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Tennis: Zverev wird erstmals die Nummer eins der Weltrangliste

Sport

Trotz Schrecksekunde fokussiert zum Auftaktsieg – und zum großen Karriere-Erfolg: Alexander Zverev ist erfolgreich ins Masters von Shanghai gestartet. Der Sieger der French Open und US Open setzte sich am Freitag 6:4, 7:6 (7:4) gegen Lokalmatador Wu Yibing durch. Zverev, der im zweiten Satz mit dem linken Fuß leicht umknickte und kurz auf dem Platz sitzenblieb, wird spätestens zum Jahresende sicher die Nummer eins der Welt sein.

„Ich bin sehr froh darüber, dass ich es heute in zwei Sätzen geschafft habe. Er geht voll auf jeden Ball, ich habe aber gut serviert“, sagte Zverev nach seinem erfolgreichen Turniereinstieg. Er kann in der 25-Millionen-Metropole viel Boden in der Verfolgung auf Jannik Sinner gutmachen. Der Südtiroler, aktuell an der Spitze des Rankings, hat seine Saison aufgrund von Knieproblemen vorzeitig beendet – und wird in der Endphase der Saison entsprechend weitere Punkte verlieren. Genügend, damit Zverev an ihm vorbeizieht. Selbst wenn der Deutsche ab jetzt kein Match mehr bestreiten würde.

Für Zverev geht es damit nur noch um den Zeitpunkt, wann er als erster deutscher Profi seit Boris Becker auf den Tennisthron klettert. Durch seinen Auftaktsieg in Shanghai kann auch Carlos Alcaraz nicht mehr die Punktzahl von Zverev erreichen, selbst wenn der Spanier alle verbleibenden Turniere gewinnt und Zverev nicht mehr antreten sollte. Alcaraz hat jedoch für den Six Kings Slam gemeldet und verpasst damit die für die Aufholjagd notwendigen Turniere in Almaty, Brüssel oder Lyon. Und da Ben Shelton, der Zverev ebenfalls noch hätte abfangen können, auch bei keinem dieser Turniere auf der Meldeliste auftaucht, kann auch der US-Amerikaner den Deutschen nicht mehr überholen.

„Es ist im Moment ein Gesprächsthema für alle“, hatte er vor seinem Turnierstart gesagt. Der Olympiasieger von Tokio kann das große Thema zwangsläufig nicht komplett ausblenden, betonte aber in Shanghai seinen Fokus auf die eigenen Auftritte und damit den Auftakt gegen Wu.

Im ersten Satz war die hohe Konzentration des klaren Favoriten dann auch direkt zu spüren. Zverev brachte 74 Prozent seiner wuchtigen ersten Aufschläge ins Feld und ließ den Außenseiter nie an einem Break schnuppern. Im zweiten Durchgang nahm Zverev seinem Kontrahenten direkt den Aufschlag ab, doch Wu kam noch einmal zurück und gestaltete das Duell nun ausgeglichener. Beim Stand von 5:5 überstreckte Zverev seinen Fuß, bewegte sich nach dem Schreck aber schnell wieder gut.

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