DAX +0,98 % 26.396,95 Pkt 14:02:41 MDAX -0,02 % 32.423,28 Pkt 14:02:41 Euro Stoxx 50 +0,51 % 6.556,91 Pkt 14:02:30 Dow Jones -0,57 % 54.036,93 Pkt 22:50:36 S&P 500 +0,44 % 7.757,64 Pkt 22:50:24 Nasdaq +1,24 % 26.690,62 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold -0,13 % 4.394,10 USD 14:07:36 Silber +1,24 % 64,29 USD 14:07:39 Brent +1,68 % 84,95 USD 14:07:22 WTI +1,65 % 79,47 USD 14:07:38 Bitcoin +0,31 % 65.042,81 USD 14:17:35 EUR/USD +0,25 % 1,15540 USD 14:17:24 EUR/GBP -0,09 % 0,85570 GBP 14:17:40 EUR/CHF -0,23 % 0,93400 CHF 14:17:41 EUR/JPY +0,42 % 183,308 JPY 14:17:41

Texas: Größtes Kraftwerk der USA soll Amazons KI-Rechenzentren antreiben

Technologie

Der Internetkonzern Amazon finanziert in Texas für seine Rechenzentren ein riesiges Gaskraftwerk, das leistungsstärker als alle bisherigen Anlagen in den USA werden soll. Das Unternehmen bestätigte am Freitag entsprechende Berichte. Es ist das jüngste Beispiel dafür, wie die großen Technologiekonzerne im Wettlauf um künstliche Intelligenz versuchen, sich vom öffentlichen Stromnetz unabhängig zu machen und selbst Energie für ihre Rechenzentren zu erzeugen. Gleichzeitig steigt in dem Land der Unmut über eine Vielzahl der neuen Projekte. Die Pläne wurden publik, weil das Marktanalyseunternehmen Cleanview systematisch öffentliche Genehmigungsunterlagen ausgewertet hat. Die Recherche ergab, dass drei in dieser Woche veröffentlichte Baugenehmigungen für Rechenzentren mit einem Gaskraftwerk in Verbindung stehen, das von dem Energieversorger Pacifico Energy entwickelt wird. Aus bereits zuvor eingereichten Unterlagen zum Kraftwerk geht hervor, dass die Anlage über 35 Turbinen verfügen und eine Leistung von 7,65 Gigawatt erzeugen soll – mehr als jedes derzeit in den USA betriebene Gaskraftwerk. Dementsprechend hoch ist auch der Ausstoß von Treibhausgasen. Laut Genehmigung darf das Kraftwerk bis zu 33 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausstoßen. Einer Recherche der »New York Times« zufolge ist die Anlage damit potenziell der größte Verursacher von Treibhausgasen in den US. Wie Satellitenbilder zeigen, haben die Bauarbeiten in Pecos County in West Texas bereits begonnen, wie das US-Medium Distilled berichtet . Kraftwerk von Stromnetz getrennt Der Bau neuer Rechenzentren steht in den USA derzeit unter Druck, insbesondere weil höhere Energiekosten für die Bevölkerung befürchtet werden. Greg Abbott, der republikanischen Gouverneur von Texas, hat deshalb Anfang August den Planungsprozess für neue Projekte gestoppt , wenn diese an das Stromnetz des US-Bundesstaats angeschlossen werden sollen. Der Bundesstaat betreibt anders als seine Nachbarn ein separates Stromnetz, was immer wieder für Ausfälle und Preisschübe sorgt. Gleichzeitig zieht Texas viele Projekte wie Datencenter des Milliardärs Elon Musk an. Abbott beklagte, dass nur ein Zehntel der Betreiber auf offizielle Anfragen nach dem Strom- und Wasserbedarf reagierten. Mit der Konstruktion des neuen Gaskraftwerks plant Amazon solche Probleme zu umgehen. »Amazon ist überzeugt, dass die Kosten für die Energieversorgung unserer Betriebsabläufe voll von uns getragen werden sollten«, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag. Deshalb werden die neuen Rechenzentren zumindest vorerst nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Das neue Gaskraftwerk soll aber nicht lange Spitzenreiter in den USA sein: Cleanview identifizierte 59 Rechenzentrums-Projekte, die mit eigener Stromkraftwerken geplant werden. In Maintal bei Frankfurt soll ein gewaltiges Rechenzentrum samt Gaskraftwerk entstehen. Doch die Investoren haben die Rechnung ohne die Anwohner gemacht. Mehr dazu lesen Sie hier .

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