DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,87 % 63.352,58 Pkt 03:22:05 Gold -0,25 % 4.028,20 USD 03:27:02 Silber -0,88 % 53,87 USD 03:27:03 Brent -0,98 % 109,66 USD 03:27:02 WTI -0,96 % 100,78 USD 03:27:03 Bitcoin -0,27 % 79.789,65 USD 03:37:04 EUR/USD -0,37 % 1,11770 USD 03:36:43 EUR/GBP -0,14 % 0,83730 GBP 03:37:06 EUR/CHF +0,06 % 0,92470 CHF 03:37:06 EUR/JPY +0,12 % 176,135 JPY 03:37:06

Test: Das leistet das Starlink-Internet bei Lufthansa

Technologie

Anfang des Jahres hatte Lufthansa angekündigt, für den Internet-Zugang an Bord von Flugzeugen den Provider zu wechseln. Neuer Partner - gleich für die gesamte Lufthansa Group - ist Starlink. Damit wollen die Flug­gesell­schaften ihren Kunden einen zeitgemäßen Zugriff auf das Internet anbieten - anders als beim bisherigen FlyNet-Angebot in hoher Geschwin­digkeit, stabil und zuverlässig. Darüber hinaus ist die WLAN-Nutzung über das Starlink-Netz grund­sätz­lich kostenlos - nicht nur für Messaging, sondern generell.

Das neue Lufthansa-Internet im Test

Bild erstellt mit KI Erst vor wenigen Wochen hob die erste Lufthansa-Maschine mit dem neuen Internet-Zugang ab. Bis die gesamte Flugzeug-Flotte der Lufthansa Group mit Starlink ausge­stattet ist, wird es noch zwei, drei Jahre dauern. Insofern war es purer Zufall - und Glück -, dass wir auf einem privaten Flug von Neapel nach Frankfurt am Main vor wenigen Tagen auf den neuen WLAN-Zugang zugreifen konnten. Auf dem Hinflug - zwei Wochen zuvor - war das Flugzeug noch mit dem altbe­kannten FlyNet ausge­stattet.

Das "neue WLAN" zeigt sich nicht sofort

Während für FlyNet an jedem Sitzplatz im Flugzeug Werbung gemacht wurde (Hinweis mit QR-Code zum Einbuchen), sieht man von "Lufthansa Group Wi-Fi", wie sich das neue Angebot nennt, zunächst nichts. Bei der Begrüßung hatte die Flug­beglei­terin aber darauf hingewiesen, dass der Dienst zur Verfügung stehe, neu sei und kostenlos genutzt werden könne.

Das WLAN-Netz ist direkt nach dem Einsteigen ins Flugzeug verfügbar

Foto: teltarif.de Der Internet-Zugang stünde zum Arbeiten und zur Unter­haltung bereit. Nicht erlaubt sind Telefonate (wobei sich dem Autor dieses Berichts nicht erschließt, worin der Unterschied zu einem Gespräch mit dem Sitz­nach­barn besteht). Auch Livestreams aus dem Flugzeug sind nicht gestattet. Das hatte Lufthansa bereits zum Start der Kooperation mit Starlink bekannt­gegeben.

Daten­verbin­dung von vor dem Start bis nach der Landung

Lufthansa Group Wi-Fi steht auch "am Boden" zur Verfügung, nicht - wie bei FlyNet - erst nach Erreichen der Reise­flug­höhe. Das Einbuchen war problemlos möglich. Wer den Internet-Zugang nutzen möchte, benötigt noch eine Lufthansa Travel ID oder einen Miles & More Account. Diese Daten sollte man am besten schon vorab bereit­halten. Nach dem Login waren wir sofort online. Wer diese Zugangs­daten noch nicht hat, kann diese auch an Bord neu erstellen.

Hinweis auf die kostenlose Nutzungsmöglichkeit

Screenshot: teltarif.de Wie sich im Test gezeigt hat, war "am Boden" nicht nur der WLAN-Zugang verfügbar. Dieser war auch schon mit einer Online-Verbindung ausge­stattet. Vorbei sind somit die Zeiten, in denen man bei FlyNet regelmäßig nachschauen musste, ob die Daten­verbin­dung endlich hergestellt wurde. Starlink stand während unseres Tests durchgehend von vor dem Start bis zum Verlassen des Flugzeugs nach der Landung zur Verfügung.

Breitband-Internet schneller als zuhause

Die weiteren Erfahrungen mit dem neuen Lufthansa Group Wi-Fi waren durchweg positiv. Echte Performance-Einbrüche gab es nicht. Stattdessen hatten wir stets zwischen 300 und 500 MBit/s im Downstream sowie zwischen 30 und 40 MBit/s im Upstream zur Verfügung. Das dürfte mehr sein als die meisten Kunden im heimischen Festnetz nutzen können.

Schneller Internet-Zugang mit guten Reaktionszeiten

Screenshot: teltarif.de Beachtlich waren im Test auch die Ansprech­zeiten. Diese lagen bei 40 Milli­sekunden. Das ist aufgrund der Entfernung zu den Satelliten etwas mehr als über DSL, Kabel oder Glasfaser, aber noch im Bereich, den wir zum Beispiel von LTE im Mobil­funk­netz kennen. In der Praxis spielte diese Verzögerung keine Rolle. Der Seiten­aufbau war rasant und die Performance war generell beein­druckend, erst recht unter Berück­sich­tigung der Tatsache, dass der Dienst über Satellit realisiert und im Flugzeug genutzt wird.

Chatten, surfen, streamen

Wie wir im Laufe des Tests fest­gestellt haben, erhielten wir eine deutsche IP-Adresse. Verfügbar war nur IPv4, für IPv6 zeigte die Seite wieistmeineip.de ein "nicht vorhanden" an. Das machte sich bei der Internet-Nutzung nicht negativ bemerkbar, erstaunte bei einem gerade erst gestarteten Online-Dienst aber doch.

Keine IPv6-Adresse verfügbar

Screenshot: teltarif.de Wir haben den Internet-Zugang in luftiger Höhe mit einem Samsung Galaxy S26 Ultra genutzt. Dabei kamen unter­schied­liche Dienste zum Einsatz. So haben wir über WhatsApp und Telegram gechattet, über die Aqua-Mail-App E-Mails ausge­tauscht und mit dem Chrome-Browser von Google im Internet gesurft. Über Sky Sport haben wir eine Bundesliga-Partie verfolgt.

Video-Streaming im Flugzeug

Screenshot: teltarif.de Anders als bei FlyNet hatten wir stets einen qualitativ hoch­wertigen Internet-Zugang zur Verfügung. Die Daten flossen jederzeit zuverlässig und selbst beim Video-Streaming leistete sich das Lufthansa Group Wi-Fi keine Schwäche. Es kam zu keinerlei Aussetzern. Das gleiche galt für das - freilich deutlich weniger daten­hung­rige - Radio-Streaming mit Tunein. Bei letzterem konnten wir übrigens auch alle Programme der ARD-Anstalten nutzen, was über Aggre­gatoren seit Anfang Oktober nur noch dann möglich ist, wenn man über einen Internet-Zugang mit deutscher IP-Adresse verfügt.

Fazit: Quan­tensprung für den Internet-Zugang im Flugzeug

Der Autor dieses Berichts hat zwar auch FlyNet regelmäßig genutzt, sich aber regelmäßig über langsame und unzu­verläs­sige Daten­verbin­dungen geärgert. Das auf die Starlink-Infra­struktur zurück­grei­fende Lufthansa Group Wi-Fi ist das genaue Gegenteil. Die Nutzer haben während der gesamten Zeit an Bord einen Breitband-Internet-Zugang zur Verfügung, der stets schnell und zuverlässig funk­tioniert. Wenn die Technik flächen­deckend installiert ist, muss man definitiv keine Netflix-Inhalte mehr vor der Reise herun­terladen. Das Streaming klappt auch direkt im Flieger - und das sogar kostenlos.

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