Terror-Prozess um Reichsbürger um Prinz Reuß: Bereits acht Freilassungen
Prozess gegen Gruppe um Prinz Reuß Acht Freilassungen, ein Todesfall und erste Geständnisse Lars Wienand berichtet aus Frankfurt 09.08.2026 - 17:17 UhrLesedauer: 10 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Lange plätschert das größte deutsche Staatsschutzverfahren gegen Heinrich XIII. Prinz Reuß und seine mutmaßlichen Mitverschwörer vor sich hin. Inzwischen kommen immer mehr Angeklagte frei – und andere durch Geständnisse unter Druck. Haft oder keine Haft? Die Hellseher waren sich nicht einig, wie es mit Peter Wörner nach der Durchsuchung im April 2022 weitergehen würde. Bei dem 58-jährigen früheren Kommandosoldaten hatte morgens ein bayerisches SEK vor der Tür gestanden. Seine Partnerin hielt danach für ihn beim Tarot die Turm-Karte in Händen – "das Verlies, eindeutig", erinnert sich Wörner. Doch da gab es ja noch den 62-jährigen Thomas T., den Gruppenhellseher, und der sah das ganz anders: "Der hat das abgetan und gesagt, es würden ganz andere verhaftet", so Wörner. Heute weiß er, dass seine Freundin das bessere Medium war. Wörner sitzt als Angeklagter im Prozess des eigens errichteten Hochsicherheitsgerichts in Frankfurt am Main und wird seit mehr als drei Jahren dorthin aus der Untersuchungshaft gebracht. Am 7. Dezember 2022 waren 3.000 Polizisten im Einsatz, um nicht nur ihn festzunehmen. Bei Seher Thomas T. klickten ebenfalls die Handschellen, bei einer zweiten Seherin "Astro-Hilde" sowie bei 22 anderen Männern und Frauen. Als maskierte Polizisten dann einen Mann in einem Tweed-Sakko abführten, machten vorab informierte Fotografen eines der prägendsten Nachrichtenfotos des Jahres. Der Name des fotografierten Festgenommenen stand schnell fast synonym für Bedrohung durch antidemokratische Staatsfeinde aus dem verschwörungsideologischen Milieu: Heinrich XIII. Prinz Reuß. Die Festnahmen am 7. Dezember 2022 waren der große Schlag gegen Reuß und seine Gruppe. Er fand riesigen Nachhall in Politik und Medien. Als zwei Jahre später, im Frühjahr 2024, der "größte Terrorprozess aller Zeiten" mit Angeklagten an den Oberlandesgerichten Frankfurt, Stuttgart und München begann, gab es Wartelisten für Journalisten, die daran teilnehmen wollten. Der Seher brachte einen Stein ins Rollen Doch was wurde daraus? Einen Todesfall und acht Freilassungen gab es im Verlauf des Prozesses, eine Aussicht auf ein baldiges Urteil gibt es dagegen nicht. Ein Wust an Chats und Gesprächsmitschnitten wurde verlesen und angehört, deren Inhalt durch die Anklage weitgehend bekannt war. In Frankfurt sagten in den zwei Jahren des bisherigen Prozesses 22 von 260 benannten Zeugen aus – einige Angeklagte über viele Tage hinweg oft mit vielen Worten und wenig Erkenntnis. Doch zuletzt ist Bewegung in den Fall gekommen. Angeklagte brachen ihr Schweigen, um mit Teilgeständnissen ihre Situation zu verbessern. Beteiligte haben das Vorhaben bestätigt, dass in den Bundestag bewaffnet eingedrungen werden sollte, Heimatschutzkompanien einberufen und Waffen gekauft werden sollten. Und das setzt die anderen Angeklagten unter Zugzwang. Das Geständnis des Sehers T.: Thomas T. aus dem Kreis Ansbach hat einen Stein ins Rollen gebracht, als er im Januar 2026 in München gestand: Er habe seine Vorausahnungen den falschen Personen erzählt und sie damit womöglich aufgestachelt, sagte der 62-Jährige da. Er trage eine Mitschuld an der "dynamischen Entwicklung der Ereignisse". Die Beteiligten hofften und glaubten, dass eine "Allianz" eingreifen werde, ein geheimer Zusammenschluss mit Donald Trump und Wladimir Putin, mit internationalen Militärs und guten Absichten. Die "Allianz" werde den Deep State und einen großangelegten Kindesmissbrauch beenden, Kinder aus unterirdischen Tunneln retten und die Schuldigen zur Rechenschaft ziehen. In den Zukunftsvisionen sollte ein Rat mit den Verschwörern dabei helfen und die "deutschen Interessen" vertreten. Einer wollte schon für die Allianz gekämpft haben So sagten es die Seher, und was sie sagten, ergänzte das, was zwei für die Gruppe wichtige Akteure beisteuerten: Alexander Q., Betreiber eines Telegram-Kanals, lieferte vermeintliche Neuigkeiten aus den Untiefen der verschwörungsideologischen QAnon-Bewegung, die etwa durch einen weinenden Xavier Naidoo bekannt wurde. Der mehrfach verurteilte 54-jährige Betrüger Marco van H. habe behauptet, in Kontakt zu der "Allianz" zu stehen und sogar für die "Allianz" gekämpft zu haben. Heute stellen sich viele aus der Gruppe als Getäuschte der anderen dar, als naiv und viel zu leichtgläubig in der Coronazeit, die sie radikalisierte. Getäuscht von dem Messengerdienst Telegram etwa, aber auch von den Sehern. "Wir haben ihnen geglaubt, das ist unser Verbrechen", sagt Wörner. Und Reuß: Irgendwann sei er sich sicher gewesen, "dass es die Allianz nicht gab und dass ich und auch andere hier Angeklagte regelrecht belogen wurden". T. soll etwa spirituelle Überprüfungen vorgenommen haben, wer zur Gruppe stoßen konnte, in anderen Zusammenhängen aber auf Hightech vertraut haben: 14 Iridium-Satellitentelefone für die Führungsriege wurden auf seine Initiative beschafft und verteilt. Der Handwerker war auch Gastgeber des Gründungstreffens und fungierte für den Prinzen wie ein Sekretär, nannte ihn "Hoheit". Der Wahrsager soll für den früheren Leutnant Wörner die Vision parat gehabt haben, er sehe ihn "in einer schwarzen Uniform mit goldenem Eichenlaub mit ein, zwei Sternen" – also als General. Schwarze Uniformen von der SS hatte Wörner zu Hause. Aus historischem Interesse, sagte er und präsentierte sich als Bewunderer ihrer militärischen Leistungen. Für die Gruppe kaufte er selbst in Militärbedarfsläden für 40.000 Euro schwarze Kampf- und Schutzkleidung und Ausrüstung ein. Loading... Loading... Loading... T. sagte noch vor der Festnahme in einem abgehörten Telefonat zu seinem Sohn, die Leute wollten "da die Wehrmacht wieder aufleben lassen", es seien "Dreckschweine". Er berichtete dem Sohn auch vom Plan, mit 20 Leuten bewaffnet in den Reichstag einzudringen und dort Politiker festzunehmen. Ex-Soldat Wörner: Reichstag für militärische Aktion ausgespäht T. räumte ein, er habe in gewissem Maß in Kauf genommen, "dass Wörner Gewalt anwenden würde". T. hatte allerdings an einem von Wörner organisierten Schießtraining im April 2022 teilgenommen. Ihn hätten in der Folge die Gewaltfantasien von Wörner aber alarmiert, sagte er. Er räumte damit als Erster ein: Gewalt war nicht ausgeschlossen in den Plänen. Die Verteidigungslinie der Angeklagten bekam damit Risse. Das Geständnis des Soldaten Peter Wörner: Der frühere Soldat Wörner hatte sich lange Zeit nicht zur Sache geäußert. Monate nach dem Geständnis von T. ist er jetzt in die Offensive gegangen, räumt manches ein und beschuldigt andere Angeklagte. In seiner seit Ende Juli in bisher vier Prozesstagen laufenden Aussagen gab er zu, das Reichstagsgebäude ausgespäht zu haben, und erklärte, es sei "von einer militärischen Aktion" die Rede gewesen. 20 bis 25 Mann habe man dafür einsetzen wollen. Die Behörden waren überhaupt erst auf ihn gestoßen, weil er dazu Verstärkung suchte. Wörner: "Wir hatten ja überhaupt nicht ausreichend Personal, erst recht nicht qualifiziertes." Nur ein sehr kleiner Teil der Leute mit militärischem Hintergrund habe eine infanteristische Ausbildung gehabt. Er schrieb deshalb etwa die aktiven Bundeswehr-Generäle Markus Laubenthal und Martin Schelleis an. In QAnon-Kanälen wurden diese Offiziere als heimliche Vertreter der "Allianz" gehandelt. Und Weissager T. behauptete, in einer seiner "Schauungen" diese hohen Militärs in einem Lagerraum gemeinsam mit Teilen der Reuß-Gruppe gesehen zu haben, sagte Wörner aus. Doch Wörner bekam keine Rückmeldung. Der mitangeklagte frühere Oberst Maximilian Eder sei stärker ins Spiel gekommen, um unter früheren Lehrgangsteilnehmern mögliche Mitstreiter zu finden. Eder spricht immer wieder von den entführten und gefangenen Kindern, die man habe befreien wollen. Im Prozess hat der 67-Jährige Putschpläne bestritten. Allerdings hatte er noch kurz vor seiner Festnahme in einem Video einen Umsturz angekündigt und davon gesprochen. Empfohlener externer Inhalt Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X -Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X -Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren. X-Inhalte immer anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen. Wörner sagte als Zeuge, man habe auch Waffen bestellen wollen und widersprach damit Eder. Die imposante Zahl von 382 Schusswaffen und knapp 150.000 Schuss Munition war kurz nach der Razzia bekannt geworden. Sie relativierte sich, Armbrüste und Schleudern waren als Schusswaffen mitgezählt worden. 138 potenziell scharfe Schusswaffen waren bei den Durchsuchungen gefunden worden, mindestens 62 davon legal im Besitz der Beschuldigten. "Nur" acht waren eindeutig illegal. Anführer des militärischen Arms schweigt bisher Mit weiteren Waffen habe man "Teile des Militärs vollständig ausstatten" wollen, so Wörner im Zeugenstand. Er berichtete von einem Gespräch mit dem 73-jährigen Rüdiger von Pescatore, dem im Prozess bisher schweigenden Leiter des militärischen Arms, einem früheren Oberstleutnant und Kommandeur eines Fallschirmjägerbataillons. Pescatore war aus der Bundeswehr ausgeschieden, nachdem er Waffen beiseitegeschaffen hatte und 1999 verurteilt wurde. Pescatore habe ihm gesagt, dass ein Schweizer Brüderpaar 30.000 Euro für Waffen erhalten habe. Der frühere Oberst Eder war für den Kontakt zu den Schweizern verantwortlich und gab im Prozess an, dass Geld sei für Recherchen zu den vermeintlichen unterirdischen Kindergefängnissen gedacht gewesen. Doch nicht nur Waffen fehlten, auch Leute. Mit 20 bis 25 Personen habe man in den Reichstag gewollt. Wörner berichtet von Rekrutierungsversuchen auch im Norden Deutschlands, an denen er aber nicht beteiligt war, von Beteiligten in Sachsen und Thüringen, die er kaum gekannt habe. Wörner suchte Hilfe auch beim Kopf einer anderen Verschwörergruppe. Er wandte sich an Sven Birkmann, der mit seiner "Klabautermann"-Gruppe den Plan hatte, einen deutschlandweiten Black-out auszulösen, Karl Lauterbach zu entführen und ein neues Parlament einzusetzen. Was beide Verfahren verbindet: Die Gruppen steckten in Vorbereitungen und Planungen, hatten aber noch keine Taten begangen, und es ist auch unklar, ob es dazu je gekommen wäre. Es muss aber kein Schuss fallen und kein Blut fließen für lange Haftstrafen. Wer sich "in einer inländischen terroristischen Vereinigung mitgliedschaftlich betätigt oder eine solche Vereinigung unterstützt" hat oder ein "hochverräterisches Unternehmen gegen den Bund" vorbereitet, wie es im Strafgesetzbuch heißt, kann deshalb verurteilt werden. Das ist auch eine Grundlage zum Verständnis des Reuß-Verfahrens. Die verhinderten Revolutionäre um Birkmann sind bereits zu langjährigen Strafen verurteilt. Bei solchen Tatbeständen ist die Strafbarkeit nach vorn verlagert, also in das Vorfeld der eigentlichen Tat. Hintergedanke des Gesetzgebers: Eine bewaffnete Gruppe, die einen Umsturz plant, soll gestoppt werden dürfen, bevor Menschen zu Schaden kommen – nicht erst danach. "Was dann die bayerische Polizei macht, ist egal" Als Wörner das Gespräch mit Birkmann führte, stand sein Gesprächspartner bereits unter Beobachtung und das Treffen löst im April 2022 den SEK-Einsatz bei Wörner aus. Danach, so sagte er im Zeugenstand, sei er in der Gruppe isolierter gewesen. Zu Reuß hätte er gar keinen Kontakt mehr haben dürfen: "Der sollte unter allen Umständen rausgenommen und geschützt werden." Ein Strategiewechsel in der Gruppe habe nicht stattgefunden. An Strategie und Planung habe sich durch die Durchsuchung sonst nichts verändert. "Wir waren ja alle im Glauben, da ist die mächtige Allianz hinter uns. Was dann die bayerische Polizei macht, ist egal." Mit dem Argument der Visionen versucht Wörner, den Plan zu relativieren, bewaffnet in den Reichstag einzudringen. T. hatte "gesehen", dass es keine Toten geben werde. Für Wörner auch folgerichtig: Wenn die "Allianz" mit Hunderttausenden Soldaten auf der anderen Seite stehe, sei es ja wahnwitzig, Widerstand zu leisten. Wieder betont er auch hier: Man habe ja ohne die "Allianz" nichts tun wollen. Was dazu im Widerspruch steht: Wörner betonte mehrfach, wie wenige Leute mit richtiger Ausbildung für einen Infanterieeinsatz er gehabt habe. Mit seiner Bestätigung, dass eine militärische Gruppe für den Gang in den Bundestag zusammengestellt wurde, zerstört Wörner Teile der Verteidigungslinie der früheren AfD-Bundestagsabgeordneten, der 61-jährigen Birgit Malsack-Winkemann. "Klar wurde davon gesprochen, dass es um eine militärische Aktion geht", sagte er. Sie hätten da nicht "wie die sieben Schwaben reinspazieren" wollen. Malsack-Winkemann hatte 2021 als damalige Parlamentarierin zweimal Gruppen des militärischen Arms durch den Reichstag, konkret das Bundestagsgebäude und unterirdische Tunnel geführt, nannte das im Prozess aber einen "rein touristischen Besuch". In einem abgehörten Telefonat hatte sie ihrer Seherin und Mitarbeiterin Hilde L. gesagt: Bewegen könne sie erst was, "wenn die Parteien abgeschafft sind und wir ein anderes System bekommen". Hilde L. sagte in München auch aus, Malsack-Winkemann habe kaum abwarten können, dass es endlich losgehe. Malsack-Winkemann sagte an sechs Verhandlungstagen im Sommer 2024 aus, beantwortete später noch einmal Fragen und wies alle Vorwürfe zurück: Die Anklage sei ein "Ammenmärchen", um "eine terroristische Vereinigung zu konstruieren". Der Leiter des militärischen Arms, Rüdiger von Pescatore, sei sogar ihr Gegenspieler gewesen. "Ich bin keine Königliche Hoheit" Damit wollte sie wohl deutlich machen, dass sie mit möglichen dortigen Plänen nichts zu tun hatte. Der "Rat", das vorgebliche Kabinett einer neuen Regierung, war demnach nur eine Runde, in der gut gegessen, getrunken und diskutiert worden sei. So ähnlich schilderte es auch Heinrich XIII. Reuß, der im Prozess vielfach Aussagen gemacht hat: "Gesprächskreis intellektueller Personen mit wechselnden Themen" – und er habe als Gastgeber ja auch öfter mal den Raum verlassen und manches verpasst. Auch der Prinz sieht sich als strikter Gegner von Gewalt, und er habe nur moderiert. Er wehrt sich auch gegen die Rolle als Rädelsführer: "Ich bin weder Königliche Hoheit noch Chef von Leuten, die behaupten, ich wäre ihr Chef." Die Freilassungen: Der Verteidiger von Prinz Reuß, Roman von Alvensleben, forderte im Mai auch, sein Mandant solle aus der U-Haft entlassen werden. Es geht dabei nicht um Schuld oder Unschuld, sondern um eine Verhältnismäßigkeitsfrage, die mit zunehmender Verfahrensdauer anders bewertet werden kann. Die Gerichte müssen entscheiden: Ist bei einer Verurteilung mit einer erheblichen Freiheitsstrafe zu rechnen, die das Ausmaß der bisherigen Untersuchungshaft deutlich übersteigt? Droht keine lange weitere Haft mehr, gibt es auch wenig Fluchtgrund. Inzwischen hat ein Großteil der Angeklagten in Frankfurt, Stuttgart und München beantragt, freigelassen zu werden. Der Antrag von Reuß wurde ebenso zurückgewiesen wie der von Thomas T. in München: T. ist zuletzt am 13. Juli gescheitert mit seinem Freiheitswunsch. Die Begründungen liefern Fingerzeige. Ein Münchner Gerichtssprecher sagte t-online dazu: "Der Senat geht davon aus, dass der Angeklagte T. im Falle einer Verurteilung mit einer erheblichen Freiheitsstrafe zu rechnen hat, die das Ausmaß der bisherigen Untersuchungshaft deutlich übersteigt." Mit längerer Prozessdauer kommen mehr Angeklagte frei Anders verlief es bei Vitalia B., der 42-jährigen Lebensgefährtin des Prinzen. Sie konnte im Dezember 2025 nach fast genau drei Jahren Haft das Gefängnis verlassen. Ihr Haftbefehl wurde aufgehoben. Die Erste war sie nicht im Prozess, die in Freiheit kam. Das war Seherin Hilde L. Doch die Umstände waren andere, als diese im August 2025 entlassen wurde: Sie war gesundheitlich angeschlagen. Der Prozess in München ging ohne sie weiter. Hilde L. starb am 29. September. Das Münchner Gericht setzte im Juni dieses Jahres den Haftbefehl gegen einen Mann aus Olbernhau unter strengen Weisungen außer Vollzug. Er soll Rekrutierungstreffen zum Aufbau von "Heimatschutz-Kompanien" organisiert und beim russischen Generalkonsulat einen Termin zur möglichen Unterstützung vereinbart haben. Fünf der verbliebenen sieben Angeklagten in München haben Anträge auf Haftentlassung gestellt. Im Hochsicherheitsbereich des Gefängnisses in Stuttgart-Stammheim sind von den ursprünglich neun Angeklagten des militärischen Arms der Gruppe nur noch vier im Gefängnis. Das Gericht selbst hatte in vier Fällen von Amts wegen die Haftbefehle außer Vollzug gesetzt – wegen des drohenden Missverhältnisses. Im fünften Fall hatte ein Angeklagter einen solchen Antrag gestellt. Verwendete Quellen Teilnahme am Prozess in Frankfurt Anfrage an die Gerichte spiegel.de: Lebensbeichte eines selbst ernannten Hellsehers flz.de: „Reichsbürger”-Prozess mit Thomas T.: Wer erzählt hier die Märchen? flz.de: Als Maulwurf in der "Reichsbürger"-Gruppe? Thomas T. überrascht mit seiner Aussage hessenschau.de: Ex-KSK-Soldat bestätigt Pläne für bewaffnete Aktion faz.net: Früherer KSK-Soldat spricht über "militärische Aktion" (Abo-Inhalt) sueddeutsche.de: Krieg der Sterne (Abo-Inhalt) sueddeutsche.de: "Das sind Dreckschweine, einfach Dreckschweine" stuttgarter-zeitung.de: „Mit Panzerfäusten sollte in Häuser geschossen werden" hessenschau.de: Ex-AfD-Abgeordnete beendet Mammut-Aussage im Reichsbürgerprozess zeit.de: Bundeswehrwaffen bei Reichsbürgerrazzia gefunden swr.de: Grillfest oder Umsturz-Planungen? Angeklagter erzählt von "Reichsbürger"-Treffen in Horb Quellen anzeigen Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... ShoppingAnzeigen Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading...