Tigst Assefa verpasst in Berlin dramatisch den Marathon-Weltrekord
Sie verfehlte allerdings den Weltrekord von Ruth Chepngetich, die 2024 in Chicago nach 2:09:56 Stunden ins Ziel gekommen war. Die Kenianerin ist derzeit wegen eines positiven Dopingtests gesperrt. Ihr Weltrekord hat aber Bestand – auch nach dem 52. Berlin-Marathon.
Assefa wiederholte ihren Triumph von 2022 und 2023. Vor drei Jahren war sie in 2:11:53 Stunden Weltrekord gelaufen. Dann nahm Chepngetich ihr die Bestmarke ab.
Bei nahezu optimalen Bedingungen in der Hauptstadt lief Assefa, angetrieben von mehreren Tempomachern und Zehntausenden Fans an der Strecke, von Beginn an ein einsames Rennen bei den Frauen. Die Olympia-Zweite von Paris und WM-Zweite von Tokio ging es allerdings etwas langsamer an als Chepngetich bei ihrem Weltrekord in Chicago.
Doch Assefa hielt das Tempo auf der zweiten Hälfte des Marathons konstant hoch. Als die Afrikanerin auf Weltrekord-Kurs war, hatte sie plötzlich mit Schmerzen zu kämpfen.
Die beste deutsche Läuferin beim Berliner Marathon war eine Polizistin aus der Hauptstadt: Anna Langerwisch ist mit einer Zeit von 2:27:31 Stunden auf dem 16. Platz der Frauen gelandet. „Unsere Spitzensportlerin Anna ist heute beim Berlin-Marathon ins Ziel gelaufen – und zwar als beste deutsche Frau“, teilte die Polizei im Internet mit. „Wir sind unglaublich stolz auf Dich, Anna. Du hast heute gezeigt, was Spitzensport bedeutet: Ausdauer, Disziplin und den Willen, jeden Kilometer zu kämpfen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser starken Leistung.“
Esther Pfeiffer, die den deutschen Rekord von Irina Mikitenko aus dem Jahr 2008 (2:19:19 Stunden) knacken wollte, erlebte einen bitteren Tag. Sie musste beim zweiten Marathon in ihrer Karriere schon nach rund 15 Kilometern aufgeben.
Bei den Männern siegte Guye Adola aus Äthiopien nach der verletzungsbedingten Absage des Weltrekordlers Sabastian Sawe in 2:02:51 Stunden. Die schnellsten deutschen Marathon-Läufer um Europameister Amanal Petros waren in Berlin nicht am Start.