Tesla: 100 Strafzettel pro Monat wegen rasender Giga-Mitarbeiter
Düsseldorf. Der letzte Redner hatte ein besonderes Anliegen. „Also, diese Autos sind Dienstwagen. Geht bitte pfleglich mit ihnen um“, sagte der Leiter des internen Dienstwagenprogramms von Tesla auf der Betriebsversammlung am Donnerstag. „Jeder möchte doch, dass er so einen Wagen sauber, geladen und am richtigen Parkplatz findet.“ Dann kam er auf ein anderes Problem zu sprechen. „Eine letzte Sache: Ihr müsst euch an die Verkehrsregeln halten“, mahnte der Manager. „Denn ich kriege jeden Monat mehr als 100 Strafzettel von euch. Haltet euch einfach an die Geschwindigkeitsvorgaben. Schaut in den Spiegel, wenn ihr rückwärts fahrt. Achtet auf die Bordsteine. Und bringt die Autos in einem Stück zurück.“ Betriebsratschefin Michaela Schmitz dankte dem Redner für seinen „Gastbeitrag“, wie sie ihn nannte. Das Thema Geschwindigkeit beschäftigt Tesla schon länger. Bereits im Oktober 2025 warnte der Betriebsrat auf einer Betriebsversammlung vor Rasern auf dem Werksgelände. Auf dem Südparkplatz in Grünheide wurden demnach regelmäßig Geschwindigkeiten von 70 bis 80 km/h gemessen, obwohl dort Tempo 30 gilt. Der Ausschuss für Gesundheit und Arbeitsschutz sprach von einem „erhöhten Unfallrisiko“ und kündigte gemeinsam mit dem Designteam Maßnahmen wie Fahrbahnverengungen, zusätzliche Zebrastreifen und notfalls Bodenschwellen an.