DAX +1,02 % 26.393,37 Pkt 16:56:22 MDAX +0,39 % 32.553,31 Pkt 16:56:23 Euro Stoxx 50 +0,60 % 6.541,59 Pkt 16:56:15 Dow Jones -0,56 % 54.044,15 Pkt 17:11:22 S&P 500 +0,43 % 7.756,48 Pkt 17:11:13 Nasdaq +1,10 % 26.654,36 Pkt 17:11:19 Nikkei -0,12 % 65.606,71 Pkt 08:45:02 Gold +3,90 % 4.407,50 USD 17:01:21 Silber +3,92 % 63,85 USD 17:01:19 Brent +0,78 % 83,13 USD 17:01:21 WTI +0,98 % 78,05 USD 17:01:21 Bitcoin +1,06 % 64.942,42 USD 17:11:19 EUR/USD +0,04 % 1,15620 USD 17:10:55 EUR/GBP -0,14 % 0,85680 GBP 17:11:23 EUR/CHF +0,16 % 0,93380 CHF 17:11:23 EUR/JPY +0,18 % 182,461 JPY 16:58:30

Thailand: 14-Jähriger tötet mutmaßlich fünf Schulbeschäftigte und seine Großeltern

Welt

In Thailand soll ein Jugendlicher sieben Menschen und sich selbst erschossen haben. Der 14-Jährige habe mit der Waffe seines Großvaters zuerst seine Großeltern in deren Wohnung erschossen, teilte die Polizei mit. Anschließend habe er an der Debsirin Nonthaburi School nördlich von Bangkok fünf Beschäftigte getötet, darunter mehrere Lehrer. Zunächst hatte es Berichte gegeben, dass unter den Toten an der Schule auch Schüler sein sollen. Zahlreiche weitere Menschen, darunter Jugendliche, wurden verletzt. Zu der genauen Anzahl der Opfer gibt es unterschiedliche Angaben: Die Nachrichtenagentur Reuters schreibt von 23 Verletzten, die Nachrichtenagentur AFP von mehr als 30. Laut thailändischen Medien war der mutmaßliche Täter selbst Schüler der Schule. Es gebe Aussagen, dass der Jugendliche wegen seiner schulischen Situation »unter Stress« gestanden habe, sagte Regierungschef Anutin Charnvirakul bei einem Besuch am Tatort. Der Hergang deute außerdem darauf hin, dass der Junge die Tat »eindeutig geplant« habe. Mobbing als Motiv? Das Motiv der Tat ist noch unklar. Die Ermittler prüfen verschiedene mögliche Hintergründe, darunter Berichte über Mobbing. Nach ersten Angaben sollen Mitschüler den Jugendlichen wiederholt verspottet und angegriffen haben. Offiziell bestätigt ist dieser Zusammenhang bislang nicht. Angehörige beschrieben ihn als höflichen, eher zurückgezogen lebenden Jungen. Auch das Umfeld des Jugendlichen wird untersucht. Nach Angaben der Polizei werden Computer und digitale Spuren ausgewertet. Ermittler fanden demnach Videos über frühere Schusswaffenangriffe, die der Schüler kurz vor der Tat angesehen haben soll. Ob diese Inhalte eine Rolle bei der Tat spielten, wird noch untersucht. Die Polizei vernahm auch den Vater des Jungen zu möglichen Hintergründen. Die Schule soll mindestens eine Woche lang geschlossen bleiben. Regierungschef Anutin zeigte sich bestürzt. »Es ist ein so schrecklicher Vorfall«, sagte er vor Journalisten. »So etwas dürfte niemals geschehen. Wie konnte das in unserem Land passieren?« Ein Schüler schilderte laut der Zeitung »Khaosod« die Minuten des Angriffs. Während einer Englischstunde habe er zunächst gedacht, die Geräusche kämen von jemandem, der auf Vögel schieße, erzählte er. Kurz darauf sei ein Mitschüler in den Raum gerannt und habe gewarnt, dass ein Lehrer angeschossen worden sei. Jeder siebte Einwohner besitzt eine Waffe Die Klasse habe daraufhin die Tür verschlossen und Tische und Stühle davor geschoben. Sie hätten das Licht gelöscht und fast eine halbe Stunde lang auf dem Boden verharrt. »Glücklicherweise wurde niemand in unserem Klassenraum verletzt«, berichtete der Schüler. Schließlich brachte die Polizei, die mit einem Großaufgebot angerückt war, die Jugendlichen in Sicherheit. Eltern eilten derweil in Panik zur Schule, um ihre Kinder zu suchen. In Thailand gibt es Schätzungen zufolge rund zehn Millionen Schusswaffen in Privatbesitz. Rechnerisch kommen damit etwa 15 Waffen auf 100 Einwohner. Die Rate ist höher als in den meisten anderen Ländern der Region. Immer wieder gibt es tödliche Angriffe.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren