Tesla benennt Fahrassistenzsystem in Europa um: Aus FSD wird Assisted Driving
Tesla hat nach jahrelanger Kritik den umstrittenen Namen seines Fahrassistenzsystems in Europa geändert. Auf Websites des Elektroauto-Herstellers in Deutschland und anderen europäischen Ländern heißt es nun „Tesla Assisted Driving“.
Zuletzt nannte Tesla es „Full Self-Driving (Supervised)“, in Deutschland übersetzt als „Voll-Selbständiges Fahren (Überwacht)“. Tesla wird seit Jahren vorgeworfen, dass der Name autonomes Fahren verspreche, während in Wirklichkeit der Fahrer die ganze Zeit bereit sein muss, die Kontrolle über das Fahrzeug zu übernehmen und auch die Haftung bei ihm liegt. Die Bezeichnung „Autopilot“ für Basis-Fahrassistenztechnik ließ Tesla nach Streitigkeiten vor Gericht fallen. Im Heimatmarkt USA hält Tesla bisher weiterhin an „Full Self-Driving (Supervised)“ fest.
Der Name „Full Self-Driving“ (FSD) geht auf Versprechen von Tesla-Chef Elon Musk zurück, dass Autos der Firma autonom sein würden. Musk stellt dies bereits seit einem Jahrzehnt für die nahe Zukunft in Aussicht. Doch erst in jüngster Zeit startete Tesla die Produktion eines Robotaxis ohne Lenkrad und Pedale und hat einige selbstfahrende Fahrzeuge in den USA im Einsatz. Allerdings gibt es Ärger mit der US-Straßenverkehrsaufsicht, weil die Regeln unter anderem ein physisches Bremspedal vorschreiben.
Musks Vision für das autonome Fahren wird von einigen Experten und Wettbewerbern grundsätzlich infrage gestellt. Denn er beharrt darauf, dass selbstfahrende Autos nur auf Kameras zurückgreifen sollen. Konkurrenten wie etwa die Google-Schwesterfirma Waymo setzen dagegen auch Radarsensoren und Laser-Radare ein, die die Umgebung der Fahrzeuge großflächig abtasten.