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Terrorverdächtiger in Höxter festgenommen - er soll für den IS gekämpft haben

Nation

Höxter/Bottrop. Polizisten haben am frühen Donnerstagmorgen in Bottrop und Höxter zwei Terrorverdächtige festgenommen. Den beiden irakischen Staatsangehörigen wird vorgeworfen, bewaffnet für die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) gekämpft zu haben. Seit März sollen die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und das Landeskriminalamt NRW ermittelt haben. Zuerst berichtete die „Bild“. Die beiden Personen sollen mindestens von Mitte 2015 bis Ende 2016 im Irak als IS-Kämpfer tätig gewesen sein. Auf die Spur der Verdächtigen war das Bundeskriminalamt gekommen, weil ihre Namen auf einer Liste des IS aufgetaucht sein sollen, die als sogenannte „Battlefield Evidence“ dient. Solche „Beweismittel aus Konfliktgebieten“ sind Daten, Materialien oder Informationen, die von Militär und Nachrichtendiensten in Gebieten bewaffneter Konflikte gefunden wurden. Demnach sollen die beiden Personen auch an Kampfhandlungen mit Toten beteiligt gewesen sein. Die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf, Juliane Rein, bestätigte den Einsatz im Gespräch mit der Neuen Westfälischen. Demnach sei am Donnerstagmorgen eine 29 Jahre alte verdächtige Person in Höxter festgenommen worden, der vorgeworfen wird, für die Terrororganisation IS tätig gewesen zu sein. „Der Tatzeitraum liegt allerdings schon eine Zeit zurück“, sagte Rein. Vor gut zehn Jahren, von 2015 bis 2016, soll die Person IS-Mitglied gewesen sein, also als junger Erwachsener. Das sage nichts darüber aus, was für ein Weltbild die Person heute habe, sagt Rein gegenüber der NW. Informierten Kreisen zufolge seien die beiden Verdächtigen vom Zugriff überrascht gewesen und ließen sich widerstandslos festnehmen. Außerdem stellten die Polizisten Handys und Laptops sicher, deren Auswertung zeigen soll, ob die mutmaßlichen Islamisten auch hier in Deutschland Aktionen geplant hatten. Gegen beide Tatverdächtige gebe es bereits Haftbefehle, die noch am Donnerstagnachmittag vollstreckt werden sollten. Lesen Sie auch: 166 islamistische Gefährder in NRW – wie groß ist die Gefahr?

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