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Titanic: Warum das berühmte Wrack bald verschwinden könnte

Wissenschaft

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Seit mehr als 100 Jahren ruht die Titanic in 3800 Metern Tiefe auf dem Grund des Nordatlantiks. Doch was für viele das ewige Mahnmal einer der größten Katastrophen der Seefahrt ist, droht bald für immer zu verschwinden. Experten sind sich einig: Das berühmteste Wrack der Welt zerfällt rasant – und könnte schon in einigen Jahren nicht mehr existieren. Verantwortlich dafür sind winzige Mikroben, die sich durch den Stahl des einst größten Schiffs der Welt fressen. Sie bilden bizarre rostige Gebilde, „Rusticles“ genannt, die den Rumpf Jahr für Jahr schwächen. Dazu kommen Strömungen, Salz und die enorme Belastung in der Tiefsee. Balkone und Geländer brechen ab, große Teile sind bereits eingestürzt. Unterwasseraufnahmen zeigen: Von der stolzen Titanic ist vielerorts nur noch eine geisterhafte Hülle übrig. Einige Forscher warnen: In 20 Jahren könnte von dem legendären Luxusdampfer kaum mehr als ein Rosthügel am Meeresboden bleiben. Manche Prognosen sind noch drastischer – sie sprechen davon, dass schon um 2030 große Teile endgültig verschwunden sein werden. Für Historiker, Überlebenden-Familien und Millionen Titanic-Fans weltweit wäre das ein Schock. Gleichzeitig versuchen internationale Expeditionen, das Schiff wenigstens digital für die Nachwelt zu bewahren. Mit modernster Technik wurden Hunderttausende hochauflösende Bilder gemacht und daraus ein dreidimensionales Modell des Wracks erschaffen. So lässt sich die Titanic virtuell noch erleben – selbst wenn das Original in den Tiefen des Ozeans verschwindet. Die Uhr tickt in jedem Fall. Jeder Tauchgang zeigt neue Schäden. Teile der Reling sind bereits abgebrochen, der ikonische Bug wirkt von Jahr zu Jahr zerfressener. Auch markante Teile wie die Kapitänskajüte und die Promenadendecks sind kaum noch zu erkennen. Klar ist: Das Schiff, das 1912 nach der Kollision mit einem Eisberg sank und mehr als 1500 Menschen mit in den Tod riss, hat die Welt bis heute nicht losgelassen. Filme, Bücher, Ausstellungen – die Titanic bleibt ein Mythos.

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