Till Lindemann trauert um seine Mutter Gitta
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Nordwestmecklenburg (Mecklenburg-Vorpommern) – Trauer um die Mutter von Rammstein-Frontmann Till Lindemann (63). Brigitte Hildegard Lindemann, genannt Gitta, ist am Samstag im Alter von 87 Jahren gestorben. Das bestätigte ihre Familie dem NDR. Zuerst berichtete die „Ostsee Zeitung“. Die Journalistin und Schriftstellerin lebte bis zuletzt in Mecklenburg-Vorpommern.
In ihren letzten Wochen war ihr berühmter Sohn für sie da. Noch Anfang Oktober sollten Mutter und Sohn gemeinsam eine Veranstaltung zum 100. Geburtstag von Tills verstorbenem Vater Werner Lindemann (†66) in der Rostocker Kunsthalle besuchen. Doch Gitta war bereits zu krank, um daran teilzunehmen. Till sagte ebenfalls ab, blieb lieber bei seiner Mutter. Wenige Wochen später musste er für immer Abschied von ihr nehmen. Die Todesursache ist bislang nicht bekannt.
Gitta schrieb Liebeserklärung an ihren Sohn
Wie stolz Gitta Lindemann auf ihren berühmten Sohn war, machte sie immer wieder deutlich. In ihrem 2023 erschienenen Buch „Meine Fensterplätze“ widmete sie Till sogar eine eigene „Liebeserklärung an meinen Sohn“. Darin schrieb sie: „Wenn ich nicht zufällig seine Mutter wäre, mit diesem Mann wäre ich gerne befreundet.“ Besonders schätzte sie seine fürsorgliche Art. Sie erzählte, wie Till seine Großmutter im Rollstuhl zum Weihnachtsessen abholte und ihr beim Essen half. Seine Musik mochte sie ebenfalls. Die Rammstein-Konzerte besuchte sie gerne. Der „Ostsee-Zeitung“ sagte sie 2019 : „Ich find’ die Konzerte geil. Diese ganze Atmosphäre. Das hat doch was von Operninszenierungen.“
Till Lindemanns Mutter war Schriftstellerin
Gitta Lindemann wurde am 11. April 1939 in Dresden geboren. Sie arbeitete als Journalistin und leitete von 1992 bis 2002 die Kulturredaktion des NDR in Schwerin. Mit ihrem Ehemann Werner Lindemann, einem bekannten DDR-Schriftsteller, hatte sie zwei Kinder: Till und dessen jüngere Schwester Saskia. Auch im hohen Alter blieb sie ihrer Leidenschaft für die Literatur treu. Erst im Frühjahr 2026 stellte sie auf der Leipziger Buchmesse ihren Gedichtband „Lautlos“ vor. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie in einem kleinen Dorf in Nordwestmecklenburg.