Titelkämpfe in Shanghai Teamsprinterinnen holen Bronze bei Bahnrad-WM
Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Grabosch gewannen das kleine Finale gegen das russische Team, das als neutrale Mannschaft wieder zugelassen ist.
Deutsches Team fehlt Top-Anfahrerin
Bei 46,276 Sekunden stoppte die Uhr bei Friedrich und Co. Damit ließ die deutsche Mannschaft die Russinnen hinter sich, die zwei Runden lang geführt hatten. Mehr war nicht drin, denn die Position eins erwies sich als Handicap. "Uns fehlt einfach gerade eine Anfahrerin, die eine 18,6 (Sekunden) fahren kann oder so. Dadurch verlieren wir schon eine halbe Sekunde und das ist halt das Problem", hatte Friedrich schon im Vorfeld analysiert. So kam es auch: Die 22-jährige Schneider fuhr Zeiten knapp über der 19-Sekunden-Marke. Kein Vergleich zu Weltmeister China oder den zweitplatzierten Britinnen.
Zwischen 2020 und 2023 hatten Grabosch, Friedrich und Emma Hinze viermal in Serie WM-Gold gewonnen. In den vergangenen beiden Jahren war das deutsche Team in zum Teil stark veränderter Besetzung leer ausgegangen. Hinze ist in diesem Jahr Mutter eines Sohnes geworden und will bei der Heim-EM in Berlin nächsten Februar ihr Comeback geben.
Deutsche Männer chancenlos
Eine Enttäuschung gab es im Teamsprint für die deutschen Männer. Henric Hackmann, Nik Schröter und Luca Spiegel schieden auf dem neunten Platz in der Qualifikation aus und verpassten damit auch wichtige Punkte im Rennen um die Olympia-Teilnahme. Nicht zu schlagen war wieder einmal das niederländische Team um Superstar Harrie Lavreysen, der bereits seinen 21. Weltmeistertitel einfuhr und damit seinen Rekord weiter ausbaute.