"Tetris": Spielefirma distanziert sich von Videospiel auf Website des Weißen Hauses
Dieser Ausdruck wurde am 05.09.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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Virtuelle Mauer bauen Firma hinter »Tetris« distanziert sich von Videospiel auf Website des Weißen Hauses
Eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen – darum geht es in einem simplen »Tetris«-Klon auf der Website des Weißen Hauses. Die Firma hinter dem Videospielklassiker zeigt sich verärgert und prüft rechtliche Schritte.
05.09.2026, 03.17 Uhr
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Das Unternehmen hinter dem Videospielklassiker »Tetris« hat sich von einem auf der offiziellen Internetseite des Weißen Hauses veröffentlichten Online-Videospiel distanziert, bei dem Nutzer eine Sperranlage an der Grenze zu Mexiko bauen können. »Die Tetris Company war nicht an der Entwicklung von ›Build the Wall‹ (auf Deutsch: Bau die Mauer) beteiligt«, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Die Tetris Company habe »weder die Nutzung der Marke Tetris noch des geistigen Eigentums für das Spiel genehmigt oder lizenziert«, hieß es in der Stellungnahme für die Nachrichtenagentur AFP. Die Angelegenheit werde derzeit geprüft.
»Schütze die Grenze vor der herannahenden Horde«, heißt es in der Spielbeschreibung auf der Website des Weißen Hauses. Das Spiel, das »Tetris« ähnelt, nimmt Bezug auf die massive Sperranlage an der Grenze zu Mexiko, die in großen Teilen bereits steht und bis Ende kommenden Jahres fertiggestellt sein soll.
Ein weiteres Spiel trägt den Titel »Rio Run« und ist an das Spiel Snake angelehnt. Nutzer können darin die digitale Version des US-Grenzschutzbeauftragten Tom Homan über das Spielfeld bewegen. Ziel ist es, möglichst viele Migranten aufzugreifen, die den Fluss Rio Grande an der Grenze zu Mexiko überquert haben.
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In einem weiteren Spiel wiederum können Nutzer mit Netzen unter anderem Geldsäcke einfangen, um das sogenannte Trump-Konto aufzufüllen.
»Wir bei Tetris glauben an die Macht der Verbindung und daran, Menschen zusammenzubringen, statt sie zu spalten«, erklärte die Firma hinter »Tetris« und wies darauf hin, dass sie Urheberrechtsverletzungen »sehr ernst« nehme.
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Das Promomaterial zu den Browsergames der US-Regierung enthält auch Elemente, die auf die Sega Corporation oder die zu Microsoft gehörende Marke Xbox anspielen. Microsoft antwortete zunächst nicht auf eine AFP-Anfrage, die Sega Corporation war nicht erreichbar.
Das Weiße Haus erklärte AFP, die US-Regierung sei sehr auf Innovationen fokussiert und darauf, »die Geschichte der zahlreichen Erfolge des Präsidenten auf eine Weise zu erzählen, die bei jedem US-Bürger Anklang findet«.
Menschenrechtsorganisationen kritisierten das Weiße Haus wegen der Onlinespiele scharf. US-Präsident Donald Trump hat sich ein hartes Vorgehen gegen Migranten auf die Fahnen geschrieben. Die umstrittenen US-Einwanderungs- und -Zollbehörde ICE spielt dabei eine zentrale Rolle.
Den Bau der Sperranlage an der Grenze zu Mexiko hatte Trump in seiner ersten Amtszeit (2017–2021) angeordnet. Sie soll mit einigen Lücken von San Diego im US-Westküstenstaat Kalifornien bis zum Golf von Mexiko im Osten reichen. Die meisten Migranten kommen über Mexiko in die Vereinigten Staaten.
hda/AFP