, sagte Zverev. Fünf Wochen nach seinem Sieg bei den French Open, seinem ersten Grand-Slam-Titel überhaupt, steht Zverev somit vor dem nächsten Karrierehöhepunkt. In seinem ersten Endspiel im All England Club trifft er am Sonntag auf den italienischen Weltranglistenersten Jannik Sinner. Der Titelverteidiger setzte sich im zweiten Halbfinale in London gegen den serbischen Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Đoković mit 6:4, 6:4, 6:4 durch.