„The Elder Scrolls 6“: Xbox-Chefin schwärmt nach Live-Demo bei Bethesda
„The Elder Scrolls 6“ existiert und ist offenbar schon vorzeigefähig: Xbox-Chefin Asha Sharma hat sich das Rollenspiel bei einem Besuch bei Bethesda Game Studios live vorspielen lassen und anschließend auf X davon geschwärmt. Währenddessen protestieren Bethesda-Mitarbeiter gegen die Xbox-Entlassungen. Weiterlesen nach der Anzeige „Die Größe und Pracht sind unglaublich. Die Geschichte ist sogar noch großartiger“, schreibt Sharma in ihrem Post auf X. Selbst zum Controller gegriffen hat sie dabei offenbar nicht: Sie spricht von einem „Live Playthrough“, also einer Vorführung durch jemand anderen. Die Bethesda Game Studios bedankten sich kurz darauf öffentlich für den Besuch. Acht Sternchen für acht Buchstaben Sharma und die Bethesda Game Studios bezeichnen das kommende Rollenspiel darin als „The Elder Scrolls VI: ********“. Diese Sternchen beschäftigen die Fangemeinde nun. Die Fan-Datenbank UESP hat eine Kandidatenliste mit möglichen Untertiteln veröffentlicht, die auf genau acht Buchstaben kämen: Sie nennt Sentinel, Orsinium, Balfiera, Dominion, Covenant, Numidium, Starfall, Landfall, Eltheric und Aldmeris. Iliac Bay und High Rock passen nur, wenn man das Leerzeichen nicht mitzählt. Der langjährige Favorit in der Community fällt durchs Raster: Hammerfell hat zehn Buchstaben. Angekündigt hat Bethesda „The Elder Scrolls 6“ im Juni 2018 auf seiner E3-Konferenz, mit einem Teaser aus Bergen, Gras und Wolken. Es folgte jahrelange Funkstille, während Bethesda an „Starfield“ arbeitete. Im Juli teilte Bethesda mit, dass die Entwicklung von „Elder Scrolls 6“ im Zeitplan liege und das Spiel sei bereits spielbar. Im selben Atemzug kündigte das Studio gleich vier neue „Fallout“-Spiele an, darunter „Fallout 5“ und Remaster von „Fallout 3“ sowie „Fallout: New Vegas“. Einen Termin nannte Bethesda für keines davon. Protestratte vor dem Studio Vor dem Bethesda-Büro in Rockville im US-Bundesstaat Maryland fiel der Besuch derweil deutlich weniger festlich aus. Mitglieder der Gewerkschaft Communications Workers of America (CWA) hatten dort eine überlebensgroße aufblasbare Ratte aufgebaut, um gegen Entlassungen bei Microsofts Xbox-Studios zu protestieren. Weiterlesen nach der Anzeige Wie tief die Einschnitte bei Bethesdas Mutterunternehmen ZeniMax gehen, zeigen Meldungen an die US-Arbeitsbehörden: Beim „Doom“-Studio id Software fielen 136 Stellen weg, weitere 22 bei Bethesda Game Studios in Austin. Insgesamt streicht Microsoft 3200 Stellen in der Xbox-Sparte, 1600 davon bereits im Juli. Bethesda hatte im Juli versichert, der Fahrplan für „The Elder Scrolls 6“ sei von den Kürzungen nicht betroffen. Dass Sharma sich ausgerechnet in Zeiten interner Turbulenzen mit Neuigkeiten zu „Elder Scrolls 6“ an die Öffentlichkeit wendet, dürfte kein Zufall sein: Kritiker warfen der Xbox-Chefin bereits vor, mit den vagen Ankündigungen der „Fallout“-Remaster von der Entlassungswelle ablenken zu wollen. In jedem Fall dürfte es ihr darum gehen, den Fans zu zeigen: Es geht auch nach den Entlassungen weiter.