Tierquälerei: Tourist nimmt Flamingo mit ins Hotelzimmer - jetzt drohen ihm vier Jahre Haft
Weil er einen Flamingo aus dem Gehege eines berühmten Hotels in Las Vegas entwendet und dabei angeblich verletzt hat, ist ein Kanadier wegen Tierquälerei von einem Geschworenengericht schuldig gesprochen worden. Dem Mann drohen bis zu vier Jahre Haft sowie weitere sechs Monate Gefängnis. Die Verkündung des Strafmaßes ist für den 1. Dezember angesetzt. Bis dahin soll er in Haft bleiben.
Der Tourist aus der kanadischen Provinz Ontario hatte den Flamingo „Peachy“ am 3. März aus seinem Gehege im Hotel und Casino Flamingo Las Vegas genommen und auf sein Zimmer gebracht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelte er betrunken und vorsätzlich. Im Prozess gezeigte Videoaufnahmen dokumentieren, wie er den Vogel in einem Aufzug hielt und durch einen Hotelflur trug.
Als das Tier gefunden wurde, fehlten ihm sieben bis acht Federn. Zudem seien Blut im Gefieder und Verletzungen an den Flügeln entdeckt worden. Tierärztin Tiffany Moore sagte, dem 27 Jahre alten Flamingo gehe es körperlich inzwischen wieder gut. Bei Untersuchungen reagiere er jedoch ängstlicher und nervöser als zuvor.
Der Verteidiger des Mannes hatte eingeräumt, dass sein Mandant betrunken und unvernünftig gehandelt habe. Er habe dem Tier jedoch nicht schaden wollen. Der Flamingo ist Teil eines bekannten Tiergeheges des Hotels am Las Vegas Strip, in dem unter anderem auch Kolibris, Schildkröten und Koi-Karpfen leben.