Testspiel Karazor, Chabot und ein Traumtor: VfB Stuttgart besiegt den FCH
Der VfB Stuttgart hat das Testspiel gegen den 1. FC Heidenheim am Freitagnachmittag mit 3:0 (1:0) gewonnen. Atakan Karazor brachte den Bundesligisten kurz vor der Pause in Führung (42. Minute). Im zweiten Abschnitt erhöhte Lorenz Assignos mit einem Traumtor (72.), Jeff Chabot besorgte vier Minuten vor dem Abpfiff den Endstand.
Trotz der Abwesenheit zahlreicher Nationalspieler schickte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß eine prominent besetzte Elf auf den Platz im Stadion Benzach in Weinstadt. Angeführt wurden die Schwaben von Kapitän Deniz Undav. Nicht dabei war Torwart Dennis Seimen, der nach langer Zwangspause weiter auf sein Comeback warten muss. Der 20-Jährige, vor der Saison zur Nummer eins befördert, hatte im Juli eine Muskelverletzung im Oberschenkel erlitten und fehlt seither.
FCH-Trainer Frank Schmidt wechselte im Vergleich zum vergangenen Zweitliga-Spiel bei Arminia Bielefeld (2:2) einmal kräftig durch, nur drei Spieler verblieben in der Startformation. Beide Teams starteten durchaus intensiv und versuchten, den Gegner im Aufbau unter Druck zu setzen.
Ausgerechnet Krazor trifft für den VfB
Weil beide Abwehrreihen diszipliniert agierten, waren große Chancen in der Anfangsphase rar. Nach zwölf Minuten entwickelte der VfB mal etwas Gefahr nach einer Ecke, das war es vorerst. In der 24. Minute eroberte Heidenheim den Ball im Mittelfeld und spielte schnell in die Spitze. Luca Kerbers Schuss wurde geblockt, den Nachschuss parierte VfB-Keeper Fabian Bredlow zur Ecke.
Fünf Minuten später köpfte Ramon Hendriks einen Eckball knapp am linken Pfosten vorbei. Der VfB hatte mehr Ballbesitz, der FCH ließ das Offensivspiel der Schwaben aber nicht so recht zur Entfaltung kommen. Für die Heidenheimer kam Mikkel Kaufmann zum Abschuss, der 20-Meter-Versuch des Dänen verfehlte das Tor um einen knappen Meter.
In der 42. Minute dann die Führung für die Stuttgarter: Jamie Leweling setzte sich auf der linken Seite durch, seine Hereingabe legte Undav stark ab und Karazor traf aus 14 Metern trocken links ins Eck. Anschließend wurde der ehemalige Kapitän von den Kollegen gefeiert, Angelo Stiller hob den 29-Jährigen hoch in die Luft.
Assignon erzielt Traumtor
Heidenheim kam gut aus der Kabine, Yannik Wagner kam in der 47. Minute auf halblinks zum Abschluss, zielte aber zu hoch. Sechs Minuten später war Leonidas Stergiou auf der anderen Seite frei durch. Statt selbst zu schießen spielte er quer, FCH-Kapitän Patrick Mainka konnte klären.
Durch die vielen Wechsel auf beiden Seiten fehlte ein wenig der Spielfluss, wobei beide Teams weiter mit großem Einsatz zu Werke gingen. Dann ließ sich Undav mal fallen und spielte Stergiou auf der rechten Seite frei. Dessen scharfe Hereingabe verpasste Youngster Oliver Rölke nur knapp.
Ein echtes Traumtor bescherte dem VfB dann das 2:0. Leweling flankte von der rechten Seite, der eingewechselte Lorenz Assignon setzte zum Fallrückzieher an und prügelte den Ball ins linke Eck. Das Spiel war nun ein bisschen offener. Der FCH suchte immer mal wieder den Weg nach vorne, richtig gefährlich wurde es aber nur selten. Der VfB blieb bis zum Ende die aktivere Mannschaft. Ein schöner Spielzug sorgte dann für den Endstand: Karazor schickte Leweling, dessen Rückpass Chabot überlegt zum 3:0 einschob.
Weitere Testspiele für VfB und FCH
Am kommenden Donnerstag (1. Oktober) absolviert der VfB ein weiteres Testspiel gegen einen Zweitligisten. Dann treffen die Schwaben in Aspach auf die SpVgg Greuther Fürth. Einen Tag später testet der FCH im Spiel gegen Drittligist Würzburger Kickers die aktuelle Form.