Thüringens Ministerpräsident: Voigt scheitert mit Widerspruch gegen Doktortitel-Entzug
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Erfurt/Chemnitz – Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt ist mit einem Widerspruch gegen die Aberkennung seines Doktortitels gescheitert. Das zuständige Gremium an der TU Chemnitz wies den Widerspruch des CDU-Politikers zurück, wie ein Sprecher der Universität mitteilte. Zuvor hatte der „Stern“ berichtet. Ein Anwalt Voigts kündigte bereits die nächsten Schritte an: „Nach rechtlicher Prüfung werden wir Klage erheben.“ Der Streit um Voigts Doktorarbeit begleitet den CDU -Politiker schon seit dem Landtagswahlkampf 2024. Damals waren Plagiatsvorwürfe gegen seine Dissertation über den US-Präsidentschaftswahlkampf von George W. Bush (80) gegen John F. Kerry (82) aufgekommen. Die CDU sprach seinerzeit von einer Schmutzkampagne kurz vor der Wahl. Im Januar wurde bekannt , dass die TU Chemnitz Voigt nach einer längeren Prüfung den Doktortitel aberkennen will. Dagegen legte der heutige Ministerpräsident Widerspruch ein, der nun erfolglos blieb. Voigt unter Druck Voigts Anwälte kritisieren die Entscheidung scharf. Aus ihrer Sicht sind wichtige Rechtsfragen offen – etwa: Wie wurde bewertet? Und ist der Entzug überhaupt verhältnismäßig? Besonders ungewöhnlich sei, dass die Universität an ihrer Entscheidung festhalte, obwohl ein externer Gutachter die Voraussetzungen für einen Entzug des Doktortitels verneint habe.