TK-Backwaren: Aryzta gibt Standort Nordhausen zugunsten von Eisleben auf
Backwarenhersteller
Aus für Aryzta-Werk in Nordhausen - Produktion wird nach Eisleben verlagert
Stand: 26.10.2026 11:13 Uhr
Der Schweizer Backwarenhersteller Aryzta plant, sein Werk in Nordhausen bis 2027 zu schließen. Die Produktion soll am Standort Eisleben gebündelt werden. Was aus den 165 Beschäftigten in Thüringen wird, ist bislang offen.
von MDR THÜRINGEN
Der Schweizer Backwarenhersteller Aryzta will sein Werk in Nordhausen schließen. Wie das Unternehmen mitteilte, soll die Produktion dort bis zum kommenden Jahr eingestellt werden. Als Grund gab das Unternehmen eine "veränderte Nachfrage am Markt" an.
Auch ein Werk in Bayern wird geschlossen
Aryzta zufolge wird auch das Werk im bayerischen Gerolzhofen geschlossen. Die Produktion werde dafür am Standort Eisleben in Sachsen-Anhalt gebündelt, der 40 Auto-Kilometer von Nordhausen entfernt liegt. Ob die 165 Beschäftigten ein Wechsel-Angebot bekommen, ist noch nicht bekannt.
Der Konzern geht davon aus, dass ihn die Werksschließungen 56 bis 61 Millionen Euro kosten.
Brötchen, Baguettes und Pfannkuchen
Seit 2005 werden in Nordhausen Tiefkühlbackwaren wie Brötchen, Ciabatta und Baguette sowie Pfannkuchen produziert. Zuletzt hatten die Thüringer Mitarbeiter mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten im März zweieinhalb Prozent mehr Lohn und eine Einmalzahlung von 156 Euro ausgehandelt.
Bereits 2019 hatte Aryzta zwei Werke in Artern im Kyffhäuserkreis sowie in Mansfeld in Sachsen-Anhalt geschlossen. Damals waren den Angaben zufolge insgesamt rund 200 Mitarbeiter betroffen.
MDR (gh)