Thüringen: „Mir reicht es. Ich kann sonst nicht mehr in den Spiegel gucken“ – BSW
Der BSW-Vorsitzende Fabio De Masi hat die Forderung des Bundesvorstands der Partei verteidigt, in Thüringen ein Ende der Koalition zu fordern. Nach dem Entzug des Doktortitels von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) wegen Plagiatsvorwürfen gehe es um die „Glaubwürdigkeit in der Politik“, sagte De Masi am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Wenn das BSW dies durchgehen lasse, beschädige es auch die eigene Glaubwürdigkeit und habe „keine Chance“ bei den anstehenden Landtagswahlen, etwa in Sachsen-Anhalt. „Selbstverständlich hätte ich mir etwas anderes gewünscht, als jetzt einen Konflikt zu führen so kurz vor einer Wahl“, sagte De Masi mit Blick auf die Auseinandersetzung zwischen Bundes- und Landespartei des BSW in Thüringen. „Aber wir haben diese Wahl gar nicht.“ Das BSW müsse ganz deutlich auch den Wählern in Sachsen-Anhalt sagen, dass es so einen Kurs wie in Thüringen nicht mittrage. „Mir reicht es“, sagt der BSW-Minister Deutlicher Widerspruch an Wagenknechts Kurs kommt aus Thüringen selbst. Gegenüber „Bild“ sagte Schütz: „Mir reicht es! Ich kann sonst irgendwann nicht mehr in den Spiegel gucken.“ Sein Vorwurf an die Parteigründerin: Sie würde ohne innerparteiliche Debatte einen „hochgefährlichen Kurs“ fahren und gemeinsame Sache mit der AfD machen, wie „Bild“ berichtet. Das habe „mit dem, wofür wir mal standen, nichts mehr zu tun“.