Tissier sei dank: TSV Hannover-Burgdorf feiert irren Comeback-Sieg
Stand: 30.08.2026 19:53 Uhr
Die TSV Hannover-Burgdorf hat zum Auftakt in die neue Bundesliga-Saison einen irren Comeback-Sieg gefeiert. Die "Recken" gewannen am Sonntag zu Hause gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 32:31 (13:14).
von Tobias Knaack
Bester Werfer mit zehn Treffern und Schütze des entscheidenden Tores per eiskaltem Siebenmeter war August Pedersen Mann des Spiels aber war Leif Tissier, der fast im Alleingang dafür sorgte, dass das Team von Trainer Juan Carlos Pastor einen Fünf-Tore-Rückstand noch aufholte und sich die ersten zwei Punkte der neuen Saison sichern konnte.
Sportchef Sven-Sören Christophersen lobte die Mannschaft mi NDR Interview für ihre kämpferische Leistung und dafür, dass sie "am Ende die Nerven behalten" habe. Man habe gezeigt, "dass wir in diesem Jahr hier wieder eine 'Recken'-Festung haben wollen." Weiter geht es für die Niedersachsen am Mittwoch in Erlangen (19 Uhr, im NDR Livecenter).
Hannover startet stark...
Die "Recken" starteten griffig. Renars Uscins traf im Agriff mit dem ersten Wurf nach 30 Sekunden. Und hinten blockte Neuzugang Sebastian Heymann - im Sommer von den Rhein-Neckar-Löwen nach Hannover gekommen - zu Beginn gleich mal zwei Würfe seiner ehemaligen Team-Kollegen.
Das Highlight der Anfangsphase aber lieferten Torhüter Joel Birlehm und Linksaußen August Pedersen. Birlehm spielte nach einer Parade einen perfekten Pass in den Lauf des durchgestarteten Norwegers, der Ball in einer fließenden Bewegung aus der Luft fischte und zum 4:1 traf (8.).
....und lässt stark nach
Und das Prinzip aus Ballgewinn und schnellem Tempogegenstoß funktionierte zunächst auch weiter für das Pastor-Team - 10:7 stand es nach 16 Minuten. Ex-Hannoveraner Marius Steinhauser sorgte von Rechtsaußen aber dafür, dass die Gäste aus Baden-Württemberg dranblieben - und Aron Seesing dafür, dass sie zur Pause sogar mit einem Tor Vorsprung führten (14:13).
Diese - aus Sicht der "Recken" ungute - Tendenz setzte sich auch zu Beginn der zweiten Hälfte nahtlos fort: Tim Nothdurft traf zur ersten Drei-Tore-Führung der Löwen (18:15, 36.). Das lag daran, dass die Niedersachsen in der Deckung keinen wirklichen Zugriff bekamen. Aber auch das Torwartduell ging klar an Nationaltorhüter David Späth. Dani Baijens traf eine Viertelstunde vor Ultimo zum 26:21 für das Team von Ex-Flensburg-Trainer Maik Machulla.
Tissier sorgt für die Wende
Die "Recken" streckten sich im Angesicht der drohenden Niederlage - insbesondere in Person von Tissier, der sein Team mit zwei starken Treffern vom Kreis zunächst wieder bis auf ein Tor heranbrachte (28:29, 55.), ehe er wenig später mit einem Gewaltwurf aus dem Rückraum unter die Latte den Ausgleich erzielte (29:29, 56.) und kurz vor dem Ende für die erste Führung seit dem Ende von Durchgang eins sorgte (31:30, 59.).
Einmal konnten die Gäste noch ausglichen. Doch dank eines souveränen Siebenmeters von Pedersen 25 Sekunden vor dem Ende und einer Parade von Birlehm in letzter Sekunde, gab es in Hannover nach einer emotionalen und spielerischen Achterbahnfahrt tatsächlich noch Grund zum Feiern.
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