Tennis: Eva Lys spricht offen über Geldsorgen
Erst seit sie sich in den Top 100 etabliert hat, kann sie von ihrem Sport gut leben: Tennisspielerin Eva Lys, 24, hat öffentlich darüber gesprochen, wie schwer es lange Zeit für sie war, genug Geld zu verdienen. »Ich habe eine sehr seltsame Verbindung zu meinen Finanzen, denn mein ganzes Leben lang war das immer eine große Sorge«, sagte sie in dem Podcast »Nothing Major Show« . Bis vor den Australian Open im vergangenen Jahr, als sie mit dem Einzug ins Achtelfinale ihren Durchbruch feierte, habe sie jedes Jahr die Sorge gehabt, durch schwächere Ergebnisse in finanzielle Nöte zu geraten. »Denn ab Platz 120 verdient man zwar Geld, aber man ist nicht wirklich im Plus auf dem Bankkonto, wenn man alles für Reisen und so ausgibt«, sagte Lys. »Nachdem der erste Gehaltsscheck von den Australian Open eingegangen war, da wusste ich: Dieses Jahr muss ich mir keine Sorgen machen. Das war definitiv ein ganz tolles Gefühl, eines der besten, die ich je hatte, ehrlich gesagt.« Lys wird von ihrem Vater trainiert und seit Beginn ihrer Karriere familiär unterstützt. In der laufenden Saison hat die Hamburgerin immer wieder mit körperlichen Problemen zu kämpfen. Nach einer langwierigen Knieverletzung im Frühjahr musste sie zuletzt auch in Toronto ihr Erstrundenmatch aufgeben. Aus finanzieller Sicht hilft Lys in dieser Phase auch ihre Aktivität in den sozialen Netzwerken. »Was viele Leute nicht verstehen: Ich kann mit Social Media tatsächlich auch etwas Geld verdienen«, sagte sie. »Ich bin dadurch finanziell ein bisschen abgesicherter und es hilft mir somit beim Umgang mit Verletzungen. Natürlich mache ich das aus Spaß, aber gerade seit letztem Jahr hat sich das irgendwie auch zu meiner Marke entwickelt.« Lys, der auf Instagram derzeit rund 365.000 Menschen folgen, könnte nach ihrer erneuten Verletzungspause beim Turnier in Cincinnati (ab 13. August) wieder aufschlagen. Mit den beiden Podcast-Hosts Sam Querrey und John Isner verabredete sie zumindest ein Treffen abseits des Courts.