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Tennis: Star-Coach mit heftiger Attacke auf Zverev - "Es gibt immer eine Ausrede"

Sport

Alexander Zverev muss nach seinem frühen Aus beim ATP-Masters in Montreal heftig Kritik einstecken. Die ehemalige Weltranglistenerste im Doppel, Rennae Stubbs, warf dem deutschen Tennisprofi vor, nach seiner Niederlage gegen Tallon Griekspoor Ausreden zu suchen. Zverev hatte bei seinem ersten Turnier nach der Finalniederlage in Wimbledon überraschend in drei Sätzen gegen den Niederländer verloren. Anschließend zeigte sich der 29-Jährige unzufrieden mit den Bedingungen in Montreal und den verwendeten Wilson-Bällen, die sich deutlich von den Dunlop-Bällen unterscheiden, mit denen zuletzt in Wimbledon gespielt wurde. "Mit den Bedingungen und den Bällen wird es wahrscheinlich einige überraschende Ergebnisse geben", sagte Zverev. Gleichzeitig stellte er jedoch klar, dass dies nicht der Hauptgrund für seine Niederlage gewesen sei. "Ich bin einfach noch nicht in der Form, die ich in den vergangenen Monaten hatte", erklärte die deutsche Nummer eins. Für Stubbs sind solche Aussagen dennoch fehl am Platz. Im "The Rennae Stubbs Tennis Podcast" erinnerte sie daran, wie die größten Spieler der Tennisgeschichte mit Niederlagen umgingen. "Habt ihr jemals Rafael Nadal, Novak Djokovic, Roger Federer oder Serena Williams nach einer Niederlage die Bälle verantwortlich machen hören? Was machen wir hier eigentlich? Ja, die Bälle sind anders, aber das gilt für beide Spieler", sagte die Australierin, die vor einigen Jahren unter anderem Serena Williams trainierte. "Champions passen sich an" Ihre Podcast-Kollegin Caitlin Thompson verwies dabei auf ein berühmtes Zitat der Tennis-Legende Billie Jean King: "Champions passen sich an." Stubbs stimmte dieser Aussage uneingeschränkt zu. Ihrer Meinung nach gehöre es zur Aufgabe eines Topspielers, sich auf unterschiedliche Bedingungen einzustellen. "Dann spann deine Saiten eben härter oder finde eine andere Lösung. Wir kennen diese Situation alle. Nach Wimbledon fliegen die Wilson-Bälle anders. Manche Spieler mögen das, andere nicht – aber man muss sich anpassen", erklärte sie. Besonders deutlich wurde Stubbs mit Blick auf die größten Namen der Tennisgeschichte: "Wenn Rafael Nadal, Roger Federer oder Novak Djokovic in Kanada verloren haben, haben sie nie die verdammten Bälle verantwortlich gemacht. Sie wussten, dass dort mit Wilson-Bällen gespielt wird – und haben sich darauf eingestellt", polterte Stubbs.

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