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Tischtennis: Annett Kaufmann wird Vize-Europameisterin in Ljubljana

Sport

Die deutsche Tischtennis-Hoffnung Annett Kaufmann hat bei der Europameisterschaft in Slowenien das Endspiel im Frauen-Einzel verloren und sich damit die Silbermedaille gesichert. In Ljubljana unterlag die 20 Jahre alte Junioren-Weltmeisterin in 3:4 Sätzen gegen Elizabeth Abrahamian aus Russland.

»Es war ein schwieriges Spiel. Sie hat am Ende einfach die besseren Bälle gespielt und verdient gewonnen«, sagte Kaufmann, die selbstbewusste Worte fand: »Ich weiß, dass es ein guter Erfolg war. Aber ich bin es – übertrieben gesagt – nicht gewohnt, im Finale zu verlieren.« Mit etwas Abstand könne sie aber »positiv« auf das Turnier blicken. Kaufmann ist unter anderem U19-Weltmeisterin 2024 und Team-Europameisterin 2025.

Den EM-Titel im Einzel gewannen damit weiter nur drei deutsche Spielerinnen: Agnes Simon (1962), Nicole Struse (1996) und Petrissa Solja (2021). Auf dem Weg in dieses Endspiel hatte Kaufmann ihre deutschen Nationalmannschaftskolleginnen Nina Mittelham (Halbfinale) und Ying Han (Viertelfinale) besiegt.

Die große Hoffnungsträgerin im deutschen Tischtennis setzte damit ihren rasanten Aufstieg in der Hauptstadt Sloweniens trotz der Finalniederlage fort. 2024 hatte sie als kurzfristig eingesetzte Ersatzspielerin bei den Olympischen Spielen in Paris erstmals auf sich aufmerksam gemacht, im selben Jahr holte sie den Titel bei den Junioren-Weltmeisterschaften. Der Sieg in Ljubljana wäre ihr bislang größter Coup gewesen, weitere Höhepunkte sollen schon bald folgen. Im Doppel holte sie Bronze an der Seite von Mittelham.

Ihre Finalgegnerin durfte bei dieser Europameisterschaft mitspielen, weil das Startverbot für russische und belarussische Sportler bei internationalen Meisterschaften seit Juli nicht mehr gilt. Da ihr Punkte in der europäischen Rangliste fehlen, musste Abrahamian den Wettbewerb in der Qualifikation beginnen. Zuvor hatte die 23-jährige Russin aber unter anderem schon die U19-EM und in diesem Jahr auch ein internationales WTT-Turnier in Tunis gewonnen.

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