Tennis | Alexander Zverev gewinnt Tennis-Thriller - und schreibt Geschichte
Alexander Zverev steht nach einem harten Match beim ATP-Masters in Cincinnati im Achtelfinale. Die Nummer drei der Weltrangliste, die nach den Absagen der Topstars Jannik Sinner und Carlos Alcaraz in Mason als Nummer eins der Setzliste startet, setzte sich in einem Tennis-Thriller gegen den Franzosen Terence Atmane durch. Nach rund 2:10 Stunden nutzte Zverev seinen zweiten Matchball, um Atmane mit 7:6 (7:4), 7:6 (8:6) in die Schranken zu weisen. Es war der zweite Sieg des Hamburgers im zweiten Vergleich mit der Nummer 45 des ATP-Rankings. Schon beim Masters von Madrid setzte sich Zverev im April mit 6:3 und 7:6 (7:2) durch. "Das war eine Steigerung gegenüber meines ersten Spiels. Ich bin froh, dass ich in zwei Sätzen weitergekommen bin. Er hat es einem schwer gemacht, selbst aggressiv zu spielen", kommentierte Zverev seinen jüngsten Erfolg gegen Atmane. Den besseren Start erwischte allerdings der Außenseiter, der im ersten Satz auf 3:0 davonzog und Zverev gleich dessen erstes Aufschlagspiel abnehmen konnte. Der 29-jährige DTB-Star bewies aber einmal mehr gute Nerven, bewahrte die Ruhe und schlug postwendend zurück. Im Tiebreak behielt Decider-Spezialist Zverev dann die Oberhand. Im zweiten Durchgang servierten beide Kontrahenten extrem souverän, lediglich Zverev musste zum Start einen Breakball abwehren, vier weitere Aufschlagspiele wurden zu Null, sechs zu 15 gewonnen. Wie eng das Match war, belegt auch ein Blick auf die Statistiken: Zverev, der 2021 in Cincinnati triumphieren konnte, gewann insgesamt 79 Punkte und damit nur sechs mehr als Atmane. Zverev auf den Spuren der absoluten Legenden Für ein Raunen sorgte ein Ballwechsel im ersten Durchgang, als Zverev den Franzosen aus kürzester Distanz mit dem Ball abschoss. Der Hamburger bat sofort um Entschuldigung und erneuerte diese nach dem Spielende. Atmane reagierte allerdings bereits direkt nach dem Treffer sehr gelassen. Während Atmane, der im Vorjahr mit dem Einzug ins Halbfinale überraschte, seinen Traum von einem weiteren Coup in Cincinnati begraben muss, geht es für Zverev im Achtelfinale gegen den Amerikaner Tommy Paul, der Adolfo Vallejo aus Paraguay 3:6, 6:3 und 6:4 bezwingen konnte. Für Zverev war es der 46. Sieg der Saison - und der 20. bei einem Masters. Es ist bereits das vierte Jahr, in dem Zverev diese Marke bei 1000er-Turnieren knackt. Mehr schafften nur Roger Federer, Novak Djokovic, Rafael Nadal und Andy Murray.