Todesstrafe im Iran: Iran richtet Mann wegen Beteiligung an Massenprotesten hin
Im Iran ist ein Mann hingerichtet worden, der wegen der Teilnahme an regierungskritischen Protesten zu Tode verurteilt worden war. Nach einer Bestätigung des Todesurteils durch das oberste Gericht sei es am Morgen vollstreckt worden, teilte die iranische Justiz mit. Madschid Adineh habe sich angeblich an »operativen Aktivitäten« zur Unterstützung Israels und der USA beteiligt. Das Gericht habe zudem eine Beschlagnahmung seines gesamten Vermögens angeordnet.
Adinehs Schuldspruch umfasse zudem angebliche »Kriegsführung gegen Gott«, Brandstiftung, Versammlung und Verabredung zur Begehung von Straftaten gegen die innere Sicherheit des Landes. Nach Behördenangaben hatte er bei seiner Festnahme unter anderem eine Schusswaffe dabei, die er bei den Protesten abgefeuert haben soll. Der Beschuldigte habe die Vorwürfe zurückgewiesen.
Hinrichtungen im Iran haben laut Menschenrechtlern zugenommen
Im Dezember hatten es aufgrund der Wirtschaftskrise Massenproteste gegen die autoritäre iranische Regierung gegeben. Bei der gewaltsamen Niederschlagung wurden Tausende getötet. Zuletzt richteten die iranischen Behörden am Donnerstag einen Mann im Zusammenhang mit den Massenprotesten hin. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen ist der Iran nach China das Land, in dem die meisten Todesurteile vollstreckt werden.