DAX +0,36 % 26.395,57 Pkt 15:01:10 MDAX +0,34 % 32.374,49 Pkt 15:01:11 Euro Stoxx 50 +0,02 % 6.540,74 Pkt 15:01:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,74 % 69.220,25 Pkt 08:45:03 Gold +0,07 % 4.440,20 USD 15:06:01 Silber +0,35 % 65,34 USD 15:06:06 Brent +0,67 % 89,11 USD 15:06:11 WTI +0,49 % 82,80 USD 15:06:11 Bitcoin +0,99 % 63.440,57 USD 15:16:07 EUR/USD +0,56 % 1,16000 USD 15:15:58 EUR/GBP +0,01 % 0,85500 GBP 15:16:11 EUR/CHF -0,06 % 0,93840 CHF 15:16:11 EUR/JPY +0,42 % 184,663 JPY 15:16:11

Teurer Heizöl-August für Verbraucher

Wirtschaft

Die im Juni geschlossene Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran ist ausgelaufen, und beide Seiten beharren auf ihren Positionen. Das und anhaltende Angriffe auf den Wasserstraßen Straße von Hormus und Bab al-Mandab haben die Ölpreise zuletzt gestützt. Zum Wochenstart treten die Notierungen zunächst auf der Stelle. Im Inland zeigen sich die Heizölpreise recht uneinheitlich. Aufschläge von rund 0,7 Cent je Liter sind möglich. An den Börsen bewegt sich am Montagvormittag wenig. Brent, das Nordseeöl, notiert unverändert bei 88,83 US-Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI gibt leicht auf 82,21 US-Dollar nach. Der Gasölkontrakt an der Londoner Warenterminbörse ICE, an dem der Heizölpreis hängt, tendiert ebenfalls schwächer und steht bei 1.245,25 US-Dollar je Tonne. Der Euro klettert auf 1,16 US-Dollar und verbilligt damit die in US-Dollar gehandelte Ware für europäische Abnehmer. Teheran erklärte zum Fristablauf, die vereinbarten 60 Tage seien für Verhandlungen gedacht gewesen und inzwischen gegenstandslos, weil Washington die Absprache gebrochen habe. Eine Waffenruhe, die sich verlängern ließe, habe es nie gegeben, und Entscheidungen unter Ultimaten treffe der Iran nicht. Außenminister Abbas Araghtschi ergänzte, die bisherigen diplomatischen Kanäle seien nicht mehr wirksam. Pakistan und Katar tauschen weiter Nachrichten aus, Verhandlungen sind daraus bislang nicht geworden. US-Finanzminister Scott Bessent hat für diese Woche Maßnahmen zur wirtschaftlichen Isolierung des Iran angekündigt. Beim Streit um die Meerenge selbst wurde der Ton am Wochenende schärfer. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die Straße von Hormus nach einem Sieg über den Iran zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären zu wollen. Teherans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi wies das zurück, die Meerenge lasse sich weder per Kurznachricht noch mit einem Flugzeugträger einnehmen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan forderte eine Öffnung, damit das Öl wieder fließen könne, und auch Katar warb in Telefonaten mit Jordanien, Saudi-Arabien und Syrien für die Freiheit der Schifffahrt. Die Lage bleibt festgefahren. Nach Zahlen des Analysehauses Kpler passierten am Wochenende nur fünf Frachtschiffe die Meerenge, an einem Tag war es kein einziges, am Wochenende zuvor waren es noch 31. Vorausgegangen waren mehrere Attacken auf Tanker des emiratischen Staatskonzerns ADNOC, zuletzt am Freitag. Die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO meldete zudem einen Frachter, den ein Geschoss unbekannter Herkunft am Rumpf traf. Gleichzeitig weitet sich der Konflikt räumlich aus. Laut der Nachrichtenagentur Iran International trafen aus dem Iran gestartete Drohnen am Montag das Büro des Regierungschefs der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak, im Jemen stellte der Hafen von Mokka nach mehr als 25 Raketentreffern den Betrieb ein, und die Huthi-Miliz griff eine Aramco-Anlage im saudischen Nadschran an. Damit bleiben die Rohöl-Notierungen gestützt. Seit rund einer Woche bewegen sich diese um die 90 US-Dollar-Marke und ziehen seitwärts. Die Blockade der Meerenge und die Risiken sind bereits eingepreist, sodass das Aufwärtspotenzial an Dynamik verloren hat. Der bundesweite Schnitt für Heizöl liegt heute bei 1,33 Euro je Liter und damit 0,7 Cent über Freitag. Auffällig ist die Spanne im laufenden Monat, denn zwischen dem Tief zu Monatsbeginn und heute liegen etwa neun Cent je Liter. Damit verläuft der August ausgesprochen schwankungsreich. Der Monatsdurchschnitt klettert auf 1,30 Euro je Liter und macht den August zum drittteuersten Monat in diesem Jahr. Teurer waren nur der April mit einem Mittel von 1,38 Euro und der März mit 1,36 Euro je Liter. In Österreich kostet der Liter 1,61 Euro und bewegt sich kaum. Auch dort belegt der August mit 1,60 Euro je Liter den dritten Platz unter den teuersten Monaten des laufenden Jahres. In der Schweiz hält sich der landesweite Durchschnitt bei 1,42 Franken je Liter. Auf Jahressicht liegt der August dort bereits gleichauf mit dem April, als Heizöl ebenfalls durchschnittlich 1,40 Franken je Liter kostete. Gegenüber dem Vorjahresmonat zahlen Verbraucher rund 47 Rappen mehr je Liter.

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