Theater wie Netflix, nur besser: "Fremde Sonne" von Roland Schimmelpfennig am Schauspielhaus Hamburg
Unterhaltung
Am Ende reißt es zwar nicht das gesamte Publikum von den Sitzen, wie man es hier auch schon erlebt hat, doch die Begeisterung ist riesig. Langer, liebender, dankender Beifall. Man spürt Theaterglücksfunken stieben. Der Jubel gilt einem herausragenden Schauspielereignis – einem „Marathon“ von eindrucksvoller Machart und insgesamt acht Stunden Dauer, der sich wohldosiert, mit zuschauerschonenden Pausen, über zwei Tage zog. Künftig kann, wer will, einzelne Folge des exquisit besetzten Mehrteilers auch gesondert buchen. Exzesserprobte Castorf-Fans können über so einen Häppchen-Schongang nur milde lächeln.