DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei -0,80 % 62.189,65 Pkt 07:45:03 Gold -0,22 % 4.029,70 USD 23:22:10 Silber -0,62 % 54,01 USD 23:21:12 Brent -0,38 % 110,32 USD 23:21:30 WTI -0,35 % 101,40 USD 23:21:51 Bitcoin -0,26 % 79.814,51 USD 23:32:35 EUR/USD -0,39 % 1,11770 USD 23:31:43 EUR/GBP +0,05 % 0,83750 GBP 23:32:34 EUR/CHF +0,50 % 0,92460 CHF 23:32:35 EUR/JPY +0,24 % 176,020 JPY 23:32:36

Tesla: Gewinn bricht im dritten Quartal ein, Umsatz stagniert

Technologie

Allerdings war das dritte Quartal des Vorjahres von einer Sonderkonjunktur geprägt: US-Präsident Donald Trump ließ Ende September 2025 die Steuervergünstigung von 7500 Dollar beim Kauf von Elektroautos auslaufen. Zuvor waren die Tesla-Auslieferungen hochgeschnellt, weil viele Interessenten in den USA die Prämie noch mitnehmen wollten. Danach kam ein Rückschlag.

Tesla übertraf mit dem Quartalsumsatz aber zugleich die Erwartungen von Analysten. Zudem verbrannte das Unternehmen überraschend kein Geld, der freie Zahlungsmittelfluss (FCF) lag bei plus 1,5 Milliarden US-Dollar. Dem Unternehmen floss also mehr Geld zu, als es ausgab.

Grund waren geringere Ausgaben für künstliche Intelligenz und Robotik. Die Investitionsausgaben waren mit 4,73 Milliarden Dollar deutlich geringer als die erwarteten 7,5 Milliarden. Im zweiten Quartal waren es noch 5,79 Milliarden gewesen.

Tesla profitiert von hohen Spritpreisen

Getragen wurde das ​Geschäft den Angaben zufolge unter anderem von einer Erholung bei den Auslieferungen, die von hohen Benzinpreisen insbesondere in Europa profitierten.

Tesla lieferte im dritten ⁠Quartal 486.532 Fahrzeuge ⁠aus und übertraf damit die Erwartung von rund 461.100. Zugleich war dies ein Rückgang von etwa zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Da die Auslieferungen die Produktion um mehr als 22.000 Stück überstiegen, baute Tesla Lagerbestände ab.

Das automobile Kerngeschäft steht ‌bei Tesla aber unter Beobachtung, da Konkurrenten weltweit neuere und oft günstigere Modelle auf den Markt ​bringen. Tesla setzt hingegen ‌stark auf die in die Jahre gekommenen Modelle 3 und Y. Um die Nachfrage anzukurbeln, hat der Konzern abgespeckte, günstigere Versionen beider Fahrzeuge angeboten.

Konzernchef Elon Musk gab als Ziel aus, Tesla auf selbstfahrende Robotaxis und humanoide Roboter auszurichten. In beiden Bereichen trifft seine Firma aber auf viel Konkurrenz. Das Geld muss bisher weiterhin hauptsächlich mit dem Verkauf von Elektroautos verdient werden. Investoren fordern zunehmend Beweise dafür, dass Musks Vorstoß in die Bereiche autonomes Fahren und Robotik kommerziell erfolgreich ist.

Tesla produziert zwar die ersten Roboter mit dem Namen Optimus. Laut Musk hat die Fertigungslinie im Stammwerk im kalifornischen Fremont die Kapazität, eine Million Roboter jährlich zu bauen.

»Das größte Produkt auf der Welt«

Es werde jedoch »wahrscheinlich mindestens ein Jahr und vielleicht etwas länger dauern«, bis Tesla auf 20.000 Roboter pro Woche komme, sagte er. »Teile des Designs« würden immer noch verändert.

Musk, der gern zu großspurigen Ankündigungen greift, behauptete erneut, Optimus werde »das größte Produkt auf der Welt« sein. Er sprach auch von Plänen für eine »Optimus-Akademie«, in denen die Maschinen erlernen sollten, Aufgaben auszuführen.

Erste Roboter könnten »in etwa einem Jahr« an Kunden geliefert werden, sagte Musk. Sie würden zunächst voraussichtlich in der Industrie eingesetzt, für gefährliche oder repetitive Aufgaben. Musk will sie mit der Zeit auch an Haushalte verkaufen.

Ärger um Robotaxis

Tesla fährt auch die Produktion des Robotaxi-Fahrzeugs Cybercab hoch, das weder Pedale noch Lenkrad hat. Tesla hatte Anfang Oktober mitgeteilt, dass seine Cybercab-Flotte in Austin binnen einem Monat von knapp 40 auf ‌mehr als 300 Fahrzeuge angewachsen sei.

Zugleich gibt es Ärger mit der Straßenverkehrsbehörde NHTSA. Denn in den USA ist etwa ein Bremspedal grundsätzlich Pflicht. Fahrzeuge ohne Lenkrad und Pedale können Hersteller nur mit einer Ausnahmegenehmigung auf die Straße bringen – dann maximal 2500 davon pro Jahr. Tesla beantragte jedoch keine Genehmigung.

Musks Ansatz beim autonomen Fahren ist umstritten. Er beharrt darauf, dass die Teslas nur mit Kameras unterwegs sind und auf andere Sensoren verzichten. Rivalen wie Waymo setzen dagegen zusätzlich teurere Laserradare ein, die die Umgebung der Fahrzeuge erfassen. Viele Experten finden Kameras nicht verlässlich genug, um sich nur auf sie zu verlassen.

Für Aufsehen sorgt auch der geplante Zusammenschluss der von Musk geführten Unternehmen SpaceX und Tesla. Am Dienstag ​hatte Musk erklärt, eine Fusion zwischen Tesla und seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX sei eine »gute Idee«. Beide Firmen hätten Sonderausschüsse gebildet, um ein Geschäft zu erörtern.

Musk ist Chef beider Unternehmen und hält ⁠knapp ein Fünftel der ⁠Tesla-Anteile und knapp die Hälfte an SpaceX. Bei einer Telefonkonferenz mit Investoren räumte er ein, wegen des Interessenkonflikts nicht an den Verhandlungen der Sonderausschüsse teilnehmen zu können.

Tesla bleibt wertvollster Autobauer der Welt

Ein Zusammenschluss von Tesla und SpaceX wäre die größte Transaktion der Wirtschaftsgeschichte. Sie würde die Übernahme des KI-Start-ups xAI ​durch SpaceX zu Beginn des Jahres übertreffen. Ein Geschäft ⁠dieser Größenordnung dürfte zudem die Aufmerksamkeit von ​Regulierungsbehörden weltweit ​auf sich ziehen. Dies liegt insbesondere an Teslas Aktivitäten in China und der Rolle von SpaceX in der US-Verteidigung und der künstlichen Intelligenz.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren