Tennis, US Open | Karriereende? Boris Becker mit düsterer Djokovic-Vermutung
Der Traum vom 25. Grand-Slam-Titel seiner Karriere ist für Tennis-Superstar Novak Djokovic bei den US Open bereits nach der ersten Runde geplatzt. Gegen den Argentinier Mariano Navone musste der 39-Jährige nach einem harten Kampf über fünf Sätze die Segel streichen. Boris Becker vermutet, dass sich sein Ex-Schützling mit einem Karriereende beschäftigen wird.
Nach rund 4:40 Stunden war die Sensation perfekt: Mariano Navone nutzte seinen ersten Matchball, um die US-Open-Reise des sichtlich entkräfteten Novak Djokovic früh zu beenden. Die Nummer 49 der Weltrangliste setzte sich mit 7:6, 5:7, 4:6, 6:2 und 6:1 gegen die Nummer fünf des ATP-Rankings durch und schrieb damit ein Stück Tennis-Geschichte.
Gegen den Argentinier war Djokovic mit fortschreitender Spieldauer immer deutlicher anzusehen, dass ihm sein Körper zu schaffen machte. Der Routinier stützte sich immer wieder erschöpft auf seinem Schläger ab. Er kämpfte noch auf dem Platz gegen die Tränen, übergab sich sogar in einer Ecke des Courts. Vor dem Decider ließ sich Djokovic zudem am Rücken behandeln.
Tennis: Novak Djokovic "muss sich Gedanken machen"
"So kann es nicht weitergehen - das tut mir in der Seele weh", sagte Tennis-Ikone Boris Becker, der zwischen 2013 und 2016 drei Jahre lang als Coach des Serben aktiv war, bei "Sporteurope.tv" und legte mit Blick auf ein mögliches Ende der Laufbahn des Routiniers nach: "Dafür ist er ein zu großer Superstar, deswegen wird er sich genau überlegen, wie es weitergeht."
Sein ehemaliger Schützling "muss sich Gedanken machen über die Zukunft", stellte der 58-Jährige klar: "Ich hätte eine Idee, aber die sage ich nicht on air, sondern überlege nochmal ein bisschen. Irgendwann ist es eben auch vorbei, dann ist die Frage, wo schafft man diesen Schritt." Denkbar, dass die deutsche Tennis-Ikone damit auf ein Karrierende des 39-Jährigen anspielt.
Bereits nach der Erstrundenniederlage beim Masters in Cincinnati im Vorfeld der US Open enthüllte Djokovic, dass sein Körper ihm immer wieder einen Strich durch die Rechnung mache, wenn es heiß und schwül sei. Die Anzeichen dafür, dass sich die beeindruckende Karriere des Rekord-Grand-Slam-Siegers ihrem Ende entgegenneigt, lassen sich nicht völlig von der Hand weisen.