Tennis: Serena Williams sorgt für Eklat nach Aus in Wimbledon
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Gefeiert wurde sie so, wie es ihr gebührt: Als Superstar, der der Tennisszene guttut. Gegeben hat sie sich wie eine schlechte Verliererin. Wirbel um Tennis-Ikone Serena Williams (44)! Die Amerikanerin schied bei ihrem Einzel-Comeback nach fast vier Jahren Pause in Wimbledon in der 1. Runde aus – erwartungsgemäß. Gegen die Australierin Maya Joint (20) verlor die langjährige Nummer 1 3:6, 7:6, 3:6. Was danach passierte, war ihrer unwürdig. Wie alle anderen auch hätte die 23-malige Grand-Slam-Siegerin zur Pressekonferenz gehen müssen. Auch wenn es schon spät am Abend war, alle anderen kamen. Ihre Gegnerin, sowie die Stars Stan Wawrinka (41) und Matteo Berrettini (30), die fast zeitgleich fertig waren. Doch Williams ließ auf sich warten. Bis eine Durchsage über die Lautsprecher in den Presseräumen kam: „Serena Williams wird keine Pressekonferenz abhalten, stattdessen kommt ein Statement über WhatsApp.“ Williams-Managerin: Serena hat Knieverletzung Das las sich dann erwartungsgemäß belanglos: „Es war wirklich toll, wieder in Wimbledon zu sein. Ich hätte nie gedacht, dass ich hier sein würde. Die Atmosphäre war fantastisch. Der Einlauf war einfach unglaublich. Ich habe es total genossen, es vermisst und diesen Moment mehr als alles andere ausgekostet.“ Davon, dass sie sich angeblich eine Knieverletzung zugezogen hat, kein Wort. Doch genau das behauptet 16 Stunden später ihre Managerin Jill Smoller (61). Die teilt mit, dass sich Williams die Blessur Ende des ersten Satzes zugezogen habe. Interessant, dass sie dann in beeindruckender Manier den zweiten Durchgang gewann, keine medizinische Auszeit nahm und ohne Probleme die Anlage verlassen konnte. Von einer Verletzung war im zweiten und dritten Satz nicht das Geringste zu sehen. Serena: „Tue alles, um für das Doppel bereit zu sein“ Am Mittwochnachmittag meldet sich Williams selbst via Instagram zu Wort und wiederholt zu Teilen ihre Aussagen aus der Nacht. Zusätzlich schreibt sie: „Ich bin so unglaublich dankbar für die Wildcard und noch dankbarer, dass meine Töchter gesehen haben, dass es nie zu spät ist, etwas zu tun, das man liebt.“ Dass die Organisatoren in Wimbledon, die in jeder Hinsicht streng auf die Etikette achten, das nicht gutheißen, dessen darf man sich gewiss sein. Und so drohen Williams, die eine Wildcard des Veranstalters erhielt, eine Strafe von 44.000 Euro. So wollen es die Regeln. Da ist der Versuch der Managerin wohl nicht mehr als der plumpe Versuch, die Geldbuße zu umgehen, denn der Wirbel, den die Verweigerung der Pressekonferenz ausgelöst hat, ist enorm. Den will das Williams-Umfeld nun eindämmen, doch das geht nach hinten los. Mit der Verletzung als Begründung hätte man am Dienstagabend ohne Probleme den Medien absagen können. Ob es in ihrem Fall dank ihrer Prominenz, die berühmte Ausnahme gibt, die die Regel bestätigt, ist dennoch nicht unwahrscheinlich, auch wenn die Macher des Turniers in ihrer Aktion ihre Dankbarkeit vermissen, dass sie hier im Hauptfeld starten durfte. Und einen Auftritt hat sie ja noch. Mit Schwester Venus (46) hat Serena für das Doppel gemeldet. „Ich werde alles tun, um für das Doppel bereit zu sein“, so Serena bei Instagram. Auch dies wird ein Comeback nach fast vier Jahren sein. Und wieder steht die Frage: Wird sie danach vor den Medien sprechen?