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Tennis: Novak Djokovic bremst Alexander Zverev bei der Jagd auf die Weltranglistenspitze aus

Sport

Damit kann Zverev bei den Turnieren in Asien Jannik Sinner nicht mehr von Platz eins der Weltrangliste verdrängen. Dafür hätte er in Peking und danach in Shanghai gewinnen müssen. Da Sinner aber wegen Kniebeschwerden auch für das Masters-1000-Event in der kommenden Woche absagen musste, kann Zverev den Rückstand zumindest weiter verkürzen.

Djokovic verwandelte gegen Zverev nach 2:34 Stunden seinen zweiten Matchball. Im Halbfinale trifft der 39-Jährige nun auf den Russen Daniil Medwedew. Für Djokovic war es in Peking der 32. Sieg in Serie, die langjährige Nummer eins der Welt hat dort noch nie ein Spiel verloren.

»Er ist im Moment der beste Spieler auf der Welt«

»Das sind die Momente, für die ich noch Tennis spiele«, sagte Djokovic nach seiner beeindruckenden Vorstellung. »Er ist im Moment der beste Spieler auf der Welt, hat einen unglaublichen Lauf und viel Selbstvertrauen. Wenn er so aufschlägt wie im Moment, dann ist es ein Albtraum, gegen ihn zu spielen. Die wenigen Chancen, die du bekommst, musst du nutzen, und das ist mir heute zum Glück gelungen«, sagte der Serbe.

In einer Partie auf höchstem Niveau dauerte schon der erste Satz eine knappe Stunde, ehe Zverev seinen zweiten Satzball zum 6:4 nutzte. Im zweiten Durchgang vergab Zverev beim Stand von 4:4 einen Breakball, um kurz danach selbst seinen Aufschlag und damit den Satz abzugeben. Auch im dritten Satz lieferten sich beide ein Duell auf Topniveau, in dem Zverev am Ende etwas die Luft ausging.

Zverev profitiert von Verletzungen der Konkurrenz

Sein großes Ziel bis zum Ende des Jahres ist es, Sinner als Nummer eins der Welt abzulösen. Und die Chancen stehen trotz der Niederlage gegen Djokovic gut. Bei dem von Sinner abgesagten Masters-Turnier in Shanghai wäre der Italiener als Titelverteidiger an den Start gegangen und verliert nun viele Weltranglisten-Punkte . Wann Sinner auf die Tour zurückkehrt, ist ungewiss.

Zverev wäre bei den Männern erst der zweite Deutsche nach Boris Becker auf dem Tennis-Thron. Becker war insgesamt zwölf Wochen die Nummer eins der Welt. Anfang Februar nach den Australian Open hatte Zverev noch mehr als 9000 Punkte Rückstand auf den damals führenden Carlos Alcaraz und knapp 5700 auf den zweitplatzierten Sinner. Weil Alcaraz in diesem Jahr aber monatelang wegen einer Handgelenksverletzung ausfiel und jetzt Sinner pausieren muss, hat sich die Situation zugunsten Zverevs gewandelt.

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