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Tierschutzorganisation zeigt Polizisten an, der auf Chihuahua schoss

Nation

Ludwigshafen. (RNZ/laub) Die Tierschutzorganisation "Veto" hat gegen den Polizisten Anzeige erstattet, der am Samstagabend einen Hund erschoss. Das teilt die Organisation mit. Diese übt Kritik an dem Polizeieinsatz (siehe unten). Es geht um den Verdacht auf einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

"Auf einen kleinen Chihuahua zu schießen und als Rechtfertigung dafür von ernst zu nehmender Gefahr zu sprechen, ist an Absurdität kaum zu übertreffen", schreibt Veto in einer Pressemitteilung. "Wir trauern um den Hund, dessen Tod vermeidbar war." Gewalt gegen Tiere müsse spürbare Folgen haben, auch wenn sie von der Polizei ausgehe.

Immerhin sei es in Deutschland strafbar, Tiere ohne vernünftigen Grund zu töten. "Daher fordern wir eine lückenlose Aufklärung des Einsatzes und Konsequenzen für den verantwortlichen Beamten", hieß es vonseiten der Organisation.

Obwohl das deutsche Tierschutzgesetz für die Tötung oder schwere Quälerei eines Wirbeltiers einen Strafrahmen von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe vorsieht, sieht die Realität laut Veto anders aus. Das Gesetz sei da, werde aber von der Justiz kaum konsequent angewendet. Zudem würden Höchststrafen daher kaum ausgeschöpft.

Zahlreiche Verfahren wegen Tierschutzdelikten seien bereits im Ermittlungsverfahren eingestellt worden oder führten nur zu geringen Sanktionen. Komme es doch zu Verurteilungen, verblieben diese fast immer im Bereich von Bewährungs- oder Geldstrafen, was jede abschreckende Wirkung nähme.

Update: Montag, 12. Oktober 2026, 15 Uhr

Polizei erschoss Hund bei Einsatz in Ludwigshafen

Ludwigshafen. (dpa) Bei einem Polizeieinsatz in Ludwigshafen ist ein Hund erschossen worden. Die Beamten hatten am Freitagabend nach einem stark alkoholisierten 36-Jährigen gefahndet, der zuvor einen Mann mit einer Schusswaffe bedroht haben soll, wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz mitteilte.

Sie stellten den Tatverdächtigen auf einem unbeleuchteten Parkplatz im Stadtteil Gartenstadt fest. Er hatte den Angaben nach einen nicht angeleinten Hund bei sich, der sich auf die Einsatzkräfte zubewegte.

Ein Beamter schoss demnach "im Rahmen des unmittelbaren Zwangs" einmal auf das Tier. Bei der anschließenden Fesselung leistete der 36-Jährige Widerstand. Dabei wurden der Mann und zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Eine Schusswaffe fanden die Einsatzkräfte bei dem Tatverdächtigen nicht. Der Hund wurde den Angaben nach zu einem Tierarzt gebracht, wo er seinen Verletzungen erlag.

Gegen den Mann wurden Strafverfahren wegen Bedrohung mit einer Schusswaffe und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

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