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TKMS erhält Milliarden-Auftrag für U-Boote aus Kanada

Wirtschaft

Stand: 07.07.2026 07:43 Uhr Der Kieler Marineschiffbauer TKMS hat einen milliardenschweren Großauftrag aus Kanada erhalten. Das Unternehmen soll bis zu zwölf U-Boote nach Nordamerika liefern. Gebaut werden soll in Kiel und Wismar. Für den Kieler Marineschiffbauer TKMS ist es der größte U-Boot-Auftrag in der Unternehmensgeschichte: Kanada will bis zu zwölf U-Boote bei der Thyssenkrupp-Rüstungstochter bestellen. Das verkündete Kanadas Premierminister Mark Carney vor seiner Abreise zum NATO-Gipfel in Ankara. Der deutsche Hersteller TKMS stach bei dem Geschäft einen südkoreanischen Konkurrenten aus. Kanada bekommt gleiches Modell wie Deutschland und Norwegen Kanada erhält von TKMS U-Boote des Typs 212CD. Dieses Modell haben Deutschland und Norwegen für die gemeinsame Nutzung entwickelt. Die Buchstaben "CD" stehen dabei für das gemeinsame Design ("Common Design"). Diese Baugleichheit soll die Kosten verringern und eine einfache Zusammenarbeit ermöglichen, der sich nun Kanada als dritter großer Partner anschließt. Keine Angaben zum Auftragsvolumen Zum Auftragsvolumen machten weder Kanada noch TKMS Angaben. Dies dürfte sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aber allein für die U-Boote inklusive Service auf rund 20 Milliarden Euro belaufen. Wartung und Betrieb eingerechnet gehe es für die nächsten Jahrzehnte um ein Finanzvolumen von 100 Milliarden kanadische Dollar (rund 62 Milliarden Euro), berichteten kanadische Medien. Boote sollen in Kiel und Wismar gebaut werden TKMS zählt zu einem der weltweit führenden Unternehmen im Bau nicht nuklear betriebener U-Boote. Nach früheren Angaben von TKMS will Kanada die ersten neuen Boote spätestens 2035 in Betrieb nehmen. Zuletzt hatte sich aber angedeutet, dass eine erste Auslieferung schon 2033 erfolgen könnte. Die Produktion soll komplett in Deutschland stattfinden, heißt es von TKMS. Das Unternehmen will die High-Tech-Boote sowohl am Stammsitz in Kiel als auch in der zweiten Werft in Wismar in Mecklenburg-Vorpommern bauen. Dort will das Unternehmen bis zu 1.500 Arbeitsplätze schaffen. TKMS hat nach eigenen Angaben mehr als 9.700 Beschäftigte, darunter rund 3.700 in Kiel. Weiterer Standort neben Kiel und Wismar ist Itajaí in Brasilien. Pistorius und Merz begrüßen kanadische U-Boot-Entscheidung Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begrüßte die Entscheidung: "Dies ist ein großes, strategisches Vorhaben, das Kanada, Deutschland und Norwegen auf Jahrzehnte verbindet." Die kanadische Regierung setze damit vor dem Nato-Treffen ein starkes Zeichen der transatlantischen Zusammenarbeit. Auch Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) betonte die Bedeutung der Entscheidung. Er sprach von einem Meilenstein und erklärte: "Gemeinsam werden wir die weltweit größte und modernste konventionelle U-Boot-Flotte aufbauen." Außenminister Johann Wadephul (CDU) schrieb, Kanada habe "damit ein starkes Signal des Zusammenhalts" abgegeben.

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