Tiefschlag für Nick Woltemade nach Juventus-Debüt
Bittere Erkenntnis für Nick Woltemade: Auch bei seinem neuen Verein Juventus Turin winkt dem von Newcastle United verliehenen Nationalstürmer wohl zeitnah kein Stammplatz.
Trainer Luciano Spalletti lobte den Neuzugang zwar nach seinem Debüt im Topspiel gegen die AC Mailand (1:1), setzt im Angriffszentrum aber weiter auf den früheren Frankfurter Randal Kolo Muani.
"Woltemade? Nick hat die entsprechende Statur. Er ist stark im Kopfballspiel", sagte Spalletti über den früheren Stuttgarter.
Seine Nummer eins auf der Neun bleibt aber Kolo Muani, der auch im dritten Saisonspiel ohne Tor geblieben war. "Ich bin auf diesen Zug aufgesprungen – ich setze voll auf Kolo Muani und bleibe bis zum Saisonende dabei", betonte Spalletti. "Und am Ende der Saison werden wir dann sehen, wo dieser Zug angekommen ist."
Gegen Milan war Woltemade erst in der 75. Minute kurz nach dem Gegentor durch Alphadjo Cissé (68.) eingewechselt worden - und führte sich direkt mit einigen gelungenen Aktionen gut ein. Auch den Freistoß, der zum Ausgleich durch Federico Gatti (90.+2) führte, holte der 24-Jährige heraus.
Nick Woltemade löst Rudelbildung aus
Eine weitere auffällige Szene mit Beteiligung Woltemades gab es nach dem Schlusspfiff: Ein Gerangel zwischen dem Deutschen und Milans Strahinja Pavlovic löste eine Rudelbildung aus, die aber schnell wieder aufgelöst wurde.
Spalletti zeigte sich mit der Moral seiner Elf zufrieden, äußerte sich aber kritisch zur Offensivleistung. "Uns fehlten die richtigen Entscheidungen beim Abschluss oder beim entscheidenden Pass in die Tiefe. Wir müssen unser Aufbauspiel bei Ballbesitz verbessern", sagte der 67-Jährige.
Grund zur Beunruhigung sieht Juves Coach nach immerhin sieben Punkten aus den drei ersten Serie-A-Partien aber nicht. "Wir hatten Milan als Gegner – eine großartige Mannschaft. Wir können ebenfalls eine solche werden, das haben wir heute gezeigt; ich bin zuversichtlich und spreche der Mannschaft ein Kompliment für ihre Leistung aus."