ThSV Eisenach bändigt die Rhein-Neckar Löwen | sportschau.de
Der ThSV Eisenach lebt, und wie! Die Thüringer holten sich bei den Rhein-Nackar Löwen einen 33:29-(18:13)-Sieg. Und zeigten dabei Tugenden, die den Eisenacher Handball der letzten Jahre auszeichneten. "Defensiv hat alles gut funktioniert. Riesenkompliment an die Jungs, die einen Riesenschritt gemacht haben. Wir haben uns nochmal zusammengesetzt. Wir haben eine Eisenacher Mannschaft gesehen, auf die ich unfassbar stolz bin", freute sich Coach Sebastian Hinze im Dyn-Interview nach dem Spiel. Die besten Werfer der Gäste waren Felix Aellen mit sieben Toren, sowie Peter Walz und Gian Attenhofer mit je sechs Treffern.
Ganz starke erste Eisenacher Halbzeit
Der Druck war nach den letzten nicht befriedigenden Ergebnissen und auch Leistungen schon erheblich. Bei den Rhein-Neckar-Löwen wollten und mussten die Jungen von Trainer Sebastian Hinze ein anderes Gesicht zeigen. Vor dem Spiel war bekannt geworden, dass Alexandar Capric den Verein in Richtung Hamm verlassen wird. Und dann ging es los in Mannheim und Eisenach zeigte ein Gesicht, wie man es aus den letzten Jahren kannte. Griffig in der Abwehr und fast ohne Fehler im Angriff. Nach einem Blitzstart zum 2:0 konnten die Löwen zunächst auf 3:3 gleichziehen.
Doch die Gastgeber leisteten sich gegen wache Eisenacher einige technische Fehler. So zog der ThSV nach 17 Minuten auf 10:5 davon. Die Angriffe wurden dabei geduldig ausgespielt und im richtigen Moment erfolgreich abgeschlossen. Die Zuschauer wurden bereits unruhig und die Thüringer ließen die Rhein-Neckar-Löwen auch gegen Ende der Halbzeit nicht näher rankommen. Peter Walz traf zweimal ins verwaiste Tor und eine Sekunde vor dem Abpfiff machte David More das 18:13, ein ebenso überraschender wie verdienter Zwischenstand.
ThSV muss nach der Pause nur kurz zittern
Die zweite Halbzeit begann, und zunächst schien das Tor der Gastgeber um Keeper David Späth wie vernagelt. In den ersten acht Minuten gelang nur ein Treffer, die Löwen kamen auf 16:19 heran, hatten die Chance auf mehr. Doch dann im richtigen Moment klappte es wieder. Diesmal von der rechten Außenposition, wo Attenhofer gleich dreimal in Folge traf. Und so zog der ThSv wieder auf fünf Tore davon und ließ die Löwen auch bis zum Schluss nicht mehr in die Nähe eines Punktgewinnes kommen. Als Aeelen vom Punkt zum 31:26 traf (54.), war der Sieg eingetütet.
Am Freitag in einer Woche empfangen die Eisenacher in der Aßmann-Halle den VfL Gummersbach. In der Verfassung von Mannheim ist da erneut etwas möglich.